das Kirchenjahr

3. Sonntag nach Trinitatis

Das Wort der Versöhnung

Predigtanregung

Der 3. Sonntag nach Trinitatis stellt in gewisser Weise die Fortsetzung des 2. Sonntags nach Trinitatis dar, denn nun geht es um die offenen Arme, die den empfangen, der schon lange eingeladen ist. Die Gleichnisse vom "Verlorenen" oder die Geschichte vom Zachäus unterstreichen dies sehr deutlich. Gott will die Sünder selig machen, darum geht es, und er hindert keinen einzelnen, zu ihm zu kommen.

Klicken Sie hier für die Anregungen für alle Predigtreihen (soweit vorhanden)

III - Lk 15, 1-10

Es nahten sich ihm aber allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören. 2 Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen. 3 Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach: 4 Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eins von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste läßt und geht dem verlorenen nach, bis er's findet? 5 Und wenn er's gefunden hat, so legt er sich's auf die Schultern voller Freude. 6 Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. 7 Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.
8 Oder welche Frau, die zehn Silbergroschen hat und einen davon verliert, zündet nicht ein Licht an und kehrt das Haus und sucht mit Fleiß, bis sie ihn findet? 9 Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen und spricht: Freut euch mit mir; denn ich habe meinen Silbergroschen gefunden, den ich verloren hatte. 10 So, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.

Anregung folgt später

Liedvorschläge zur Predigt:

Der Herr ist mein getreuer Hirt (EG 274)
Wenn ein Schaf verloren ist (EG 353, 3.4)
Mir ist Erbarmung widerfahren (EG 355)
Gott rufet noch. Sollt ich nicht endlich hören? (EG 392)
Jesu, meine Freude (EG 396)
In Gottes Namen wolln wir finden (KHW-EG 631)

Fürbittengebet

Wir danken dir, lebendiger Gott, dass du uns suchst und nachgehst, wenn wir vom Weg abkommen. Du bist unser Schöpfer, du bist unser Beschützer, du bist unser Tröster. Wir danken dir, Gott.
Dein Wort spricht uns frei, es nimmt uns die Angst und gibt uns neue Zuversicht. Wir bitten dich: lass es wurzeln und wachsen, blühen, reifen und Frucht bringen in uns allen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir denken an die Kinder in unserer Gemeinde, an die Freude, die sie uns bringen, an die Sorgen, die sie ihren Eltern aufladen. Erhalte ihnen die Offenheit, die Lust zu lernen. Hilf Eltern, Lehrerinnen und Lehrern, hilf allen, die erziehen und ausbilden, dass sie das ihnen geschenkte Vertrauen nicht enttäuschen, nicht missbrauchen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir denken an die Menschen, die in der Mitte ihres Lebens stehen: Bewahre sie davor, sich zu überfordern und sich überfordern zu lassen. Gib ihnen Selbstvertrauen und Gelassenheit. Hilf ihnen, immer weiter zu lernen, Neues, Ungewohntes zu wagen und Altes, Bewährtes zu verteidigen. Lass sie in allem erkennen, dass du die Quelle des Lebens bist. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir denken an die Altgewordenen unter uns, an alle, die mit dem Gefühl kämpfen, nutzlos und überflüssig zu sein. Zeige ihnen, wo sie gebraucht werden, wo sie anderen helfen können mit ihrer Erfahrung, mit Rat und Tat. Lehre sie, sich am Leben zu freuen, die Zeit zu nutzen, die ihnen geschenkt ist. Lass sie Frieden finden in dir und erhalte unseren Willen, von ihnen zu lernen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir denken an die, die mit dem Tod kämpfen. Sei du ihre Hoffnung. Hilf ihnen, Kraft zu schöpfen in der Gewissheit, dass ihr innerer Mensch nicht stirbt, sondern die Herrlichkeit deines Reiches schauen wird. Mache den Angehörigen und uns Mut, davon zu reden und darauf zu vertrauen, dass du der Herr über Leben und Tod bist. Lass dort, wo der Tod schmerzliche Wunden aufgerissen hat, deine liebende und heilende Hand spürbar werden. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Dir vertrauen wir uns an, Gott, bei allen Mühen und allen Freuden, die uns das Leben schenkt, denn dir allein gebührt Ruhm und Ehre in Ewigkeit. Durch Jesus Christus, unsern Herrn.
Amen



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