das Kirchenjahr

11. Sonntag nach Trinitatis

Pharisäer und Zöllner

Gottesdienstentwurf

Dieser Gottesdienstentwurf ist auf die Texte der Perikopenreihe IV abgestimmt.

Der folgende Gottesdienstvorschlag soll vor allem (aber nicht nur) denen, die ungeübt sind in der Gestaltung eines Gottesdienstes, eine Hilfe sein.

Gruß: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen [Je nach Gewohnheit und Möglichkeit im Wechsel mit der Gemeinde]
Der Spruch für den 11. Sonntag nach Trinitatis steht im 1. Brief des Petrus im 5. Kapitel und lautet: Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.
Eingangslied: All Morgen ist ganz frisch und neu (EG 440)
Psalmgebet: Ps 145, 1-2.14.17-21
Liturg oder Gemeinde: Ehr sei dem Vater und dem Sohn... (EG 177.x)
Kyriegebet: Vater im Himmel, oft meinen wir, alles richtig zu machen, und erkennen nicht, dass wir unsere Mitmenschen missachten, Böses über sie denken oder gar reden. Oft fügen wir anderen, auch unbewusst, Schaden zu. Mache uns aufmerksam, dass wir unsere Schuld erkennen und vor dich bringen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.
oder:
Kyrie-Gesang (EG 178.x)
Liturg: Ehre sei Gott in der Höhe
Gemeinde: Allein Gott in der Höh sei Ehr (EG 179, 1)
oder
Liturg/Schola + Gemeinde im Wechsel: Ehre sei Gott in der Höhe (EG 180.1)
Kollektengebet: Herr Jesus Christus, wir möchten "Ja" sagen zu deinem Ruf, und doch scheint es uns manchmal sehr schwer. Wir bitten dich: öffne unsere Herzen, dass wir umkehren und den Weg zu dir finden. Das bitten wir dich, der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regierst in Ewigkeit.
Amen
Wenn zwei Lesungen gehalten werden, hier fortfahren:
Lesung: Eph 2, 4-10 (Epistel)
Lied: Aus tiefer Not schrei ich zu dir (EG 299, 1-3.5)
Wenn nur eine Lesung gehalten wird, hier fortfahren:
Halleluja-Vers (gesungen oder gesprochen): I: Danket dem Herrn und rufet an seinen Namen; verkündigt sein Tun unter den Völkern!
II: Ich will den Herrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.
Gesang: Halleluja* (EG 181.x)
Lesung: Lk 18, 9-14 (Evangelium)
Lied: „So wahr ich lebe“, spricht dein Gott (EG 234, 1-3)
Predigt/Ansprache/Meditation/Lesung des Predigttextes und Stille (Predigttext: 2. Sam 12, 1-10.13-15a)
Lied: „So wahr ich lebe“, spricht dein Gott (EG 234, 4-7)
Fürbitte
Himmlischer Vater, Sünder sind wir und nicht wert, vor dich zu treten und zu dir zu beten. Und doch hast du uns befreit von unserer Schuld durch das Opfer deines lieben Sohnes, damit wir zu dir kommen können als deine geliebten Kinder. Wir bitten dich: führe uns auf den Weg des Friedens. Zeige uns, wo wir gefehlt haben, und eröffne uns Möglichkeiten, dass wir mit deiner Hilfe an deinem Reich mitbauen können. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich... (178,11)
Gott, sei uns gnädig, denn wir haben uns nicht genug eingesetzt für eine gerechtere Politik in unserem Land und in der ganzen Welt; wir sind abgestumpft angesichts des vielfältigen Elends in der ganzen Welt, das wir tagtäglich in den Medien aufgetischt bekommen, und bemühen uns nicht genug um Abhilfe. Lass uns damit beginnen, diese Welt so zu gestalten, dass sich alle Menschen auf ihr wohlfühlen können. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich... (178,11)
Gott, sei uns gnädig, denn es fehlt uns an Erbarmen, wenn Menschen uns um Hilfe bitten; wir sehen weg, wenn Menschen, Frauen und Kinder, misshandelt werden; es ist uns gleichgültig, was mit unseren Mitmenschen geschieht. Schenke uns deine Barmherzigkeit, damit wir selbst barmherzig werden. Lass deine Liebe uns durchdringen, damit wir selbst lieben und zur Liebe anstiften. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich... (178,11)
Gott, sei uns gnädig, denn wir wollen unsere Ruhe haben , obwohl es unruhig ist um uns herum; wir haben keine Hoffnung, obwohl wir deine Kinder sind; wir haben vergessen, was es bedeutet, nach deinem Bild geschaffen zu sein. Schenke uns deine Ruhe, damit wir in der Unruhe zu Ruhestiftern werden. Lass uns die Hoffnung nicht aufgeben, dass du kommst, bald, vielleicht schon morgen, um uns heimzuholen. Lass uns unsere Würde wiedergewinnen, damit wir die Verantwortung, die du uns übertragen hast, in rechter Weise wahrnehmen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich... (178,11)
Dich rühmen wir, denn du lässt uns menschlich werden, weil du selbst Mensch geworden bist. Dir sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit. Amen
(Dieses Gebet ist auch für andere Perikopen an diesem Sonntag geeignet)
Vaterunser
Segen: Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige, Vater, Sohn und Heiliger Geist. oder
Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig, Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Schlusslied: Alles ist an Gottes Segen (EG 352, 1)


Es bleibt jedem überlassen, den Vorschlag den Gegebenheiten anzupassen.

Rechtliche Hinweise:
Wenn man einen Gottesdienst als Video oder Ton aufnimmt und im Internet verfügbar macht, muss man das Urheberrecht beachten. Die hier gemachten Liedvorschläge sollten diesbezüglich kein Problem darstellen, da sie nach geltendem Urheberrecht rechtefrei sind (der Autor muss länger als 70 Jahre verstorben sein), es sei denn, es wird ausdrücklich auf das Urheberrecht hingewiesen. Die Gebetstexte stammen von mir und dürfen genutzt werden.
Gottesdienste, die auf YouTube eingestellt werden, sollten auch mit anderen Liedern abgedeckt sein, da die EKD einen Rahmenvertrag mit der GEMA für Veröffentlichungen auf YouTube geschlossen hat. Eine Rückversicherung bei der Rechtsabteilung der eigenen Landeskirche empfiehlt sich dennoch. Bei Veröffentlichung des virtuellen Gottesdienstes auf der Webseite der Gemeinde ist es gut, sich auf das hier vorgeschlagene Liedgut (oder andere Lieder, die nicht mehr urheberrechtsgeschützt sind) zu beschränken.


* Das „Halleluja” steht bewusst unmittelbar vor der Evangeliumslesung, denn es leitet das Evangelium ein und schließt nicht, wie in den vergangenen Jahrzehnten üblich geworden, die Epistellesung ab.