das Kirchenjahr

11. Sonntag nach Trinitatis

Pharisäer und Zöllner

Gebete

Die hier vorgelegten Gebete sind bereits in einem Gottesdienst gebetet worden. Nicht immer habe ich aktuelle und lokale Bezüge daraus entfernt. Daher ist es wichtig, sich vorab die Texte sorgfältig anzueignen und gegebenenfalls Anpassungen an die aktuelle Situation und die örtlichen Gegebenheiten vorzunehmen. Für den Gottesdienst (dazu gehören auch persönliche Andachten) dürfen die Gebete ohne vorherige Nachfrage genutzt werden. Jede andere Form der Nutzung setzt eine Rücksprache mit mir voraus.

Kollektengebete (Tagesgebete):

Herr Jesus Christus, wir möchten "Ja" sagen zu deinem Ruf, und doch scheint es uns manchmal sehr schwer. Wir bitten dich: öffne unsere Herzen, dass wir umkehren und den Weg zu dir finden. Das bitten wir dich, der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regierst in Ewigkeit.
Amen

I - Hiob 23

II - Lk 18, 9-14

Fürbittengebet:

Himmlischer Vater, Sünder sind wir und nicht wert, vor dich zu treten und zu dir zu beten. Und doch hast du uns befreit von unserer Schuld durch das Opfer deines lieben Sohnes, damit wir zu dir kommen können als deine geliebten Kinder. Wir bitten dich: führe uns auf den Weg des Friedens. Zeige uns, wo wir gefehlt haben, und eröffne uns Möglichkeiten, dass wir mit deiner Hilfe an deinem Reich mitbauen können. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich... (178,11)
Gott, sei uns gnädig, denn wir haben uns nicht genug eingesetzt für eine gerechtere Politik in unserem Land und in der ganzen Welt; wir sind abgestumpft angesichts des vielfältigen Elends in der ganzen Welt, das wir tagtäglich in den Medien aufgetischt bekommen, und bemühen uns nicht genug um Abhilfe. Lass uns damit beginnen, diese Welt so zu gestalten, dass sich alle Menschen auf ihr wohlfühlen können. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich... (178,11)
Gott, sei uns gnädig, denn es fehlt uns an Erbarmen, wenn Menschen uns um Hilfe bitten; wir sehen weg, wenn Menschen, Frauen und Kinder, misshandelt werden; es ist uns gleichgültig, was mit unseren Mitmenschen geschieht. Schenke uns deine Barmherzigkeit, damit wir selbst barmherzig werden. Lass deine Liebe uns durchdringen, damit wir selbst lieben und zur Liebe anstiften. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich... (178,11)
Gott, sei uns gnädig, denn wir wollen unsere Ruhe haben , obwohl es unruhig ist um uns herum; wir haben keine Hoffnung, obwohl wir deine Kinder sind; wir haben vergessen, was es bedeutet, nach deinem Bild geschaffen zu sein. Schenke uns deine Ruhe, damit wir in der Unruhe zu Ruhestiftern werden. Lass uns die Hoffnung nicht aufgeben, dass du kommst, bald, vielleicht schon morgen, um uns heimzuholen. Lass uns unsere Würde wiedergewinnen, damit wir die Verantwortung, die du uns übertragen hast, in rechter Weise wahrnehmen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich... (178,11)
Dich rühmen wir, denn du lässt uns menschlich werden, weil du selbst Mensch geworden bist. Dir sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit. Amen
(Dieses Gebet ist auch für andere Perikopen an diesem Sonntag geeignet)

III - Eph 2, 4-10

Fürbittengebet:

Vor dich, gütiger Gott, bringen wir unsere Bitten für uns und die Welt.
Wir danken dir, dass du uns eine Zukunft zusagst, in der die irdischen Maßstäbe auf den Kopf gestellt sind, in der nicht Macht und Reichtum, sondern deine Liebe und Barmherzigkeit regieren.
Lass etwas von dieser Zukunft schon jetzt in unserer Welt sichtbar und spürbar werden.
Wir bitten dich für diejenigen, die im Schatten stehen, weil sich andere vor sie stellen: gib, dass sie nicht übersehen werden.
Wir bitten dich für die Traurigen, die das Leid dieser Welt niederdrückt, die vom Tod getroffen sind; gib, dass sie Trost und Lebensmut empfangen.
Wir bitten dich für die Tüchtigen, die meinen, alles selbst schaffen zu können: gib, dass sie ihren Lebensinhalt nicht nur im Tun finden, und dass sie erkennen, dass auch sie Geschöpfe sind, die von deiner Güte leben.
Wir bitten dich für die Erfolgreichen, all die, die sich tagein, tagaus um Gewinn und Expansion bemühen: gib, dass sie erkennen, dass sie nichts mitnehmen können, wenn ihre Stunde geschlagen hat, und dass sie andere teilhaben lassen an ihrem Erfolg.
Wir bitten dich für die Rechtschaffenen, die nichts falsch machen: gib, dass sie sich nichts einbilden, dass sie nicht überheblich werden, sondern so handeln, weil es selbstverständlich ist.
So kann die Zukunft, die du uns verheißen hast, schon jetzt erkennbar werden: wenn wir einander lieben, so, wie du uns geliebt hast durch Jesus Christus , deinen Sohn, der kommen wird, um zu richten die Lebenden und die Toten.
Amen

IV - 2. Sam 12, 1-10.13-15a

V - Lk 7, 36-50

VI - Gal 2, 16-21

M - 1. Sam 17, 38-51
Hiob 22, 21-30
Mt 23, 1-12

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