das Kirchenjahr

12. Sonntag nach Trinitatis

Die große Verwandlung

Proprium

Beschreibung:
Am 12. Sonntag nach Trinitatis denken wir nach über die Veränderungen,die mit Jesus in diese Welt gekommen sind. Es wird uns deutlich, dass eine neue Zeit angebrochen ist, die aber noch nicht ihre Erfüllung gefunden hat. Darum leben wir in einer Spannung, die uns antreibt, alles zu tun, was dem Kommen des Reiches Gottes dient.
Eingangsvotum:
Am 12. Sonntag nach Trinitatis hören wir die Geschichten von der Heilung eines Taubstummen und von der Bekehrung des Paulus. Beides macht uns deutlich, dass mit dem Kommen Jesu eine grundlegende Verwandlung geschehen ist, deren Früchte wir aber nur begrenzt erfahren; denn der Tag, an dem der Herr kommen und alles ans Licht bringen wird, ist noch nicht angebrochen. Solange wir auf diesen Tag warten, bauen wir aber mit am Reich Gottes mit den Gaben, die Gott uns gegeben hat.
Wochenspruch:
Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. (Jes 42, 3)
Wochenlied:
Nun lob mein Seel den Herren (EG 289)
Wir haben Gottes Spuren festgestellt (W-EG 648 / BEP-EG 665))
Liedvorschläge
Musikvideo zum ersten Wochenlied von Miguel-Pascal Schaar
Antiphon:
Lobsinget dem Herrn, ihr seine Heiligen, und preiset seinen heiligen Namen. (Ps 30, 5)
Halleluja-Vers:
Ich will den Herrn loben allezeit, sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. (Ps 34, 2)
Vorschläge zur Gottesdienstgestaltung:
Da sich dieser Tag mit "Verwandlung" befasst, wäre es vielleicht nicht schlecht, diese auch erfahrbar zu machen. Eine Verwandlung soll im Menschen selbst stattfinden. Darüber nachzudenken könnte durch eine ganz unübliche Aktion, wie z.B. das Wechseln der Plätze, provoziert werden. Dabei findet natürlich keine innere Verwandlung statt, sondern nur eine (geringfügige) der Umgebung. Der Mensch muss sich aber auf die neue Umgebung einstellen.
Kyriegebet:
Allmächtiger Gott, so oft zweifeln wir an deiner Macht und suchen nach Erklärungen, die alle nachvollziehen können. Vergib uns unseren Kleinglauben und schenke uns den Mut, dich als den, dem alle Macht gegeben ist, zu bekennen. Wir rufen dich an:
Kollektengebet:
Gott, himmlischer Vater. Du führst uns unseren Weg. Hilf, dass wir nicht abweichen, sondern stets vor Augen haben, was dein Wille ist, damit wir dich preisen vor allen Menschen. Durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und gepriesen wird in Ewigkeit. Amen
oder
Ewiger Gott, lass uns deinen Ruf hören in einer Welt, die so ganz erdgebunden ist. Lass uns die Nähe deines Reiches erfahren, damit wir nicht aufhören, deine Liebe weiterzugeben. Das bitten wir dich durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und wirkt in Ewigkeit.
Amen
oder
Gott, himmlischer Vater. Du greifst in unser Leben ein, indem du uns begegnest nach deinem Willen. Hilf, dass wir dieser Begegnung nicht ausweichen, sondern uns durch Deine Liebe verwandeln lassen, damit wir neue Menschen werden. Durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und gepriesen wird in Ewigkeit. Amen
Bach-Kantaten:
BWV 35 - Geist und Seele wird verwirret
BWV 69a - Lobe den Herren, meine Seele
BWV 137 - Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren
Liturgische Farbe:
grün

Biblische Texte (Perikopen)

Psalm:
147, 1-6.11
I:
Apg 3, 1-10 (Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!)
II:
1. Kor 3, 9-17 (Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.)
III:
Evangelium
Predigttext
Mk 7, 31-37 (Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend.)
IV:
Epistel
Apg 9, 1-20 (Sogleich fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er wurde wieder sehend.)
V:
Altes Testament
Jes 29, 17-24 (Sie werden den Heiligen Jakobs heiligen und den Gott Israels fürchten.)
VI:
Lk 13, 10-17 (Jesus legte die Hände auf sie; und sogleich richtete sie sich auf und pries Gott.)
M:
2. Kön 20, 1-11
Mk 8, 22-26
Apg 14, 8-18
Gal 1, 11-24