das Kirchenjahr

12. Sonntag nach Trinitatis

Die große Verwandlung

Gottesdienstentwurf
Der folgende Vorschlag soll vor allem denen, die ungeübt sind in der Gestaltung eines Gottesdienstes, eine Hilfe sein.

Gruß: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen [Je nach Gewohnheit und Möglichkeit im Wechsel mit der Gemeinde]
Der Spruch für den 12. Sonntag nach Trinitatis steht beim Propheten Jesaja im 42. Kapitel und lautet: Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.
Eingangslied: Mache dich, mein Geist, bereit (EG 387, 1-4)
Psalmgebet: Ps 147, 1-6.11
Liturg oder Gemeinde: Ehr sei dem Vater und dem Sohn... (EG 177.x)
Kyriegebet: Allmächtiger Gott, so oft zweifeln wir an deiner Macht und suchen nach Erklärungen, die alle nachvollziehen können. Vergib uns unseren Kleinglauben und schenke uns den Mut, dich als den, dem alle Macht gegeben ist, zu bekennen. Wir rufen dich an:
Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.
und/oder: Kyrie-Gesang (EG 178.x)
Liturg: Ehre sei Gott in der Höhe
Gemeinde: Allein Gott in der Höh sei Ehr (EG 179, 1)
oder
Liturg + Gemeinde im Wechsel: Ehre sei Gott in der Höhe (EG 180.1)
Kollektengebet: Ewiger Gott, lass uns deinen Ruf hören in einer Welt, die so ganz erdgebunden ist. Lass uns die Nähe deines Reiches erfahren, damit wir nicht aufhören, deine Liebe weiterzugeben. Das bitten wir dich durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und wirkt in Ewigkeit.
Amen
Wenn zwei Lesungen gehalten werden, hier fortfahren:
Lesung: Apg 9, 1-20 (Epistel)
Lied: Nun lob, mein Seel, den Herren (EG 289, 1.3.4)
Wenn nur eine Lesung gehalten wird, hier fortfahren:
Gesang: Halleluja
Halleluja-Vers (gesungen oder gesprochen): Ich will den Herrn loben allezeit, sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.
Gesang: Halleluja*
Lesung: Mk 7, 31-37 (Evangelium)
Lied: Was Gott tut, das ist wohlgetan (EG 372, 1.2.4.6)
Predigt/Ansprache/Meditation/Stille (Predigttext: Mk 7, 31-37)
Lied: Jesu, hilf siegen (EG 373, 1-3.5)
Fürbitte
Himmlischer Vater, du willst uns zur Vollkommenheit führen. Dafür danken wir dir. Aber noch sind wir in dieser Welt, die uns immer wieder herausfordert. Wir sind bedrückt über unser eigenes Leid und über das Leid anderer Menschen. Darum rufen wir zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich... (178,11)
Du willst uns zur Vollkommenheit führen. Doch bedrückt uns, dass so viele Menschen in größter Armut leben und nicht wissen, ob sie am nächsten Tag zu essen haben werden. Wir wollen etwas dagegen tun, wissen aber nicht, wie. Spenden scheinen in einem bodenlosen Fass zu versickern. Darum bitten wir dich: zeige uns Wege, diesen Zustand zu ändern. Lass uns nicht wegsehen, sondern hinschauen und andere Menschen auf das Elend aufmerksam machen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich... (178,11)
Du willst uns zur Vollkommenheit führen. Doch zeigen uns die Naturgewalten immer wieder unsere Grenzen. Unzählige Menschen sind durch Flutkatastrophen ums Leben gekommen, noch viel mehr haben ihr Hab und Gut verloren, nicht nur in unserem Land, sondern in der ganzen Welt. Wir stehen der Gewalt der Natur machtlos gegenüber und begreifen nur langsam, dass wir nicht alles unter Kontrolle haben. Darum bitten wir dich: sei du bei denen, die trauern, weil sie liebe Menschen verloren haben, und stärke jene, die alles verloren haben, was sie ihr Eigen nannten. Lass uns neue Wege finden, zu helfen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich... (178,11)
Du willst uns zur Vollkommenheit führen. Doch führt uns der Tod immer wieder vor Augen, dass wir nicht vollkommen sind. Darum bitten wir dich für das verstorbene Gemeindeglied, dass du ihm gnädig bist und ihn gnädig in dein Reich aufnimmst. Lass uns immer wieder daran denken, dass wir sterben müssen, damit wir klug werden. Sei du bei uns mit deinem Trost, wenn uns der Tod von lieben Menschen trennt. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich... (178,11)
Auf dich setzen wir unsere Hoffnung, denn du bist der Erhabene, und doch so nah. Wir preisen dich mit allen Engeln und allen, die uns vorausgegangen sind in dein Reich. Dir sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit. Amen Dich rühmen wir, denn du lässt uns menschlich werden, weil du selbst Mensch geworden bist. Dir sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit.
Amen
Vaterunser
Segen: Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige, Vater, Sohn und Heiliger Geist. oder
Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig, Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Schlusslied: Wohl mir, ich bitt in Jesu Namen (EG 328,7)

Es bleibt jedem überlassen, den Vorschlag den Gegebenheiten anzupassen.

Rechtliche Hinweise:
Wenn man einen Gottesdienst als Video oder Ton aufnimmt und im Internet verfügbar macht, muss man das Urheberrecht beachten. Die hier gemachten Liedvorschläge sollten diesbezüglich kein Problem darstellen, da sie nach geltendem Urheberrecht rechtefrei sind (der Autor muss länger als 70 Jahre verstorben sein). Die Gebetstexte stammen von mir und dürfen genutzt werden.
Gottesdienste, die auf YouTube eingestellt werden, sollten auch mit anderen Liedern abgedeckt sein, da die EKD einen Rahmenvertrag mit der GEMA für Veröffentlichungen auf YouTube geschlossen hat. Eine Rückversicherung bei der Rechtsabteilung der eigenen Landeskirche empfiehlt sich dennoch. Bei Veröffentlichung des virtuellen Gottesdienstes auf der Webseite der Gemeinde ist es gut, sich auf das hier vorgeschlagene Liedgut (oder andere Lieder, die nicht mehr urheberrechtsgeschützt sind) zu beschränken.

*Das „Halleluja” steht bewusst unmittelbar vor der Evangeliumslesung, denn es leitet das Evangelium ein und schließt nicht, wie in den vergangenen Jahrzehnten üblich geworden, die Epistellesung ab.