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16. Sonntag nach Trinitatis
Das Unvergängliche* - Predigttexte

Proprium | Predigtanregung | Predigttext | Liedvorschläge | Gebete | Predigten

Der 16. Sonntag nach Trinitatis ist geprägt vom Evangelium von der Auferweckung des Lazarus. In dieser Geschichte sowie in den Epistellesungen wird deutlich, dass mit Jesus weit mehr gekommen ist als nur ein großer Prediger. Er hat das Leben in diese Welt gebracht und den Tod besiegt. Dieser Sieg wird schon durch sein Handeln auf Erden sichtbar.

Zu den Perikopen

  1. Joh 11, 1 (2) 3.17-27 (41-45)
    Joh 11, 1-4.17-27.40-45 (W)
    Joh 11, 1 (2) 3.17-27. 41-45 (EKHN)
    Rev. 2014: Hebr 10, 35-36(37-38)39 (s. Reine VI)

    Präfamen:
    Das Leben ist kurz. Wir fragen uns, ob das alles sein kann - 70 oder 80 Jahre, manchmal noch ein paar Jahre mehr, manchmal weniger. Wer denkt noch an uns in 100 Jahren? Darum versuchen wir, etwas aus unserem Leben zu machen, ihm eine Bedeutung, einen Sinn zu geben. Einen Sinn hat uns Gott gegeben: er hat den Tod besiegt, diese scheinbar unüberwindliche Grenze. Und er hat es uns gezeigt, nicht nur in der Auferstehung Jesu, sondern auch schon zuvor. So hört die Erzählung von der Auferweckung des Lazarus, wie sie geschrieben steht im Evangelium nach Johannes im 11. Kapitel:
    oder:
    Der Tod scheint eine unüberwindliche Grenze darzustellen. So war es, bis Jesus diese Vorstellung auf den Kopf gestellt hat. Plötzlich war der Tod nicht mehr das Letzte, sondern die Kraft Gottes wurde in Jesus Christus offenbar: er erweckte Menschen von den Toten, er besiegte den Tod. Eindrücklich schildert uns Johannes, wie Jesus Lazarus auferweckt, der schon drei Tage tot ist. So steht geschrieben in seinem Evangelium im 11. Kapitel:

    Es lag aber einer krank, Lazarus aus Betanien, dem Dorf Marias und ihrer Schwester Marta. 2 Maria aber war es, die den Herrn mit Salböl gesalbt und seine Füße mit ihrem Haar getrocknet hatte. Deren Bruder Lazarus war krank. 3 Da sandten die Schwestern zu Jesus und ließen ihm sagen: Herr, siehe, der, den du lieb hast, liegt krank.
    17 Als Jesus kam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grabe liegen. 18 Betanien aber war nahe bei Jerusalem, etwa eine halbe Stunde entfernt. 19 Und viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, sie zu trösten wegen ihres Bruders.
    20 Als Marta nun hörte, dass Jesus kommt, geht sie ihm entgegen; Maria aber blieb daheim sitzen. 21 Da sprach Marta zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben. 22 Aber auch jetzt weiß ich: Was du bittest von Gott, das wird dir Gott geben. 23 Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. 24 Marta spricht zu ihm: Ich weiß wohl, dass er auferstehen wird - bei der Auferstehung am Jüngsten Tage. 25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; 26 und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das? 27 Sie spricht zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt gekommen ist.
    40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen? 41 Da hoben sie den Stein weg. Jesus aber hob seine Augen auf und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. 42 Ich weiß, dass du mich allezeit hörst; aber um des Volkes willen, das umhersteht, sage ich's, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast. 43 Als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! 44 Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtüchern an Füßen und Händen, und sein Gesicht war verhüllt mit einem Schweißtuch. Jesus spricht zu ihnen: Löst die Binden und laßt ihn gehen! 45 Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus tat, glaubten an ihn.

    Predigtanregung

  2. 2. Tim 1, 7-10
    Rev. 2014: 2. Kön 4, 18-37

    Präfamen:
    Christen sind keine Angsthasen, denn Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen. Darum fürchten sie sich nicht, weiter zu sagen, was sie von ihren Vorfahren gelernt haben. Sie geben den Glauben weiter, getrieben von dem Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. So schreibt der Apostel Paulus im 2. Brief an Timotheus im 1. Kapitel:

    Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 8 Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit mir für das Evangelium in der Kraft Gottes. 9 Er hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Ratschluss und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt, 10 jetzt aber offenbart ist durch die Erscheinung unseres Heilands Christus Jesus, der dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium.

    [Die Perikopenrevision von 2014 sieht folgenden Text vor:] 2. Kön 4, 18-37
    Als aber das Kind groß wurde, begab es sich, dass es hinaus zu seinem Vater zu den Schnittern ging 19 und sprach zu seinem Vater: O mein Kopf, mein Kopf! Er sprach zu einem Knecht: Bringe ihn zu seiner Mutter! 20 Und der nahm ihn und brachte ihn hinein zu seiner Mutter und sie setzte ihn auf ihren Schoß bis zum Mittag; da starb er.
    21 Und sie ging hinauf und legte ihn aufs Bett des Mannes Gottes, schloss zu und ging hinaus 22 und rief ihren Mann und sprach: Schicke mir einen der Knechte und eine Eselin; ich will eilends zu dem Mann Gottes und bald zurückkommen. 23 Er sprach: Warum willst du zu ihm? Ist doch heute weder Neumond noch Sabbat. Sie sprach: Lass es gut sein! 24 Und sie sattelte die Eselin und sprach zum Knecht: Treib an und halte mich nicht auf beim Reiten, bis ich dir's sage! 25 So zog sie hin und kam zu dem Mann Gottes auf den Berg Karmel.
    Als aber der Mann Gottes sie kommen sah, sprach er zu seinem Diener Gehasi: Siehe, die Schunemiterin ist da!
    26 So lauf ihr nun entgegen und frage sie, ob es ihr, ihrem Mann und ihrem Sohn gut gehe. Sie sprach: Gut! 27 Als sie aber zu dem Mann Gottes auf den Berg kam, umfing sie seine Füße; Gehasi aber trat herzu, um sie wegzustoßen. Aber der Mann Gottes sprach: Lass sie, denn ihre Seele ist betrübt, und der HERR hat mir's verborgen und nicht kundgetan! 28 Sie sprach: Wann hab ich einen Sohn erbeten von meinem Herrn? Sagte ich nicht, du solltest mich nicht täuschen?
    29 Er sprach zu Gehasi: Gürte deine Lenden und nimm meinen Stab in deine Hand und geh hin, und wenn dir jemand begegnet, so grüße ihn nicht, und grüßt dich jemand, so danke ihm nicht, und lege meinen Stab auf des Knaben Antlitz. 30 Aber die Mutter des Knaben sprach: So wahr der HERR lebt und so wahr du lebst: Ich lasse nicht von dir! Da machte er sich auf und ging ihr nach. 31 Gehasi aber ging vor ihnen hin und legte den Stab dem Knaben aufs Antlitz: da war aber keine Stimme und kein Empfinden. Und er ging zurück Elisa entgegen und sagte ihm: Der Knabe ist nicht aufgewacht.
    32 Und als Elisa ins Haus kam, siehe, da lag der Knabe tot auf seinem Bett. 33 Und er ging hinein und schloss die Tür hinter sich zu und betete zu dem HERRN 34 und stieg aufs Bett und legte sich auf das Kind und legte seinen Mund auf des Kindes Mund und seine Augen auf dessen Augen und seine Hände auf dessen Hände und breitete sich so über ihn; da wurde des Kindes Leib warm. 35 Er aber stand wieder auf und ging im Haus einmal hierhin und dahin und stieg wieder aufs Bett und breitete sich über ihn. Da nieste der Knabe sieben Mal; danach tat der Knabe seine Augen auf.
    36 Und Elisa rief Gehasi und sprach: Ruf die Schunemiterin! Und als er sie rief, kam sie hinein zu ihm. Er sprach: Da, nimm hin deinen Sohn! 37 Da kam sie und fiel nieder zu seinen Füßen und neigte sich zur Erde und nahm ihren Sohn und ging hinaus.

    Predigtanregung

  3. Klgl 3, 22-26.31-32
    Rev. 2014: Joh 11, 1(2)3.17-27(28-38a)38b-45 (Evangeliumslesung - s. auch Reihe I)

    Präfamen:
    Wenn Menschen in Not sind, beginnen sie wieder, nach Gott zu fragen. Das Volk Israel hat sich in solchen Situationen immer wieder gesagt: Gott ist da, er ist treu, denn er hat mit uns einen Bund geschlossen, von dem er nicht abweichen wird, selbst dann nicht, wenn wir untreu werden. Diese Treue hat Gott tatsächlich gehalten, eben weil das Volk Israel sich immer wieder an den Bund erinnert hat. So hört, wie geschrieben steht im Buch der Klagelieder Jeremias im 3. Kapitel:
    oder:
    Geduld ist eine Tugend. Wenn es scheint, dass Gott auf sich warten lässt, dann ist es gut, sich bewusst zu machen, dass er uns auch in kleinen Dingen ganz nahe sein kann. Und auch, wenn wir uns in Not befinden und Gottes Hilfe und Schutz erbitten, dann ist es gut, sich auf seine große Güte zu verlassen und ihm zu vertrauen. So lesen wir in den Klageliedern des Jeremia im 3. Kapitel:

    Die Güte des Herrn ist's, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. Der Herr ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen. Denn der Herr ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt. Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des Herrn hoffen. Denn der Herr verstößt nicht ewig; sondern er betrübt wohl und erbarmt sich wieder nach seiner großen Güte.

    [Die Perikopenrevision von 2014 sieht folgenden Text vor:] Joh 11, 1(2)3.17-27(28-38a)38b-45
    Es lag aber einer krank, Lazarus aus Betanien, dem Dorf Marias und ihrer Schwester Marta. 2 Maria aber war es, die den Herrn mit Salböl gesalbt und seine Füße mit ihrem Haar getrocknet hatte. Deren Bruder Lazarus war krank. 3 Da sandten die Schwestern zu Jesus und ließen ihm sagen: Herr, siehe, der, den du lieb hast, liegt krank.
    17 Als Jesus kam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grabe liegen. 18 Betanien aber war nahe bei Jerusalem, etwa eine halbe Stunde entfernt. 19 Und viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, sie zu trösten wegen ihres Bruders.
    20 Als Marta nun hörte, dass Jesus kommt, geht sie ihm entgegen; Maria aber blieb daheim sitzen. 21 Da sprach Marta zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben. 22 Aber auch jetzt weiß ich: Was du bittest von Gott, das wird dir Gott geben. 23 Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. 24 Marta spricht zu ihm: Ich weiß wohl, dass er auferstehen wird - bei der Auferstehung am Jüngsten Tage. 25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; 26 und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das? 27 Sie spricht zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt gekommen ist.
    28 Und als sie das gesagt hatte, ging sie hin und rief ihre Schwester Maria heimlich und sprach zu ihr: Der Meister ist da und ruft dich. 29 Als Maria das hörte, stand sie eilend auf und kam zu ihm. 30 Jesus aber war noch nicht in das Dorf gekommen, sondern war noch dort, wo ihm Marta begegnet war. 31 Als die Juden, die bei ihr im Hause waren und sie trösteten, sahen, dass Maria eilend aufstand und hinausging, folgten sie ihr, weil sie dachten: Sie geht zum Grab, um dort zu weinen.
    32 Als nun Maria dahin kam, wo Jesus war, und sah ihn, fiel sie ihm zu Füßen und sprach zu ihm: Herr, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben. 33 Als Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten, die mit ihr gekommen waren, ergrimmte er im Geist und wurde sehr betrübt 34 und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie antworteten ihm: Herr, komm und sieh es! 35 Und Jesus gingen die Augen über. 36 Da sprachen die Juden: Siehe, wie hat er ihn lieb gehabt! 37 Einige aber unter ihnen sprachen: Er hat dem Blinden die Augen aufgetan; konnte er nicht auch machen, dass dieser nicht sterben musste? 38 Da ergrimmte Jesus abermals und kam zum Grab.
    Es war aber eine Höhle und ein Stein lag davor. 39 Jesus sprach: Hebt den Stein weg! Spricht zu ihm Marta, die Schwester des Verstorbenen: Herr, er stinkt schon; denn er liegt seit vier Tagen.
    40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen? 41 Da hoben sie den Stein weg. Jesus aber hob seine Augen auf und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. 42 Ich weiß, dass du mich allezeit hörst; aber um des Volkes willen, das umhersteht, sage ich&#ausweglos erscheinenden Situation befindet. Eigentlich müsste es schon zu Ende sein. Die Tatsache, dass es (noch) nicht so ist, ist einzig der "Güte des Herrn" zuzuschreiben.
    Die Erfahrung einer ausweglosen Situation machen wir alle in unserem Leben, sie taucht aber gerade im Alltag eines Pfarrers immer wieder auf. Vielen erscheint das Gebet sinnlos, weil keine Antwort zu kommen scheint. Viele Menschen glauben, auch wenn sie zur Kirche gehören, dass Gott entweder weit entfernt ist oder gar nicht existiert.
    Dieser Text geht das Leben von der anderen Seite her an: Wenn die Güte Gottes nicht wäre, wäre alles noch viel schlimmer. Der Verfasser regt sich nicht über unbeantwortete Gebete auf, sondern geht ganz selbstverständlich vom Handeln Gottes aus, das allerdings kein "Superleben" garantiert. Aber es steht fest, dass Gott treu ist und barmherzig, und dass beides nicht abnimmt. Auch wenn er dies in der bestehenden Situation nicht erfährt, so glaubt er doch daran und hält daran fest.
    Weiter folgt der Lobpreis der Geduld, wie man die Verse 24 bis 26 betiteln könnte. Klar, der Verfasser weiß wohl, dass es zunehmend schwerer wird, an Gott zu glauben, je länger man keine Besserung verspürt. Er preist die Geduld, denn in der Geduld selbst schon findet der Mensch Frieden.
    Mit den letzten zwei Versen wird dies unterstrichen: der Herr verstößt nicht ewig. Selbst das schlimmste Übel wird irgendwann vergehen, Gott wird einen nicht ewig in der großen Not lassen.
    Wichtig ist wohl der Gedanke, dass das Bedrückende auch von Gott kommt. Es wird hier aber nicht als "Test" beschrieben. Dieser Gedanke ist wichtig, weil wir dazu neigen, Gott den Teufel gegenüber zu stellen, als sei der Teufel eine selbständige Macht, die sich gegen Gott durchsetzen könnte. Diesen Gedanken verwirft der Verfasser. Er ist überzeugt, dass es keinen Stärkeren als Gott selbst gibt, und da Gottes herausragendes Charakteristikum seine Güte und Barmherzigkeit ist, gibt es eben nichts besseres, als in seiner Hand zu sein.
    Der Zusammenhang zum Thema ergibt sich daraus, dass der Verfasser die Hoffnung nicht aufgibt, dass er davon überzeugt ist, dass die Güte und Barmherzigkeit Gottes unvergänglich sind. Beharrlich hält er daran fest, voller Zuversicht, dass die von ihm gesandte Betrübnis vorübergehen wird.
    Für die Predigt wäre vor allem der Aspekt der Geduld im Leiden wichtig, die belohnt wird. Wie der Lohn aussieht, wird nicht definiert. In gewisser Weise hat der Verfasser aber schon einen Lohn, wenn er sagt, dass der Herr sein Teil ist. Die Barmherzigkeit Gottes nimmt vielfältige Gestalt an. Wichtig ist für uns, dass wir mit dem Verfasser sagen können: "Der Herr ist mein Teil", selbst wenn wir in einer ausweglosen Situation stecken oder wenn wir je39;s, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.
    43 Als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! 44 Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtüchern an Füßen und Händen, und sein Gesicht war verhüllt mit einem Schweißtuch. Jesus spricht zu ihnen: Löst die Binden und laßt ihn gehen! 45 Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus tat, glaubten an ihn.

    Predigtanregung

  4. Apg 12, 1-11
    Rev. 2014: 2. Tim 1, 7-10 (Epistellesung - s. Reihe II)

    Um diese Zeit legte der König Herodes Hand an einige von der Gemeinde, sie zu mißhandeln. 2 Er tötete aber aJakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert.
    3 Und als er sah, dass es den Juden gefiel, fuhr er fort und nahm auch Petrus gefangen. Es waren aber eben die Tage der Ungesäuerten Brote. 4 Als er ihn nun ergriffen hatte, warf er ihn ins Gefängnis und überantwortete ihn vier Wachen von je vier Soldaten, ihn zu bewachen. Denn er gedachte, ihn nach dem Fest vor das Volk zu stellen. 5 So wurde nun Petrus im Gefängnis festgehalten; aber die Gemeinde betete ohne Aufhören für ihn zu Gott. 6 Und in jener Nacht, als ihn Herodes vorführen lassen wollte, schlief Petrus zwischen zwei Soldaten, mit zwei Ketten gefesselt, und die Wachen vor der Tür bewachten das Gefängnis. 7 Und siehe, der Engel des Herrn kam herein, und Licht leuchtete auf in dem Raum; und er stieß Petrus in die Seite und weckte ihn und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Händen. 8 Und der Engel sprach zu ihm: Gürte dich und zieh deine Schuhe an! Und er tat es. Und er sprach zu ihm: Wirf deinen Mantel um und folge mir! 9 Und er ging hinaus und folgte ihm und wußte nicht, dass ihm das wahrhaftig geschehe durch den Engel, sondern meinte, eine Erscheinung zu sehen. 10 Sie gingen aber durch die erste und zweite Wache und kamen zu dem eisernen Tor, das zur Stadt führt; das tat sich ihnen von selber auf. Und sie traten hinaus und gingen eine Straße weit, und alsbald verließ ihn der Engel. 11 Und als Petrus zu sich gekommen war, sprach er: Nun weiß ich wahrhaftig, dass der Herr seinen Engel gesandt und mich aus der Hand des Herodes errettet hat und von allem, was das jüdische Volk erwartete.

    Predigtanregung

  5. Lk 7, 11-16
    Rev. 2014: Klgl 3, 22-26.31-32 (alttestamentliche Lesung - s. Reihe III)

    Und es begab sich danach, dass Jesus in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seine Jünger gingen mit ihm und eine große Menge. 12 Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der der einzige Sohn seiner Mutter war, und sie war eine Witwe; und eine große Menge aus der Stadt ging mit ihr. 13 Und als sie der Herr sah, jammerte sie ihn und er sprach zu ihr: Weine nicht! 14 Und trat hinzu und berührte den Sarg, und die Träger blieben stehen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf! 15 Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden, und Jesus gab ihn seiner Mutter.
    16 Und Furcht ergriff sie alle, und sie priesen Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und: Gott hat sein Volk besucht.

    Predigtanregung

  6. Hebr 10, 35-36 (37-38) 39
    Hebr 10, 35-39 (W)
    Rev. 2014: Lk 7, 11-17 (s. auch Reihe V)

    Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. 36 Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt. 37 »Denn nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und wird nicht lange ausbleiben. 38 Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben. Wenn er aber zurückweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm« (Habakuk 2,3.4). 39 Wir aber sind nicht von denen, die zurückweichen und verdammt werden, sondern von denen, die glauben und die Seele erretten.

    Predigtanregung

  1. Marginaltexte:
    Jes 38, 9-20 (nicht in Rev. 2014)
    Rev. 2014: Apg 12, 1-11
    Röm 4, 18-25

    folgt später

    Predigtanregung

    Zuletzt überarbeitet: 20 September 2015
    © Copyright 1998-2015 by Martin Senftleben

    Bibeltexte: © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
    Alle Rechte vorbehalten.
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