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16. Sonntag nach Trinitatis
Das Unvergängliche* - Predigtanregung

Proprium | Predigtanregung | Predigttext | Liedvorschläge | Gebete | Predigten

Der 16. Sonntag nach Trinitatis ist geprägt vom Evangelium von der Auferweckung des Lazarus. In dieser Geschichte sowie in den Epistellesungen wird deutlich, dass mit Jesus weit mehr gekommen ist als nur ein großer Prediger. Er hat das Leben in diese Welt gebracht und den Tod besiegt. Dieser Sieg wird schon durch sein Handeln auf Erden sichtbar.

IV - Apg 12, 1-11
Rev. 2014: 2. Tim 1, 7-10 (Epistellesung - s. Reihe II)

Um diese Zeit legte der König Herodes Hand an einige von der Gemeinde, sie zu mißhandeln. 2 Er tötete aber aJakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert.
3 Und als er sah, dass es den Juden gefiel, fuhr er fort und nahm auch Petrus gefangen. Es waren aber eben die Tage der Ungesäuerten Brote. 4 Als er ihn nun ergriffen hatte, warf er ihn ins Gefängnis und überantwortete ihn vier Wachen von je vier Soldaten, ihn zu bewachen. Denn er gedachte, ihn nach dem Fest vor das Volk zu stellen. 5 So wurde nun Petrus im Gefängnis festgehalten; aber die Gemeinde betete ohne Aufhören für ihn zu Gott. 6 Und in jener Nacht, als ihn Herodes vorführen lassen wollte, schlief Petrus zwischen zwei Soldaten, mit zwei Ketten gefesselt, und die Wachen vor der Tür bewachten das Gefängnis. 7 Und siehe, der Engel des Herrn kam herein, und Licht leuchtete auf in dem Raum; und er stieß Petrus in die Seite und weckte ihn und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Händen. 8 Und der Engel sprach zu ihm: Gürte dich und zieh deine Schuhe an! Und er tat es. Und er sprach zu ihm: Wirf deinen Mantel um und folge mir! 9 Und er ging hinaus und folgte ihm und wußte nicht, dass ihm das wahrhaftig geschehe durch den Engel, sondern meinte, eine Erscheinung zu sehen. 10 Sie gingen aber durch die erste und zweite Wache und kamen zu dem eisernen Tor, das zur Stadt führt; das tat sich ihnen von selber auf. Und sie traten hinaus und gingen eine Straße weit, und alsbald verließ ihn der Engel. 11 Und als Petrus zu sich gekommen war, sprach er: Nun weiß ich wahrhaftig, dass der Herr seinen Engel gesandt und mich aus der Hand des Herodes errettet hat und von allem, was das jüdische Volk erwartete.

Die Apostelgeschichte lässt das Leben der urchristlichen Gemeinde lebendig werden. Doch wenn wir sie lesen, dürfen wir nicht vergessen, dass sie ein bestimmtes Ziel verfolgte.
In dieser Erzählung wird davon berichtet, dass Herodes eine erste Verfolgung der Christen begann. Dieser Verfolgung fällt Jakobus der Ältere zum Opfer, was aber fast wie eine Nebensache erwähnt wird.
Herodes verfolgte die Christen offenbar nur, um dem jüdischen Volk zu gefallen, das sich immer wieder an der Sekte der Christen ärgerte. Offenbar war Petrus als Führer der Gemeinde in Jerusalem schon bekannt, so wurde also auch er gefangen genommen. Dass seine Bedeutung bereits bekannt war, wird durch die hohe Zahl der Wachen (vier mal vier) unterstrichen. Jedoch können wir hier annehmen, dass es eher nicht so viele waren; der Autor will vermutlich vor allem das Besondere des Wunders, das sich hernach ereignete, verstärken.
Diesem Wunder widmet sich der größere Teil der Erzählung (Verse 3-11). Sehr detailliert beschreibt Lukas, wie der Engel Petrus befreit. Petrus selbst kommt es vor wie ein Traum ("eine Erscheinung", V. 9), er hatte nicht erwartet, befreit zu werden. Man kann versuchen, dieses Wunder ganz "weltlich" zu erklären: ein Hauptmann, der der Wache vorstand, war vielleicht Christ geworden und hatte die Flucht des Petrus entsprechend vorbereitet. Aber auch wenn die Geschichte so erklärt werden kann, wird man sich nicht erwehren können, in dem ganzen Vorgang ein Wunder zu erkennen: Gott gebrauchte diesen Menschen, um Petrus zu befreien, so wie er Engel gebraucht. Die Chancen für Petrus, wieder befreit zu werden, waren äußerst gering.
Der kirchenjahreszeitliche Zusammenhang wird nicht auf Anhieb deutlich. Was hat diese Erzählung mit dem "Unvergänglichen" zu tun? Wird hier neues Leben geschenkt? Sicher, wenn man bedenkt, dass Petrus dem Tod geweiht war. Aber sollte man hier nicht vielmehr das Wirken des Geistes Gottes erkennen, der selbst unvergänglich ist? Das Evangelium bahnt sich den Weg, das ist der Tenor der Apostelgeschichte. Es beweist seine Stärke und Unvergänglichkeit gerade dadurch, dass es sich bis an die Enden der Erde ausbreitet. So werden wir wohl den kirchenjahreszeitlichen Zusammenhang vor allem darin erkennen, dass das Evangelium nicht durch weltliche Macht aufgehalten werden kann. Ein Thema, das durchaus heute wieder aktuell wird.
In der Predigt muss diese Aktualität allerdings erst vor Augen geführt werden. Es gibt viele Mächte, die sich gegen das Evangelium stellen, allen voran wohl das Verlangen nach Konsum. In unserer Gesellschaft ist man selten glücklich, wenn man nicht immer und immer Neues konsumieren kann. Das Evangelium ist in dem Sinne "altmodisch", als es uns dazu aufruft, 'ewige', d.h. unvergängliche, Werte, die durch Jesus Christus erneut vor Augen geführt wurden, zu erkennen und zu erhalten.
Eine Predigt, die dies betonen will, darf dabei freilich nicht in nostalgisches Schwärmen ("Früher war das alles viel besser...") geraten. Es gilt, festzuhalten, was uns gegeben ist, und festzustellen, dass das Evangelium im Strom der Zeiten Bestand hat, auch wenn es sich den Zeiten anpasst. Denn das Evangelium macht frei, wobei es wichtig ist, dass diese Freiheit nie zum Schaden anderer ausgenutzt werden darf. Gerade diese Einschränkung neigen wir oft, zu vergessen.

Liedvorschläge zur Predigt:


Von Gott will ich nicht lassen (EG 365)
In dir ist Freude (EG 398)
Welcher Engel wird uns sagen (EG 559)
Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe (EG 638;EG-NB 585)
*Fürchte dich nicht (EG-NB 595)

Fürbittengebet

Himmlischer Vater, du hast uns zum Leben berufen. Dafür danken wir dir. Wir bitten dich: Sende deinen Engel zu uns, damit er uns befreit aus der Gefangenschaft des Todes. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Menschen sind im Tod gefangen, weil sie nicht mehr teilen können, sondern mehr und mehr für sich haben wollen. Wir bitten dich: erwecke sie zum Leben. Mache sie bereit, von ihrem Überfluss abzugeben. Hilf uns, aufmerksam zu machen auf die Not der Armen in dieser Welt. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Menschen sind im Tod gefangen, weil sie nicht mehr Liebe weitergeben können, sondern nur sich selbst lieben. Wir bitten dich: erwecke sie zum Leben. Lass sie deine Liebe erkennen, damit sie selbst fähig werden, zu lieben. Hilf uns, zu Boten deiner Liebe zu werden. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Menschen sind im Tod gefangen, weil sie Dich nicht erkennen, sondern unter den Schmerzen dieser Welt leiden. Wir bitten dich: erwecke sie zum Leben. Tröste, die einen lieben Menschen verloren haben, und segne die Sterbenden. Mache den Kranken Mut und gib ihnen Kraft, in allem deinen guten Willen zu erkennen. Hilf uns, zu trösten, wo der Tod übermächtig geworden ist. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Dir vertrauen wir uns an, Gott, bei allen Mühen und allen Freuden, die uns das Leben schenkt. Durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen

Die Anregungen für alle Predigtreihen

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Zuletzt überarbeitet: 20 September 2015
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