Am 12. Sonntag nach Trinitatis denken wir nach über die Veränderungen,die mit Jesus in diese Welt gekommen sind.
Es wird uns deutlich, dass eine neue Zeit angebrochen ist, die aber noch nicht ihre Erfüllung gefunden hat. Darum leben wir in einer Spannung, die uns
antreibt, alles zu tun, was dem Kommen des Reiches Gottes dient.
Eingangsvotum:
Am 12. Sonntag nach Trinitatis hören wir die Geschichten von der Heilung eines Taubstummen und von der Bekehrung des Paulus.
Beides macht uns deutlich, dass mit dem Kommen Jesu eine grundlegende Verwandlung geschehen ist, deren Früchte wir aber nur begrenzt
erfahren; denn der Tag, an dem der Herr kommen und alles ans Licht bringen wird, ist noch nicht angebrochen. Solange wir auf diesen Tag warten,
bauen wir aber mit am Reich Gottes mit den Gaben, die Gott uns gegeben hat.
Wochenspruch:
Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. (Jes 42, 3)
Lobsinget dem Herrn, ihr seine Heiligen, und preiset seinen heiligen Namen. (Ps 30, 5)
Halleluja-Vers:
Ich will den Herrn loben allezeit, sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. (Ps 34, 2)
Vorschläge zur Gottesdienstgestaltung:
Da sich dieser Tag mit "Verwandlung" befasst, wäre es vielleicht nicht schlecht, diese auch erfahrbar
zu machen. Eine Verwandlung soll im Menschen selbst stattfinden. Darüber nachzudenken könnte durch eine ganz
unübliche Aktion, wie z.B. das Wechseln der Plätze, provoziert werden. Dabei findet natürlich keine innere
Verwandlung statt, sondern nur eine (geringfügige) der Umgebung. Der Mensch muss sich aber auf die neue Umgebung einstellen.
Kollektengebet:
Gott, himmlischer Vater. Du führst uns unseren Weg. Hilf, dass wir nicht abweichen, sondern stets vor Augen haben, was dein Wille ist,
damit wir dich preisen vor allen Menschen. Durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt
und gepriesen wird in Ewigkeit. Amen oder
Ewiger Gott, lass uns deinen Ruf hören in einer Welt, die so ganz erdgebunden ist. Lass uns die Nähe deines Reiches erfahren, damit wir nicht aufhören,
deine Liebe weiterzugeben. Das bitten wir dich durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und wirkt in Ewigkeit.
Amen
Bach-Kantaten:
BWV 35 - Geist und Seele wird verwirret BWV 69a - Lobe den Herren, meine Seele
BWV 137 - Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren