Der 1. Sonntag nach Trinitatis hat die Apostel und Propheten zum
Thema. Gott sendet und wählt einzelne Personen, die er mit einem Auftrag ausstattet.
Diese Personen sollen Gottes Botschaft weitertragen. Oft ist diese nicht einfach,
sondern anstössig, so dass die Personen immer wieder auf Widerstand stoßen.
Dennoch oder eher gerade deswegen gehören Apostel und Propheten zum Gesamtbild
des christlichen Glaubens, denn sie helfen, sich auf Gottes Willen zu besinnen.
Allerdings muss man sich hüten vor "falschen Propheten", die
den Glauben an die Existenz solcher Menschen mißbrauchen und schamlos ausnutzen.
Eingangsvotum:
A: Am 1. Sonntag nach Trinitatis hören wir im Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus den Hinweis auf die Propheten,
die die Lebenden zu hören nicht bereit waren und auch heute oft nicht bereit sind. Auch wir verschließen oft unsere Ohren vor den wahren Propheten und
neigen sie gern falschen Propheten zu. Aber das Wort Gottes läßt nicht zu, dass wir gänzlich abirren, sondern holt uns zurück und stellt uns
in seinen Dienst. So sind auch wir Gesandte (= Apostel) des Herrn. B: Dieser Sonntag hat die Apostel und Propheten zum Thema. Apostel und Propheten, das sind Menschen, die Gott berufen hat, damit sie seine
Werkzeuge werden. Das macht sie aber nicht zu besonderen Menschen. Sie sind vielmehr Vorbilder, die uns den Weg zeigen, den Gott für uns bereitet hat; es ist
der gleiche Weg, den diese Apostel und Propheten vor uns gegangen sind. Es ist der Weg Gottes, es ist der Weg des Lebens.
Wochenspruch:
Christus spricht zu seinen Jüngern: Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich. (Lk 10, 16)
Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. (Ps 106, 1)
Halleluja-Vers:
Deine Mahnungen, Herr, sind gerecht in Ewigkeit; unterweise mich, so lebe ich. (Ps 119, 144)
Vorschläge zur Gottesdienstgestaltung:
Es ließe sich für diesen Gottesdienst ein Anspiel vielleicht
der Jugend einflechten, in dem die im alttestamentlichen Text genannte Prophetenfigur dargestellt wird.
Man könnte auch versuchen, das Anspiel anstelle der Predigt vorzuführen
und dann inhaltlich zur Interpretation des Predigttextes zu verwenden.
Kollektengebet:
Gott des Lebens, durch Menschen, die du berufen hast, erfahren wir deinen Willen.
Öffne unsere Herzen, damit wir dein Wort hören, das du durch sie zu uns
sprichst. Öffne unsere Augen, damit wir den Weg erkennen, den andere vor uns
gegangen sind und der uns zum ewigen Leben führt. Durch Jesus Christus, deinen
Sohn, unserem Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit.
Amen
Bach-Kantaten:
BWV 20 - O Ewigkeit, du Donnerwort BWV 39 - Brich dem Hungrigen dein Brot BWV 75 Die Elenden sollen essen-