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3. Sonntag nach Trinitatis
Das Wort der Versöhnung - Proprium

Proprium | Predigtanregung | Predigttext | Liedvorschläge


Der 3. Sonntag nach Trinitatis stellt in gewisser Weise die Fortsetzung des 2. Sonntags nach Trinitatis dar, denn nun geht es um die offenen Arme, die den empfangen, der schon lange eingeladen ist. Die Gleichnisse vom "Verlorenen" oder die Geschichte vom Zachäus unterstreichen dies sehr deutlich. Gott will die Sünder selig machen, darum geht es, und er hindert keinen einzelnen, zu ihm zu kommen.
Das Gleichnis vom verlorenen Schaf zeigt uns am 3. Sonntag nach Trinitatis, dass Gott gerade dem nachgeht, der in seiner Sünde gefangen ist. Wir freuen uns darüber, dass auf diese Weise auch Menschen zu seiner Gemeinde hinzukommen, die uns erst fremd und unbehaglich waren. Durch die Liebe Gottes, die in gleicher Weise uns wie ihnen gilt, werden wir fähig, diesen Menschen liebend zu begegnen.
oder
Gott geht dem Sünder nach – das sagt uns das Gleichnis vom Verlorenen Schaf. Das Gleichnis vom Verlorenen Sohn deutet auf die vergebende Liebe Gottes hin. In allem erleben wir: Gott will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er sich bekehre und lebe (Ez 33, 11). Dazu hat er seinen Sohn in die Welt gesandt, damit wir seine Gnade erfahren und durch seine Barmherzigkeit zum Leben gelangen.
Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. (Lk 19, 10)
Allein zu dir, Herr Jesu Christ (EG 232 - nicht in Rev. 2014) oder
Jesus nimmt die Sünder an (EG 353 - auch in Rev. 2014)
Rev. 2014: Was mein Gott will, gescheh allzeit (EG 364)
Rev. 2014: Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt (NB-EG 585, KHW/HN-EG 638)
Liedvorschläge
Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat! (Ps 103, 1-2)
Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte. (Ps 103, 8)
Versöhnung zu zeigen ist nicht einfach. Gewiß kann man sich gegenseitig die Hand geben oder gar in die Arme fallen, aber im Gottesdienst geschieht dies ja doch meist nur zwischen Menschen, die sich gar nicht unbedingt versöhnen müssen. Wenn es die Gelegenheit erlaubt, könnte man daran denken, Außenseiter mit in den Gottesdienst zu bringen, denen die Versöhnung so noch nicht nahegebracht wurde. Aber solche Menschen, die dann auch bereit sind, im Gottesdienst zu erscheinen, lassen sich nur sehr schwer finden - wenn überhaupt. Versöhnung wird symbolisiert durch das Abendmahl, darin feiern wir unsere Versöhnung mit Gott.
Gott, himmlischer Vater - Du bist barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte. Wir danken dir, dass du uns unsere Schuld nicht anrechnest, sondern durch das Kreuz deines Sohnes Jesus Christus deine Liebe offenbar werden lässt. Wir bitten dich: hilf uns, dass wir dies auch immer neu erfahren und dich loben und preisen in Ewigkeit. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen
BWV 21 - Ich hatte viel Bekümmernis
*BWV 33/1 - Allein zu dir, Herr Jesu Christ
*BWV 69/1 - Lobe den Herrn, meine Seele
BWV 135 - Ach Herr, mich armen Sünder
grün

Biblische Texte (Perikopen)

103, 1-5.8-13
Rev. 2014: 103, 1-13
103, 1-13 (W)
103, 1-4.10-12 (KHW; Antiphon Ps 103, 13)
Lk 15, 1-3.11b-32
Rev. 2014: Hes 18, 1-4.21-24.30-32 (= Ez 18, 1-4.21-24.30-32 - s. Reihe VI)
1. Tim 1, 12-17
Rev. 2014: Lk 15, 1-3.11b-32 (Evangeliumslesung - s. Reihe I)
Lk 15, 1-7 (8-10)
Rev. 2014: 1. Tim 1, 12-17 (Epistellesung - s. Reihe II)
1. Joh 1, 5 - 2, 6
Rev. 2014: Jona 4
Lk 19, 1-10
Rev. 2014: Lk 15, 1-10 (s. Reihe III)
Hes 18, 1-4.21-24.30-32 (= Ez 18, 1-4.21-24.30-32)
Rev. 2014: Mi 7, 18-20*
Mich 7, 7.9.18-19 (20) (nicht in Rev. 2014 - s. auch Reihe VI)
Tob 3, 14-15.21-23 (nicht in Rev. 2014)
Joh 6, 37-40 (auch in Rev. 2014)
Joh 6, 37-40
Jona 4 (nicht in Rev. 2014)
Joh 4, 5-30.39-42
Zuletzt überarbeitet: 18 Juni 2015
© Copyright 1998-2015 by Martin Senftleben

Bibeltexte: © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Alle Rechte vorbehalten.
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