Der 16. Sonntag nach Trinitatis ist geprägt vom Evangelium von der Auferweckung des Lazarus. In dieser Geschichte
sowie in den Epistellesungen wird deutlich, dass mit Jesus weit mehr gekommen ist als nur ein großer Prediger. Er hat das Leben in diese Welt gebracht und
den Tod besiegt. Dieser Sieg wird schon durch sein Handeln auf Erden sichtbar.
Eingangsvotum:
Am 16. Sonntag nach Trinitatis hören wir das Evangelium von der Auferweckung
des Lazarus und wir staunen über die Worte Jesu. Diese Worte sprechen in keine
alltägliche Situation, sondern sind Trauernden und bedrückten zugesprochen.
Wir können getrost sein darüber, dass Gott alles Geschehen in userem
Leben kennt und weiß, wann wir seiner besonderen tröstenden Hilfe bedürfen.
Es ist gut zu wissen, dass nichts ohne seinen Willen geschieht.
Wochenspruch:
Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. (2. Tim 1, 10b)
Unsere Seele harrt auf den Herrn; er ist uns Hilfe und Schild. (Ps 33, 20)
Halleluja-Vers:
Er sendet eine Erlösung seinem Volk; er verheißt, dass sein Bund ewig bleiben soll: Heilig und hehr ist sein Name. (Ps 111, 9)
Vorschläge zur Gottesdienstgestaltung:
"Das Unvergängliche", das Leben, das Jesus schenkt, lässt sich nicht darstellen. Eine Möglichkeit zur
Gottesdienstgestaltung wäre, Elemente des Lebens mit hineinzutragen. Da sind Kinder, da ist die Osterkerze, da sind blühende Pflanzen... Alles bleibt
vergänglich und wird erst durch das Wort Christi unvergänglich.
Kollektengebet:
Ewiger Gott, der du alles überwunden hast, was uns von dir trennt - selbst den Tod! Wir bitten dich: hilf uns, dass wir deiner Kraft vertrauen,
und führe uns zur Gemeinschaft mit dir. Durch Jesus Christus, unsern Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen
Bach-Kantaten:
BWV 8 - Liebster Gott, wenn werd ich sterben BWV 27 - Wer weiß, wie nahe mir mein Ende
*BWV 60 - O Ewigkeit, du Donnerwort BWV 95 - Christus, der ist mein Leben
*BWV 107 - Was willst du dich betrüben *BWV 111 - Was mein Gott will, das g'scheh allzeit
BWV 161 - Komm, du süße Todesstunde