Der 18. Sonntag nach Trinitatis ist bestimmt vom Evangelium
über das "höchste Gebot", das sowohl von der Gottesliebe als auch der
Nächstenliebe redet. Dies gibt uns erneut Gelegenheit, über das
Verhältnis der Christen zum jüdischen Volk nachzudenken, denn dieses
höchste Gebot stammt in seiner zweifachen Ausrichtung vollständig aus
der jüdischen Tradition. Allerdings haben die anderen Texte nicht immer
das "höchste Gebot" im Sinn, sondern reden auch von der Nachfolge im
Allgemeinen. Der alttestamentliche Text ist die Perikope mit den "10
Geboten".
Eingangsvotum:
Am 18. Sonntag nach Trinitatis hören wir die Antwort Jesu auf die Frage, was
das höchste Gebot sei, als das Gebot, nach dem wir unser Leben ausrichten sollen.
Es ist nicht leicht, diesem Gebot in jeder Situation zu folgen, und wir erfahren
oft, dass wir an Gott und unserem Nächsten schuldig werden. Um so wichtiger
ist für uns, dass einer dieses Gebot vollständig erfüllt
hat: Jesus Christus.
Wochenspruch:
Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe. (1. Joh 4, 21)