Der 15. Sonntag nach Trinitatis hat "Irdische Güter" zum Thema. Es geht ums Sorgen, die Angst um die
Zukunft, um das, was morgen kommt, die Sorge um das leibliche Wohl, um das Dach über dem Kopf. Mancher Predigttext legt eine gewisse Leibfeindlichkeit
nahe, etwas, das einzuüben heute gewiss nicht ganz verkehrt ist. Dabei sollte man sich allerdings davor hüten, die Gaben Gottes, von denen wir leben,
zu verteufeln.
Eingangsvotum:
Am 15. Sonntag nach Trinitatis wird unser Blick fortgelenkt von den irdischen Gütern.
Sie sollen nicht unsere erste und alleinige Sorge sein. So werden wir frei zu einem
Leben in der Nachfolge Jesu. oder
Oft haben wir uns durch mühsame Arbeit einen Lebensstandard geschaffen, der
uns ein Gefühl der Behaglichkeit und des Wohlstandes vermittelt. Diesen Lebensstandard
zu erhalten, wird jedoch immer schwieriger, und Sorge um die Zukunft bestimmt unser
Leben zusehends. Heute, am 15. Sonntag nach Trinitatis, werden wir durch die Lesungen
daran erinnert, dass alles, was wir hier schaffen, vergänglich ist. Es
ist tröstlich zu wissen, dass Gott uns nicht im Stich lassen wird, selbst
wenn das, was wir haben, verloren geht.
Wochenspruch:
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. (1. Petr 5, 7)
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. (1. Petr 5, 7)
Halleluja-Vers:
Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn trauet. (Ps 34, 9)
Vorschläge zur Gottesdienstgestaltung:
Was kann man aufgeben? Es geht hier nicht um eine Fastenaktion, sondern darum, festzustellen,
wie weit man bereit ist, sich auf Gott einzulassen. Eine "was wäre, wenn"-Analyse,
vielleicht in Form eines Anspiels (einer verliert seine Familie - die hohe Versicherungssumme
"entschädigt" ihn; ein anderer verliert seine Familie, findet seinen
Trost in Gott, die Versicherung spendet er teilweise für gemeinnützige
Zwecke), könnte hier Platz finden.
Kollektengebet:
Lieber himmlischer Vater, du hast alles so wunderbar geschaffen, und doch sind wir nicht zufrieden. Wir wollen mehr,
Besseres, Schöneres. Wir bitten dich: hilf uns, die Wunder deiner Schöpfung wahrzunehmen, damit wir erkennen, wie gut du für
uns sorgst. Durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen
Bach-Kantaten:
BWV 51 - Jauchzet Gott in allen Landen *BWV 93 - Wer nur den lieben Gott lässt walten
*BWV 97 - In allen meinen Taten BWV 99 - Was Gott tut, das ist wohlgetan
BWV 138 - Warum betrübst du dich, mein Herz