Informationen zu jedem Sonn- und Festtag im Kirchenjahr


Home
Advent
Christfest (Weihnachten)
Zwölf Heilige Nächte
Epiphanias
Vorfastenzeit
Fastenzeit
Heilige Woche
Ostern
Pfingsten
Trinitatis

Trinitatis
1. nach Trinitatis
2. nach Trinitatis
3. nach Trinitatis
4. nach Trinitatis
5. nach Trinitatis
6. nach Trinitatis
7. nach Trinitatis
8. nach Trinitatis
9. nach Trinitatis
10. nach Trinitatis
11. nach Trinitatis
12. nach Trinitatis
13. nach Trinitatis
14. nach Trinitatis
15. nach Trinitatis
16. nach Trinitatis
17. nach Trinitatis
18. nach Trinitatis
19. nach Trinitatis
20. nach Trinitatis
21. nach Trinitatis
22. nach Trinitatis
23. nach Trinitatis
24. nach Trinitatis

Ende des Kirchenjahres
Feste Januar-August
Feste September-Dezember
Bitt- und Gedenktage




14. Sonntag nach Trinitatis
Kinder Gottes - Predigtanregung

Proprium | Predigtanregung | Predigttext | Liedvorschläge | Gebete | Predigten

Der 14. Sonntag nach Trinitatis redet von der heilenden Kraft Gottes. Das Thema dieses Sonntags ist diesmal von der Epistel her abgeleitet. Die anderen Texte haben wenig mit dem Thema zu tun. Es wird schwierig sein, die Thematik durchzuziehen, man sollte es aber versuchen. Von daher ist eine Vertiefung in die Epistel bei der Studie des aktuellen Predigttextes ratsam.

IV - 1. Thess 1, 2-10
Rev. 2014: Jes 12, 1-6

Wir danken Gott allezeit für euch alle und gedenken euer in unserm Gebet 3 und denken ohne Unterlass vor Gott, unserm Vater, an euer Werk im Glauben und an eure Arbeit in der Liebe und an eure Geduld in der Hoffnung auf unsern Herrn Jesus Christus. 4 Liebe Brüder, von Gott geliebt, wir wissen, dass ihr erwählt seid; 5 denn unsere Predigt des Evangeliums kam zu euch nicht allein im Wort, sondern auch in der Kraft und in dem heiligen Geist und in großer Gewissheit. Ihr wisst ja, wie wir uns unter euch verhalten haben um euretwillen. 6 Und ihr seid unserm Beispiel gefolgt und dem des Herrn und habt das Wort aufgenommen in großer Bedrängnis mit Freuden im heiligen Geist, 7 so dass ihr ein Vorbild geworden seid für alle Gläubigen in Mazedonien und Achaja. 8 Denn von euch aus ist das Wort des Herrn erschollen nicht allein in Mazedonien und Achaja, sondern an allen Orten ist euer Glaube an Gott bekannt geworden, so dass wir es nicht nötig haben, etwas darüber zu sagen. 9 Denn sie selbst berichten von uns, welchen Eingang wir bei euch gefunden haben und wie ihr euch bekehrt habt zu Gott von den Abgöttern, zu dienen dem lebendigen und wahren Gott 10 und zu warten auf seinen Sohn vom Himmel, den er auferweckt hat von den Toten, Jesus, der uns von dem zukünftigen Zorn errettet.

[Die Perikopenrevision von 2014 sieht folgenden Text vor:] Jes 12, 1-6
Zu der Zeit wirst du sagen:
Ich danke dir, HERR, dass du bist zornig gewesen über mich
und dein Zorn sich gewendet hat und du mich tröstest.

2 Siehe, Gott ist mein Heil,
ich bin sicher und fürchte mich nicht;
denn Gott der HERR ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Heil.

3 Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Heilsbrunnen.
4 Und ihr werdet sagen zu der Zeit: Danket dem HERRN,
rufet an seinen Namen! Machet kund unter den Völkern sein Tun,
verkündiget, wie sein Name so hoch ist!

5 Lobsinget dem HERRN, denn er hat sich herrlich bewiesen.
Solches sei kund in allen Landen!

6 Jauchze und rühme, du Tochter Zion;
denn der Heilige Israels ist groß bei dir!

Zunächst einmal erscheint dieser Predigttext schwer zugänglich, da er auf eine sehr spezifische Situation eingeht. Man sollte vermeiden, daraus eine Idealsituation abzulesen, der man nun in der Predigt nachtrauert, da sie in der eigenen Gemeinde so nicht wiederzufinden ist. Vielmehr gilt es, nach Elementen zu suchen, die auch in der Gemeinde zu finden sind.
Paulus beginnt mit diesem Text seinen Brief an die Thessalonicher. Er schreibt davon, wie das Wort Gottes, d.h. das Evangelium, in der Gemeinde aufgenommen wurde. Offenbar wirkt der Geist deutlich in dieser Gemeinde. Sie hält fest an der Botschaft, obgleich sie in großer Bedrängnis (V. 6) ist. Dies ist so beeindruckend, dass der Glaube der Gemeinde zu Thessalonich sprichwörtlich geworden ist und allerorten als Beispiel herhalten muss. Vielleicht, um den anderen Gemeinden ein schlechtes Gewissen zu bereiten und sie dadurch zu mehr "Leistung im Glauben" anzuspornen. Wahrscheinlicher aber, um den anderen Gemeinden eine Freude zu bereiten und ihnen deutlich zu machen: das Evangelium breitet sich aus, es hört nicht auf, obgleich sich die Mächtigen dagegen auflehnen. Denn Glaube wird ja nicht "geleistet", er ist keine Arbeit, und darum ist er im Grunde auch nicht messbar.
Für Paulus scheint nun wichtig zu sein, dass diese Gemeinde schon auf eigenen Beinen steht, d.h. er muss sie nicht "bemuttern", sondern sie geht ihren eigenen Weg, dem Ziel entgegen. Dieser positive Grundgedanke zieht sich durch den ganzen Brief durch.
Der kirchenjahreszeitliche Zusammenhang ist deutlich: diese Gemeinde ist eine Gemeinde der "Kinder Gottes". Sie stellt sich in ihrem Handeln unter Gottes Wort, und bleibt darin treu. Sie verlässt sich nicht auf Menschen.
Für die Predigt ist es wichtig, die Gotteskindschaft der Gemeinde, die die Predigt hört, konkret werden zu lassen. Gottes Kinder sind wir durch die Taufe. Wie gehen wir damit um? Geben wir dem Wort Gottes unter uns Raum? Was machen wir daraus? Wie das Wort Gottes in Thessalonich wirkt, bleibt interessanterweise im Dunkeln, es wird nicht weiter konkretisiert. Man kann evtl. ableiten, dass von der Gemeinde missionarische Aktivitäten ausgingen (V. 8; es könnte aber auch sein, dass hier Paulus von sich selbst redet, der von Thessalonich weitergereist ist an die hier genannten Gegenden).
Es wäre durchaus angebracht, für die eigene Gemeinde die Leerstelle zu füllen. Das Wort wird auch von der eigenen Gemeinde hinausgetragen, wobei man hier wohl die "Kerngemeinde" meint, die das Wort auf vielfältige Weise zu den anderen trägt. Dies kommt vor allem in den Angeboten der Gemeinde zum Ausdruck. Selbst Kreise, die in der Regel nicht das Wort Gottes in den Mittelpunkt stellen (z.B. Krabbelgruppe, Werkgruppe usw.), sind doch dadurch motiviert. Dies zu wissen, kann Anlass zur Freude sein.
Wenn es in der Gemeinde solche Kreise nicht gibt, wäre dies vielleicht eine Möglichkeit, dafür zu werben bzw. zu motivieren.

Liedvorschläge zur Predigt:


Es ist gewisslich an der Zeit (EG 149)
Wir warten dein, o Gottes Sohn (EG 152)
Herr, mach uns stark im Mut, der dich bekennt (EG 154)
Lob Gott getrost mit Singen (EG 243)
Ich lobe dich von ganzer Seelen (EG 250)
Von Gott will ich nicht lassen (EG 365 - Wochenlied!)
Jesu, meine Freude (EG 396)
Ich will dich lieben, meine Stärke (EG 400)
Gott liebt diese Welt (EG 409)
Ich möchte Glauben haben (NB-EG 596)
Magnificat anima mea (EG 600)
zu Jes 12, 1-6:
Allein zu dir, Herr Jesu Christ (EG 232)
Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren (EG 279)
Ist Gott für mich, so trete gleich alles wider mich (EG 351)

Fürbittengebet

Fürbitte:
Gott, wir danken dir für alles, was du uns schenkst: Glaube, Hoffnung, Liebe, Gemeinschaft und die vielen Gaben in unserer Kirchengemeinde. Füreinander wollen wir dich nun bitten: Gib uns ein Herz, das sieht, was du jedem gibst für sein Leben und uns allen als christliche Kirche. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir bitten dich um Verständnis für unsere Mitmenschen: lass uns erkennen, wo wir helfen können. Mache uns hilfsbereit. Und wo wir neue Wege aufzeigen können, gib uns den Mut dazu. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Du siehst die Menschen, die allein sind und denen es schwer fällt, Kontakte zu knüpfen. Wir bitten dich um die Fähigkeit, allen Menschen so zu begegnen, dass sie auch durch uns deine Liebe erfahren. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir bitten dich für unsere Kirche und die ganze Christenheit, dass sie über alles Trennende hinweg eins werde im Glauben und im Handeln und so befähigt wird, ein glaubwürdiges Zeugnis deiner Liebe zu geben. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir bitten dich für unser Volk und alle Völker der Welt, dass sich Gerechtigkeit durchsetze und Friede werde, wo Krieg ist. Reiß die Grenzen zwischen den Völkern nieder und vereine, was durch Menschenhand zertrennt wurde. Schenke uns Vertrauen auf deine wunderbare Kraft, die in uns Verständnis füreinander weckt. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir bitten dich für die Menschen in Not und Bedrängnis, dass ihnen geholfen werde. Wenn du solche Menschen zu uns schickst, hilf uns erkennen, was wir tun können. Sei du denen nahe, die unter einer Krankheit leiden und in Krankenhäusern versorgt werden. Lass sie nicht alleine sein, sondern deine liebende Fürsorge erfahren. Zeige den Ärzten den richtigen Weg, zu helfen. Stellvertretend für alle bitten wir dich heute besonders für N.N.. Lass deine heilende Kraft über sie/ihn kommen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir bringen vor dich die, die uns nahe sind und doch fern von dir. Wir nennen ihre Namen in der Stille...
Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Bleibe bei uns, Gott, mit deinem Wort und den Gaben deiner Güte. Dein Reich komme. Darum bitten wir dich im Glauben an Jesus Christus, unseren Herrn, mit den Worten, die er uns gelehrt hat: Vater unser...

Die Anregungen für alle Predigtreihen

Buchempfehlungen:

Zuletzt überarbeitet: 18 September 2017
© Copyright 1998-2017 by Martin Senftleben

Bibeltexte: © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Alle Rechte vorbehalten.
Schreiben Sie mir!

- Heiligenkalender -
- Erläuterungen & Impressum -
- Datenschutzerklärung -
- Kalender -
- Monatssprüche -
- Links -
- Buchtipps -
- Lesepläne -
- Thema Gottesdienst -
- drmartinus.de -
- Pfarrerrecht -
- Spende -

Aktuelle Predigtreihe: IV

 Als ein Wort behandeln


Bitte unterstützen Sie diese Webseite, indem Sie Ihre Bücher und anderes bei Amazon kaufen oder auf die folgende Werbung klicken. Danke!

Gebrauchte Bücher bei booklooker
Hier finden Sie gebrauchte Bücher zum günstigen Preis!


"christliche" Suchmaschinen:

Feuerflamme Suchmaschine
Das Kirchenjahr: Ausgewählte Webseite auf onlinestreet.de


eXTReMe Tracker