das Kirchenjahr

Miserikordias Domini

Der gute Hirte

Proprium

Beschreibung:
Der Name des Sonntags Miserikordias Domini leitet sich vom Beginn der früheren lateinischen Antiphon ab: Misericordias Domini plena est terra. (Ps 33, 5; deutsch s. Antiphon).
Der Sonntag Miserikordias Domini wird durch das Evangelium vom Guten Hirten bestimmt. Der Hirte sorgt für seine Schafe, die ihm treu folgen. Gleichzeitig wird aber auch der Hinweis laut auf die "falschen Hirten", die nur an ihren eigenen Vorteil denken. Entscheidend ist jedoch die Zusage Jesu, dass er als der gute Hirte sein Leben hingibt für die Schafe. Das bedeutet, dass wir umfassenden Schutz genießen und uns vor nichts zu fürchten brauchen, auch wenn es dunkel um uns wird.
Eingangsvotum:
Am Sonntag Miserikordias Domini hören wir das Evangelium vom Guten Hirten und freuen uns, dass Gott das Verirrte sucht und der Herde wieder zuführt. Froh sind wir auch darüber, dass er uns stets zu einer frischen Quelle führt, so dass wir keine Not leiden müssen.
Wochenspruch:
Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben. (Joh 10, 11a. 27-28a)
Wochenlied:
Der Herr ist mein getreuer Hirt (EG 274)
Es kennt der Herr die Seinen (EG 358)
Musikvideo zu „Der Herr ist mein getreuer Hirt” von Thomas Schwarz
Musikvideo zu „Es kennt der Herr die Seinen” von detlefkorsen
Weitere Liedvorschläge
Antiphon:
Gottes Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten (Lk 1,50) oder
Der Herr ist mein Hirte, Halleluja; mir wird nichts mangeln. Halleluja. (Ps 23,1) oder
Die Erde ist voll der Güte des Herrn. Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist. (Ps 33,5b.12a)
Halleluja-Vers:
Er hat uns gemacht und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.
- Halleluja -
Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. (Ps 100,3b - altkirchlich (nach Lk 24, 6a.34a))
Vorschläge zur Gottesdienstgestaltung:
An diesem Sonntag muss natürlich der Psalm 23 erklingen, ob gesprochen oder gesungen, sei dahingestellt. Hier könnten Kinder mit einbezogen werden. Man kann versuchen, das besondere Gefühl der Geborgenheit zu vermitteln, z.B. indem man die Gemeindeglieder, die sich oft wie verlorene Schafe im großen Kirchenschiff zerstreuen, enger zusammenrücken läßt. Wenn die Gruppe sehr klein ist, wäre es vielleicht sogar sinnvoll, einen Stuhlkreis zu arrangieren.
Kyriegebet:
Vater im Himmel, du hast uns mit Gaben beschenkt, durch die wir viele Dinge unseres Lebens selbst gestalten und Probleme bewältigen können. Indem wir das tun, vergessen wir, dass wir alles dir zu verdanken haben. Wir wollen unsere eigenen Wege gehen und verlassen darum die guten Wege, auf die du uns führen willst, damit es uns an nichts mangelt. Mache uns bereit, deinen Ruf zu hören und ihm zu folgen. Wir rufen zu dir:
Kollektengebet (Tagesgebet):
Himmlischer Vater, guter Hirte, du führst uns zur grünen Weide und zum frischen Wasser. Wir bitten dich: hilf, dass wir mit anderen teilen, was du uns schenkst, dass auch sie von deiner Güte erfahren und ein Leben in Frieden und Dankbarkeit führen können. Durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen
Bach-Kantaten:
BWV 85 - Ich bin ein guter Hirt (I)
BWV 104 - Du Hirte Israel, höre (I)
BWV 112 - Der Her ist mein getreuer Hirt (I)
*BWV 175 - Er rufet seinen Schafen mit Namen (I)
*BWV 184 - Erwünschtes Freudenlicht(I)
Liturgische Farbe:
weiß

Biblische Texte (Perikopen)

Psalm:
23
I:
Evangelium
Joh 10, 11-16 (27-30) (Ich bin der gute Hirte.)
II:
Epistel
1. Petr 2, 21b-25 (Christus hat für euch gelitten und euch ein Vorbild hinterlassen.)
III:
Altes Testament
Hes 34, 1-2 (3-9) 10-16.31 (Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden!)
IV:
Predigttext
Joh 21, 15-19 (Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.)
V:
1. Petr 5, 1-4 (Weidet die Herde Gottes, die euch anbefohlen ist.)
VI:
1. Mose 16, 1-16 (= Gen 16, 1-16) (Du bist ein Gott, der mich sieht.)
M:
Sir 18, 8-14
Joh 10, 1-11
Apg 20, 17-32 (33-38)
Hebr 13, 20-21