das Kirchenjahr

Ostersonntag

Sieg über den Tod*

Proprium

Eingangsvotum:
Am Ostersonntag freuen wir uns über die Auferstehung Jesu von den Toten. Er ist der Erstling der Auferstehung, dem wir nachfolgen werden, wenn er kommen wird. Aber die Auferweckung gibt uns nicht nur Hoffnung für die Zukunft - auch heute, in unserer Welt, können wir nicht schweigen von unserer Freude und beten, dass das Evangelium unter uns wirksam werde und diese Welt verändere.
Wochenspruch:
Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Offb 1, 18)
Wochenlied:
Christ lag in Todesbanden (EG 101) oder
Wir stehen im Morgen (fT 95 / Singt Jubilate 21 / DHuT 47)
Liedvorschläge
Musikvideo zum ersten Wochenlied von Miguel-Pascal Schaar
Musikvideo zum zweiten Wochenlied von Chor In Takt
Antiphon:
Der Herr ist auferstanden, Halleluja; er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja! (Lk 24, 6a+34a) oder
Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich! (Ps 118, 1)
Halleluja-Vers:
Dies ist der Tag, den der Herr macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein. - Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. (Ps 118, 24 - altkirchlich)
Vorschläge zur Gottesdienstgestaltung:
Für den Ostersonntag gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten.
Da ist zunächst der sehr frühe Gottesdienst auf dem Friedhof, dann das Osterfrühstück, das sich fast nahtlos an den Hauptgottesdienst anfügen kann. Die Fröhlichkeit dieses Festes muss anstecken! Dazu kann auch die frühere Praxis des Osterlachens (Lat.: risus paschalis) wieder aufgefrischt werden, ohne dabei in die Obszönitöät und Albernheit hinabzugleiten, wie es zu Zeiten der Reformation wohl häufig der Fall gewesen ist (s. Karl Veitscheggers Ausführungen zum risus paschalis). Unter den Predigten auf dieser Seite (Link oben) finden sich einige gereimte Beispiele, die durchaus angebracht sind, die Gemeinde fröhlich zu stimmen, ohne dabei die wesentliche Botschaft des Osterfestes aus den Augen zu verlieren.
Kinder sollten besonders willkommen sein, für sie oder mit ihnen sollte etwas im Ostergottesdienst geschehen! Vielleicht kann man den Brauch des Ostereier-Suchens umwandeln in ein Osterlieder-Suchen, also Vorschläge sammeln und jeweils wenigstens eine Strophe des "gefundenen" Liedes singen (das mag noch zu einfach sein).
Man könnte auch im Kirchraum etwas verstecken, das man erst nach einigem Suchen findet und auch dann nicht leicht zu erkennen ist. Es sollte von der Botschaft der Liebe Gottes zeugen. Diese Entdeckung kann die Auferstehung für uns auf andere, neue Weise sichtbar werden lassen: die Liebe Gottes ist für uns nicht immer deutlich erkennbar, und auch nicht auf Anhieb zu finden.
Bach-Kantaten:
BWV 4 - Christ lag in Todesbanden
BWV 31 - Der Himmel lacht! die Erde jubilieret
BWV 134 - Ein Herz, das seinen Jesum lebend weiß
BWV 145 - Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen
Liturgische Farbe:
weiß

Biblische Texte (Perikopen)

Psalm:
118, 14-24
118, 15.17.22-24 (Ev. Gottesdienstbuch)
I:
Joh 20, 11-18 (Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.)
II:
1. Kor 15, (12-18)19-28 (Da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten.) - Predigttext
III:
2. Mose 14, 8-14.19-23.28-30a; 15, 20-21 (= Ex 14, 8-14.19-23.28-30a; 15, 20-21) (Und die Israeliten gingen hinein mitten ins Meer auf dem Trockenen)
IV:
Mk 16, 1-8 (Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?) - Evangelium-Lesung
V:
1. Kor 15, 1-11 (Ich erinnere euch aber, liebe Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe) - Epistel-Lesung
VI:
1. Sam 2, 1-8a (Es ist niemand heilig wie der HERR, außer dir ist keiner.) - AT-Lesung
M:
Hld 3, 1-5
Mt 28, 1-10
Lk 24, 1-12
Joh 20, 1-10
1. Kor 5, 7-8