das Kirchenjahr

1. Sonntag nach dem Christfest

Der Heiland der Völker

Gottesdienstentwurf

Dieser Gottesdienstentwurf ist auf die Texte der Perikopenreihe IV abgestimmt.

Der folgende Gottesdienstvorschlag soll vor allem (aber nicht nur) denen, die ungeübt sind in der Gestaltung eines Gottesdienstes, eine Hilfe sein.

Gruß: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen [Je nach Gewohnheit und Möglichkeit im Wechsel mit der Gemeinde]
Der Spruch für den 1. Sonntag nach dem Christfest steht im Evangelium nach Johannes im 1. Kapitel und lautet: Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.
Eingangslied: Kommt und lasst uns Christus ehren (EG 39, 1-4.7)
Psalmgebet: Ps 71, 1-3.12.14-18
Liturg oder Gemeinde: Ehr sei dem Vater und dem Sohn... (EG 177.x)
Kyriegebet: Herr Jesus Christus, dein Name ist groß geworden, in der ganzen Welt beugen Menschen ihre Knie vor dir, um dich zu ehren, zu loben und zu preisen. Wir bekennen, dass wir das Wunder deiner Geburt kaum in seiner ganzen Tiefe erfassen können. Hilf uns, dass wir unser Vertrauen ganz auf deine Güte und Barmherzigkeit setzen und auch unsere Mitmenschen dazu ermutigen. Wir rufen dich an, den Heiland aller Völker:
Gem.: Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.
oder:
Kyrie-Gesang (EG 178.x)
Liturg: Ehre sei Gott in der Höhe
Gemeinde: Allein Gott in der Höh sei Ehr (EG 179, 1)
oder
Liturg/Schola + Gemeinde im Wechsel: Ehre sei Gott in der Höhe (EG 180.1)
Kollektengebet: Gott, durch deinen Sohn hast du uns befreit von all unserer Schuld – dafür danken wir dir. Er ist das Licht der Welt! Lass uns in diesem Licht wandeln, und hilf uns, auch unsere Mitmenschen in deinem Licht zu sehen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und herrscht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen
Wenn zwei Lesungen gehalten werden, hier fortfahren:
Lesung: 1. Joh 1, 1-4 (Epistel)
Lied: Freuet euch, ihr Christen alle (EG 34)
Wenn nur eine Lesung gehalten wird, hier fortfahren:
Halleluja-Vers (gesungen oder gesprochen): Der Herr gedenkt an seine Gnade und Treue für das Haus Israel, aller Welt Enden sehen das Heil unseres Gottes.
Gesang: Halleluja* (EG 181.x)
Lesung: Lk 2, (22-24) 25-38 (39-40) (Evangelium)
Lied: Lobt Gott, ihr Christen allegleich (EG 27, 1-5)
Predigt/Ansprache/Meditation/Lesung des Predigttextes und Stille (Predigttext: 1. Joh 1, 1-4)
Lied: Wisst ihr noch, wie es geschehen (EG 52)
Fürbitte
Himmlischer Vater, wir warten auf deinen Heiland, und doch haben wir ihn schon gesehen. Wir danken dir, dass du in unsere Welt gekommen, dass du Mensch geworden bist, um unsere Not und unser Elend zu teilen, aber auch, um uns deinen Willen für uns zu offenbaren. Wir bitten dich: erfülle uns mit der Gewissheit, dass du dein Werk vollenden wirst, damit wir den Mut nicht verlieren, weiter an deinem Reich zu bauen. Wir rufen zu dir:
Gem: Herr, erbarme dich... (EG 178.11)
Wir bitten dich für all die Regierungen, die in Kriege verwickelt sind: lass sie erkennen, dass ihr Handeln niemandem nützt, sondern vielmehr unzählige Menschen ins Elend stürzt. Die einzige Gewinnerin eines jeden Krieges ist die Rüstungsindustrie, die zu einem guten Teil in unserem eigenen Land angesiedelt ist. Wir bitten dich: vergib uns, dass wor so gerne wegschauen, und zeige uns Wege, wie wir sinnvoll für den Frieden eintreten können. Wir rufen zu dir:
Gem: Herr, erbarme dich... (EG 178.11)
Wir bitten dich für alle die, die nur darauf bedacht sind, das Billigste einzukaufen, und dabei ganz vergessen, dass dadurch für die Produzenten zu wenig übrig bleibt und sie sich verschulden müssen, so dass sie am Ende alles verlieren. Vergib uns, wo wir selbst diesem Wahn verfallen sind, und hilf uns, für eine gerechtere Welt einzutreten, in der nicht die Gewinnmaximierung im Vordergrund steht. Wir rufen zu dir:
Gem: Herr, erbarme dich... (EG 178.11)
Wir bitten dich für alle die, die im Überfluss leben: lass sie erkennen, dass ihr Überfluss auf dem Rücken der hungernden Bevölkerung dieser Welt entstanden ist. Vergib uns, die wir selbst diesen Überfluss genießen, und zeige uns gute Wege, um denen zu helfen, die in Hunger und Armut leben. Wir rufen zu dir:
Gem: Herr, erbarme dich... (EG 178.11)
Wir bitten dich für alle die, die unter Krankheiten leiden oder die im Sterben liegen. Lass sie deinen Heiland sehen, damit sie den Frieden erfahren, den du für sie bereit hältst. Mache uns zu Boten deines Friedens. Wir rufen zu dir:
Gem: Herr, erbarme dich... (EG 178.11)
Wir warten auf deinen Heiland, Herr, und wir haben ihn doch schon gesehen. Dafür loben und preisen wir dich, denn dir allein gebührt Ruhm und Ehre in Ewigkeit.
Amen
Vaterunser
Segen: Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige, Vater, Sohn und Heiliger Geist. oder
Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig, Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Schlusslied: Ehre sei Gott in der Höhe (EG 26)


Es bleibt jedem überlassen, den Vorschlag den Gegebenheiten anzupassen.

Rechtliche Hinweise:
Wenn man einen Gottesdienst als Video oder Ton aufnimmt und im Internet verfügbar macht, muss man das Urheberrecht beachten. Die hier gemachten Liedvorschläge sollten diesbezüglich kein Problem darstellen, da sie nach geltendem Urheberrecht rechtefrei sind (der Autor muss länger als 70 Jahre verstorben sein), es sei denn, es wird ausdrücklich auf das Urheberrecht hingewiesen. Die Gebetstexte stammen von mir und dürfen genutzt werden.
Gottesdienste, die auf YouTube eingestellt werden, sollten auch mit anderen Liedern abgedeckt sein, da die EKD einen Rahmenvertrag mit der GEMA für Veröffentlichungen auf YouTube geschlossen hat. Eine Rückversicherung bei der Rechtsabteilung der eigenen Landeskirche empfiehlt sich dennoch. Bei Veröffentlichung des virtuellen Gottesdienstes auf der Webseite der Gemeinde ist es gut, sich auf das hier vorgeschlagene Liedgut (oder andere Lieder, die nicht mehr urheberrechtsgeschützt sind) zu beschränken.


* Das „Halleluja” steht bewusst unmittelbar vor der Evangeliumslesung, denn es leitet das Evangelium ein und schließt nicht, wie in den vergangenen Jahrzehnten üblich geworden, die Epistellesung ab.