das Kirchenjahr

2. Sonntag nach dem Christfest

Der Gottessohn

Proprium

Beschreibung:
Der 2. Sonntag nach dem Christfest geht mit seinem Evangelium weit in die Jugend Jesu hinein: der 12-jährige Jesus im Tempel erschreckt nicht nur seine Eltern, sondern ruft auch Bewunderung unter den Gelehrten des Volkes Israel hervor. Die übrigen Perikopen sprechen von dem Wunder der Offenbarung Jesu als des Sohnes Gottes.
Eingangsvotum:
Es ist für uns unverständlich, wie Gott, der doch das ganze All umschließt, Mensch sein kann wie wir. Darum denken wir heute darüber nach, was die Gottessohnschaft Jesu eigentlich bedeutet, und wir versuchen etwas von dem Unbegreiflichen zu verstehen, von der Größe, die in diesem Menschen Jesus von Nazareth wirkt.
Wochenspruch:
Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. (Joh 1, 14b)
Wochenlied:
Weil Gott in tiefster Nacht erschienen (EG 56)
Auf, Seele, auf und säume nicht (EG 73)
Musikvideo zu „Weil Gott in tiefster Nacht erschienen” von detlefkorsen
Weitere Liedvorschläge
Antiphon:
Halleluja! Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, Halleluja! Und wir sahen seine Herrlichkeit! Halleluja! (Joh 1, 14a) oder
Herr, du hast deinen Namen und dein Wort herrlich gemacht über alles. (Ps 138, 2b)
Halleluja-Vers:
Halleluja. Jauchzet dem Herrn, alle Welt! Dienet dem Herrn mit Freuden. Halleluja. (Ps 100, 1-2a)
Kyriegebet:
Vater im Himmel, dein Licht will unseren Alltag erhellen. Dabei vergessen wir oft, nach dir zu fragen und deinem Willen zu folgen. Wir vergessen sogar, dass du immer da bist und uns trägst, wenn wir nicht weiter wissen. Wir bitten dich: hilf uns, dass wir immer deiner Güte vertrauen und stets deine Nähe suchen, indem wir uns bereiten, dein Wort zu hören und es anzunehmen. Wir rufen zu dir:
Kollektengebet (Tagesgebet):
Ewiger Gott, der du die Zeit in Händen hast und einen jeden von uns mit Namen kennst: du schenkst uns ewiges Leben, und doch lassen wir uns immer wieder gefangen nehmen von den Grenzen der Zeit. Hilf uns, dass wir erkennen, wozu du uns berufen hast. Durch Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen
oder
Herr Jesus Christus, Fleisch gewordenes Wort, Licht vom ewigen Lichte, Offenbarer der Herrlichkeit Gottes: Du rufst uns in deine Nachfolge. Schenke uns deine Nähe, damit wir gewiss sein dürfen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Lass auch uns auf andere zugehen und sie in deine Nachfolge rufen.
Das bitten wir dich, der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regierst in Ewigkeit. Amen
Bach-Kantaten:
*BWV 32 - Liebster Jesu, mein Verlangen (III, VI)
BWV 58 - Ach Gott, wie manches Herzeleid
*BWV 124 - Meinen Jesum lass ich nicht (III, VI)
BWV 153 - Schau, lieber Gott, wie meine Feind
*BWV 154 - Mein liebster Jesus ist verloren (III, VI)
Anmerkungen:
Das Proprium des 2. Sonntags nach dem Christfest tritt nur in der Zeit vom 2.-5.1. in Kraft; ab dem 6.1. gilt das Proprium für Epiphanias. Kann das Fest Epiphanias nicht am 6.1. gefeiert werden, ist es möglich, dieses Fest auf den Sonntag davor zu verlegen, so dass das Proprium des Epiphaniasfestes das Proprium des 2. Sonntags nach dem Christfest verdrängt.
Zur Zählung der Sonntage nach dem Christfest ist zu sagen, dass das Christfest am 25.12. ist und daher der 26.12. schon der 1. Sonntag nach dem Christfest ist, wenn dieser Tag ein Sonntag ist. Denn der 26.12. wird zwar als Christfest II bezeichnet, stellt aber keine Verlängerung des Christfests dar, sondern ist „nur” ein Feiertag, der die Besonderheit des Christfestes hervorheben und die Gelegenheit zu einem weiteren Festgottesdienst geben soll. Tatsächlich ist der Feiertag ein „Rest” der sogenannten Christfest-Oktav, in der früher täglich bis zum 1. Januar Gottesdienste gehalten wurden, die allerdings auch vom Gedenken der Heiligen (26.12.: Erzmärtyrer Stephanus; 27.12.: Apostel und Evangelist Johannes; 28.12.: Tag der unschuldigen Kinder) geprägt waren.
Ich widerspreche damit der Darstellung der letzten Perikopenrevision (von 2018), in der erstmalig festgestellt wurde, dass der 1. Sonntag nach dem Christfest frühestens am 27.12. stattfinden kann.
Liturgische Farbe:
weiß

Biblische Texte (Perikopen)

Psalm:
100
I:
Epistel
1. Joh 5, 11-13 (Wer den Sohn hat, der hat das Leben.)
II:
Altes Testament
Jes 61, 1-3 (4.9) 10-11 (Ich freue mich im HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott.)
III:
Lk 2, 41-52 (Alle, die Jesus zuhörten, verwunderten sich über seinen Verstand und seine Antworten.)
IV:
Predigttext
1. Joh 5, 11-13 (Wer den Sohn hat, der hat das Leben.)
V:
Jes 61, 1-3 (4.9) 10-11 (Ich freue mich im HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott.)
VI:
Evangelium
Lk 2, 41-52 (Alle, die Jesus zuhörten, verwunderten sich über seinen Verstand und seine Antworten.)
M:
Joh 1, 43-51
Joh 7, 14-18
Röm 16, 25-27