das Kirchenjahr

Ostermontag

Auf dem Weg*

Gottesdienstentwurf
Der folgende Vorschlag dient der Gestaltung eines virtuellen (Internet-) oder häuslichen Gottesdienstes in der Zeit, wo kein gemeinschaftlicher Gottesdienst in der Kirche stattfinden kann. Er nimmt Rücksicht auf die besondere Situation angesichts der Bedrohung durch den Virus Covid19.

Gruß: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen
Der Wochenspruch für die Osterwoche steht im Buch der Offenbarung im 1. Kapitel und lautet: Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Offb 1, 18)
Eingangslied: Er ist erstanden, Halleluja (EG 116 - Urheberrechte beachten!) oder
Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin (EG 114)
Psalmgebet: Ps 118
Kyriegebet: Allmächtiger Gott und Herr, der du deinen Sohn Jesus Christus von den Toten auferweckt hast: gewähre uns, dass wir, erfüllt von der Freude über den wunderbaren Sieg, den wir an diesem Tag feiern, stets deine Nähe erfahren und nicht aufhören, sie zu suchen. Wir rufen dich an:
Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.
und/oder: Kyrie-Gesang (EG 178.x, etwa 178.7)
Liturg: Ehre sei Gott in der Höhe
Gemeinde: Allein Gott in der Höh sei Ehr (EG 179, 1)
Gebet: Himmlischer Vater, du hast den Tod besiegt durch die Auferstehung deines Sohnes Jesus Christus! Wir danken dir und bitten: lass uns fröhlich sein und jubeln über dein Heil. Lass den Tod seinen Schrecken verlieren, dass wir ihm ins Angesicht lachen können. Das bitten wir durch deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen
Wenn zwei Lesungen gehalten werden:
Lesung: 1. Kor 15, 50-58 (Epistel)
Lied: Christ lag in Todesbanden (EG 101, 1-5)
Gesang: Halleluja
Halleluja-Vers (gesungen oder gesprochen): Dies ist der Tag, den der Herr macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein. - Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.
Gesang: Halleluja*
Lesung: Lk 24, 13-35 (Evangelium)
Wenn nur eine Lesung gehalten wird:
Lesung: Lk 24, 13-35 (Evangelium)
Lied: Wir danken dir, Herr Jesu Christ (EG 107, alle 3)
Predigt/Ansprache (Predigttext: s. Proprium)
Lied: Wir wollen alle fröhlich sein (EG 100)
Fürbitte
Gott, du Schöpfer der Welt und unser Vater: du hast deinen Sohn Jesus Christus von den Toten auferweckt. Du hast dem Tode die Macht genommen, Leben und unvergängliches Wesen ans Licht gebracht. Darüber freuen wir uns und sind dankbar.
Wir kommen zu dir mit unserem Gebet und bitten dich für alle, die du berufen hast, deinem Sohn nachzufolgen: Lass die Kirchen in der Welt lebendige Gemeinschaften sein, in denen du selbst zu Wort kommst. Wo sie leiden, hilf ihnen, bei der Wahrheit zu bleiben. Wo sie zu sicher sind, führe sie zur Umkehr. Wo sie verfolgt werden, gib ihnen Kraft und Mut, an dem Zeugnis deiner Liebe festzuhalten. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir bitten dich um das Wachstum des Friedens, um das Ende sinnloser Gewalt. Fall denen in den Arm, die auf Menschen einschlagen. Entmachte, die durch Völkerverachtung groß geworden sind. Gib Frauen und Männern, Mädchen und Jungen den nötigen Mut, für Gerechtigkeit einzutreten und selbst Verantwortung zu übernehmen. Lehre uns, die Stimmen der Opfer zu verstehen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir bitten dich für die Familien in unseren Gemeinden. Gib den Eltern Weisheit, den Kindern die Freiheit zu gewähren, die sie brauchen, um zu verantwortlichen Menschen heranzuwachsen. Hilf den Kindern, ihre Verantwortung zu erkennen und wahrzunehmen. Erfülle sie alle mit deiner Liebe.Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir bitten dich für die Selbstbewussten, Mutigen und Zuversichtlichen, denen alles zu gelingen scheint, die sich um Anerkennung und Erfolg nicht mühen müssen. Bewahre sie vor Leichtsinn, Übermut und Hochmut. Gib ihnen das rechte Gespür für die Empfindlichkeit ihrer Mitmenschen. Lass sie ihre Gaben zum Wohle aller einsetzen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Gott, du kennst die Not eines jeden Menschen und willst auch in schweren Zeiten an unserer Seite sein. Stärke die Geduld und die Hoffnung der Kranken. Sei ihnen nahe. Tröste sie. Gib ihnen neuen Mut. Führe ihnen Menschen zu, die ihnen helfen und sie verstehen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Alles, was uns außerdem bewegt, bringen wir vor dich in der Stille. ...
Stille
Nimm dich unser gnädig an. Rette und erhalte uns, denn dir allein gebührt Ruhm, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen
Vaterunser
Segen: Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige, Vater, Sohn und Heiliger Geist. oder
Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig, Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Schlusslied: Nun bitten wir dich, jesu Christ (EG 103, 5-6)

Die Gottesdienstvorschläge werden nicht auf die Zeit der durch Corona hervorgerufenen Einschränkung beschränkt bleiben, sondern im Lauf der Zeit für alle Sonn- und Festtage angeboten werden, da man sie nicht nur für virtuelle, sondern auch für im öffentlichen Raum stattfindende Gottesdienste gut nutzen kann.
Es bleibt jedem überlassen, den Vorschlag den Gegebenheiten anzupassen.

Rechtliche Hinweise:
Wenn man einen Gottesdienst aufnimmt und im Internet verfügbar macht, muss man das Urheberrecht beachten. Die hier gemachten Liedvorschläge sollten diesbezüglich kein Problem darstellen, da sie nach geltendem Urheberrecht rechtefrei sind (der Autor muss länger als 70 Jahre verstorben sein).
Gottesdienste, die auf YouTube eingestellt werden, sollten auch mit anderen Liedern abgedeckt sein, da die EKD einen Rahmenvertrag mit der GEMA für Veröffentlichungen auf YouTube geschlossen hat. Eine Rückversicherung bei der Rechtsabteilung der eigenen Landeskirche empfiehlt sich dennoch. Bei Veröffentlichung des virtuellen Gottesdienstes auf der Webseite der Gemeinde ist es gut, sich auf das hier vorgeschlagene Liedgut (oder andere Lieder, die nicht mehr urheberrechtsgeschützt sind) zu beschränken.

*Das "Halleluja" steht bewusst unmittelbar vor der Evangeliumslesung, denn es leitet das Evangelium ein und schließt nicht, wie in den vergangenen Jahrzehnten üblich geworden, die Epistellesung ab.