Das Christfest I ist der eigentliche Geburtstag Jesu, ist jedoch völlig hinter dem Heiligen Abend zurückgetreten. Der
Gottesdienst ist in der Regel nur schwach besucht. Er greift aber mit seinen Perikopen den Gedanken der liebenden Zuwendung Gottes, die in der Geburt von Jesus Christus
handgreiflich geworden ist, am stärksten auf.
Eingangsvotum:
Der erste Christtag ist der Festtag der Geburt des Herrn, an dem die Christenheit Gott dafür dankt, dass er durch das Opfer seines geliebten
Sohnes, der ganz Mensch wurde, uns als seine Kinder angenommen hat, damit wir durch ihn frei werden und nicht mehr Knechte der Sünde sind. oder
Gott kam aus seinem Licht in unser Zwielicht, aus seinem Reichtum kam er in unsere Armut, aus seiner Herrlichkeit in unsere Schwachheit, aus seinem Frieden in unsere
von Streit und Gier geschundene Welt.
Diese Botschaft, die wir so gerne zum Anlass besinnlicher Feiern nehmen, ist alles andere als besinnlich: sie stellt eigentlich eine Herausforderung dar, die unser ganzes
Leben umkrempeln soll. Wo ist das gelungen?
Wochenspruch:
Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Joh 1, 14a)
Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben. Und er heißt: Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst. Halleluja! (Jes 9, 5)
Halleluja-Vers:
Der Herr gedenkt an seine Gnade und Treue für das Haus Israel, aller Welt Enden sehen das Heil unseres Gottes. (Ps 98, 3)
Bach-Kantaten:
*BWV 63 - Christen, ätzet diesen Tag *BWV 64 - Sehet, welche eine Liebe hat uns der Vater erzeiget
*BWV 91 - Gelobet seist du, Jesu Christ BWV 110 - Unser Mund sei voll Lachens
*BWV 133 - Ich freue mich in dir *BWV 151 - Süßer Trost, mein Jesus kömmt *BWV 191 - Gloria in excelsis Deo