Das Christfest I ist der eigentliche Geburtstag Jesu, ist jedoch völlig hinter dem Heiligen Abend zurückgetreten. Der
Gottesdienst ist in der Regel nur schwach besucht. Er greift aber mit seinen Perikopen den Gedanken der liebenden Zuwendung Gottes, die in der Geburt von Jesus Christus
handgreiflich geworden ist, am stärksten auf.
Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde.2Und diese
Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.3Und jedermann ging, dass er sich
schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.4Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische
Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war,5damit er sich schätzen
ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.6Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte.7Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum
in der Herberge. 8Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.9Und
der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.10Und der Engel
sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;11denn
euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.12Und das habt zum Zeichen: ihr
werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. 13Und alsbald war da bei dem Engel die Menge
der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:14Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen
seines Wohlgefallens. 15Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen
nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.16Und sie kamen eilend und
fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.17Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus,
das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.18Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt
hatten. 19 Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.20Und die Hirten kehrten wieder um,
priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.
Präfamen: Paulus erinnert uns daran, dass Gott uns selig macht nicht, weil wir es verdient hätten, sondern weil er es so wollte durch seine
große Barmherzigkeit, indem er uns in seinem Sohn Jesus Christus nahe gekommen ist. Durch die Taufe, die an uns vollzogen wurde, handelte
Gott an uns und verwandelte uns zu seinen Kindern. Er hat uns zu neuen Menschen gemacht. So hört, wie geschrieben steht im Brief an Titus im 3. Kapitel:
Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilandes,5machte er uns selig - nicht
um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit - durch das Bad der Wiedergeburt
und Erneuerung im heiligen Geist,6den er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jesus Christus, unsern Heiland,7damit wir, durch dessen Gnade gerecht geworden, Erben des ewigen Lebens würden nach unsrer Hoffnung.
Präfamen: Als die drei Weisen aus dem Morgenland zu König Herodes kommen und ihn fragen, wo der neugeborene König der
Juden zu finden sei, lässt der seine Gelehrten herbeiholen und fragt sie. Sie durchstöbern die heilige Schrift und stoßen dabei auf
Worte des Propheten Micha, die wir dort im 5. Kapitel nachlesen können:
Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen
Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.2Indes läßt er sie plagen bis auf die Zeit, dass die, welche gebären
soll, geboren hat. Da wird dann der Rest seiner Brüder wiederkommen zu den Söhnen Israel.3 Er aber wird auftreten und weiden
in der Kraft des HERRN und in der Macht des Namens des HERRN, seines Gottes. Und sie werden sicher wohnen; denn er wird zur selben
Zeit herrlich werden, so weit die Welt ist.4Und er wird der Friede sein.
1 Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen - und wir sind es
auch! Darum kennt uns die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht. 2 Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch
nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir
werden ihn sehen, wie er ist. 3 Und ein jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist.
4 Wer Sünde tut, der tut auch Unrecht, und die Sünde ist das Unrecht. 5 Und ihr wißt,
dass er erschienen ist, damit er die Sünden wegnehme, und in ihm ist keine Sünde. 6 Wer in ihm bleibt,
der sündigt nicht; wer sündigt, der hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt.
Der von oben her kommt, ist über allen. Wer
von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde. Der vom Himmel
kommt, der ist über allen 32 und bezeugt, was er
gesehen und gehört hat; und sein Zeugnis nimmt niemand an. 33
Wer es aber annimmt, der besiegelt, dass Gott wahrhaftig ist.
34 Denn der, den Gott gesandt hat, redet Gottes
Worte; denn Gott gibt den Geist ohne Maß. 35
Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand
gegeben. 36 Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige
Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen,
sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.
Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, 5 damit er die, die unter dem
Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen. 6 Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der
da ruft: Abba, lieber Vater! 7 So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott.