das Kirchenjahr

Gedenktag der Maria Magdalena

22. Juli

Maria von Magdala

Predigttexte

Drei verschiedene Frauengestalten schmolzen in Maria Magdalena zu einer Person zusammen. Die Tradition verbindet Maria aus Magdala, die durch Christus von schwerer dämonischer Besessenheit geheilt wurde (Lk 8, 2) mit Maria aus Bethanien, die Schwester des Lazarus (Joh 11, 1) und die Sünderin (Lk 7, 38) miteinander. Maria Magdalena selbst gehörte nach ihrer Heilung zu den Frauen, die Jesus begleitete und unterstützte (Lk 8, 1-3) und als erste Zeugin der Auferstehung (besser: des leeren Grabes) genannt wird. Sie begleitete den Leichnam Jesu und ging am ersten Tag der Woche, um ihn zu salben, da es dafür nach der Grablegung schon zu spät gewesen war (bei Sonnenuntergang brach der Sabbat an, an dem solche Tätigkeiten untersagt waren).
In Südfrankreich erzählte man sich bald die Legende, dass sie nach Marseille gereist sei, um dort in St. Baume Buße zu tun. Sie soll demnach in Vézelay begraben worden sein. Historisch ist dies nicht belegbar.
Darstellungen der Maria Magdalena zeigen sie mit einem Salbgefäß, unter dem Kreuz oder in einer Höhle mit aufgelöstem Haar, das sie wie einen Mantel umgibt. Auch ein Totenkopf und ein Kreuz werden ihr in die Hände gelegt, und schließlich gibt es auch Darstellungen, auf denen sie von Engeln gen Himmel getragen wird.
Der Gedenktag 22. Juli entspricht dem Gedenktag der römischen Kirche.

Zu den Perikopen

I - Hld 3, 1-5

1 [Frau:] „Auf meinem Lager in den Nächten suchte ich,
Den meine Seele liebt;
Ich suchte ihn aber fand ihn nicht.

2 [Da sagte ich mir:] ‚Ich will aufstehen und umhergehen in der Stadt,
Auf den Straßen und auf den Plätzen!
Ich will suchen, den meine Seele liebt!
Ich suchte ihn aber fand ihn nicht.

3 Es fanden mich die Wächter,
Die in der Stadt umhergingen.
[Ich fragte sie:] ‚Den meine Seele liebt, habt ihr ihn gesehen?’

4 [Nur] Weniges [war's], dass ich an ihnen vorbeigegangen war,
Bis dass ich fand, den meine Seele liebt.
Ich packte ihn und wollte ihn nicht mehr los lassen,
Bis dass ich ihn gebracht hätte ins Haus meiner Mutter
Und in die Kammer meiner Gebärerin.

5 Ich beschwöre euch, Töchter Jerusalems,
Bei den Gazellen oder bei den Hirschkühen des Feldes:
Entfacht nicht und facht nicht an die Liebe, Bis es ihr gefällt!”

Aus der Studienfassung der Offenen Bibel

II - Joh 20, 11-18 (s. Reihe I am Ostersonntag)

Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Als sie nun weinte, schaute sie in das Grab 12 und sieht zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, einen zu Häupten und den andern zu den Füßen, wo sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten. 13 Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. 14 Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, dass es Jesus ist. 15 Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast; dann will ich ihn holen. 16 Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister! 17 Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. 18 Maria von Magdala geht und verkündigt den Jüngern: Ich habe den Herrn gesehen, und das hat er zu mir gesagt.

III - 2. Kor 5, 14-18

14 Denn die Liebe Christi drängt uns, zumal wir überzeugt sind, dass, wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben. 15 Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist. 16 Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr. 17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. 18 Aber das alles von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt.

IV - Hld 3, 1-5

1 [Frau:] „Auf meinem Lager in den Nächten suchte ich,
Den meine Seele liebt;
Ich suchte ihn aber fand ihn nicht.

2 [Da sagte ich mir:] ‚Ich will aufstehen und umhergehen in der Stadt,
Auf den Straßen und auf den Plätzen!
Ich will suchen, den meine Seele liebt!
Ich suchte ihn aber fand ihn nicht.

3 Es fanden mich die Wächter,
Die in der Stadt umhergingen.
[Ich fragte sie:] ‚Den meine Seele liebt, habt ihr ihn gesehen?’

4 [Nur] Weniges [war's], dass ich an ihnen vorbeigegangen war,
Bis dass ich fand, den meine Seele liebt.
Ich packte ihn und wollte ihn nicht mehr los lassen,
Bis dass ich ihn gebracht hätte ins Haus meiner Mutter
Und in die Kammer meiner Gebärerin.

5 Ich beschwöre euch, Töchter Jerusalems,
Bei den Gazellen oder bei den Hirschkühen des Feldes:
Entfacht nicht und facht nicht an die Liebe, Bis es ihr gefällt!”

Aus der Studienfassung der Offenen Bibel

V - Joh 20, 11-18 (s. Reihe I am Ostersonntag)

Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Als sie nun weinte, schaute sie in das Grab 12 und sieht zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, einen zu Häupten und den andern zu den Füßen, wo sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten. 13 Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. 14 Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, dass es Jesus ist. 15 Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast; dann will ich ihn holen. 16 Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister! 17 Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. 18 Maria von Magdala geht und verkündigt den Jüngern: Ich habe den Herrn gesehen, und das hat er zu mir gesagt.

VI - 2. Kor 5, 14-18

14 Denn die Liebe Christi drängt uns, zumal wir überzeugt sind, dass, wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben. 15 Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist. 16 Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr. 17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. 18 Aber das alles von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt.

M - Lk 8, 1-3

folgt später