das Kirchenjahr

2. Sonntag im Advent

Der kommende Erlöser

Gottesdienstentwurf

Dieser Gottesdienstentwurf ist auf die Texte der Perikopenreihe IV abgestimmt.

Der folgende Gottesdienstvorschlag soll vor allem (aber nicht nur) denen, die ungeübt sind in der Gestaltung eines Gottesdienstes, eine Hilfe sein.

Gruß: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen [Je nach Gewohnheit und Möglichkeit im Wechsel mit der Gemeinde]
Der Spruch für den 2. Sonntag im Advent steht im Evangelium nach Lukas im 21. Kapitel und lautet: Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.
Eingangslied: Die Nacht ist vorgedrungen (EG 16, 1+4+5)
Psalmgebet: Ps 80, 2-3b.5-6.15-16.19-20
Liturg oder Gemeinde: Ehr sei dem Vater und dem Sohn... (EG 177.x)
Kyriegebet: Herr Jesus Christus, du kommst - und unser Leben wird bestimmt von der Hetze des Alltags. Selten halten wir inne, um Ausschau zu halten nach dir. Bewahre uns davor, nicht mehr an dein Kommen zu glauben. Wir rufen zu dir:
Gem.: Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.
oder:
Lit. + Gem. im Wechsel: Tau aus Himmelshöhn... (EG 178.6)
Kollektengebet: Allmächtiger Gott, hier sind wir und warten voller Hoffnung auf dein Erscheinen. Lass uns nicht vergeblich hoffen, sondern mach wahr, was du durch die Zeiten verkündet hast: dass unsere Erlösung naht. Dies bitten wir dich durch Jesus Christus, deinen Sohn, durch den du uns ganz nahe kommst. Amen
Wenn zwei Lesungen gehalten werden, hier fortfahren:
Lesung: Jak 5, 7-8(9-11) (Epistel)
Lied: O Heiland, reiß die Himmel auf (EG 7, 1-5)
Wenn nur eine Lesung gehalten wird, hier fortfahren:
Halleluja-Vers (gesungen oder gesprochen): Gott wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit seiner Wahrheit.
Gesang: Halleluja* (EG 181.x)
Lesung: Lk 21, 25-33 (Evangelium)
Lied: Nun komm der Heiden Heiland (EG 4)
Predigt/Ansprache/Meditation/Lesung des Predigttextes und Stille (Predigttext: Jes 63, 15 - 64, 3)
Lied: O Heiland, reiß die Himmel auf (EG 7)
Fürbitte
Sieh herab auf uns, du Allmächtiger, sieh herab und senke auf uns dein unergründliches Erbarmen.
Bewahre unsere Herzen, dass wir nicht aufhören, mit dir zu rechnen. Ja, du bist groß, und wir wollen, dass die Menschheit es erkennt. Darum setze sichtbare Zeichen, durch uns, mit uns.
Mache uns zu Zeugen deiner wunderbaren Güte, indem wir verkünden, was du Gutes an uns getan hast. Gebrauche du uns.
Erbarme dich über die, die alle Macht bei sich selbst suchen, und lass die nicht leer ausgehen, die von den Reichen missachtet werden und hungern müssen.
Lass deine Kirche lebendige Kirche sein, die niemanden allein lässt, die in die Häuser geht und hilft, wo es Not tut.
Erfülle uns mit deiner Güte: die Kranken, die Alten, die Jungen, die Verzweifelten, die Einsamen: rühre sie an.
Komm. Zerreiße den Himmel, dass alle Welt dich sehen kann: das Kind in der Krippe, den lebendigen Gott.
Amen
Vaterunser
Segen: Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige, Vater, Sohn und Heiliger Geist. oder
Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig, Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Schlusslied: „Tröstet, trostet”, spricht der Herr (EG 15, 1+6)


Es bleibt jedem überlassen, den Vorschlag den Gegebenheiten anzupassen.

Rechtliche Hinweise:
Wenn man einen Gottesdienst als Video oder Ton aufnimmt und im Internet verfügbar macht, muss man das Urheberrecht beachten. Die hier gemachten Liedvorschläge sollten diesbezüglich kein Problem darstellen, da sie nach geltendem Urheberrecht rechtefrei sind (der Autor muss länger als 70 Jahre verstorben sein), es sei denn, es wird ausdrücklich auf das Urheberrecht hingewiesen. Die Gebetstexte stammen von mir und dürfen genutzt werden.
Gottesdienste, die auf YouTube eingestellt werden, sollten auch mit anderen Liedern abgedeckt sein, da die EKD einen Rahmenvertrag mit der GEMA für Veröffentlichungen auf YouTube geschlossen hat. Eine Rückversicherung bei der Rechtsabteilung der eigenen Landeskirche empfiehlt sich dennoch. Bei Veröffentlichung des virtuellen Gottesdienstes auf der Webseite der Gemeinde ist es gut, sich auf das hier vorgeschlagene Liedgut (oder andere Lieder, die nicht mehr urheberrechtsgeschützt sind) zu beschränken.


* Das „Halleluja” steht bewusst unmittelbar vor der Evangeliumslesung, denn es leitet das Evangelium ein und schließt nicht, wie in den vergangenen Jahrzehnten üblich geworden, die Epistellesung ab.