Epiphanias hat vielleicht die vielfältigste Bedeutung von allen Festen: an Epiphanias findet das Gedenken an die drei Weisen aus dem
Morgenland genauso statt wie die Erinnerung an die Taufe Jesu. Es ist das Fest, das die Bedeutung des Christfestes weiter vertieft.
Darum wird zu Epiphanias zunächst die Geburtsgeschichte Jesu nach Matthäus als Evangelium gelesen, und andere
Perikopen zeugen von Jesus als dem Licht, das in die Welt kam, um endlich das Dunkel zu erleuchten, das die Menschheit umfing.
Eingangsvotum:
Am Epiphanias-Fest hören wir das Evangelium von den drei Weisen aus dem Morgenland. Sie kommen als Heiden, um den neugeborenen
König der Juden, den Christus, zu sehen. Darin wird uns zeichenhaft die Bedeutung Jesu für die ganze Welt, für alle Völker, deutlich.
In ihm schauen wir die Herrlichkeit Gottes und haben Grund, in dieser Welt, die noch in der Dunkelheit liegt, zu hoffen und uns zu freuen an dem Geheimnis, das uns
in Jesus Christus offenbart ist.
Wochenspruch:
Die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint jetzt. (1. Joh 2, 8)
Gelobt sei Gott der Herr, der Gott Israels, der allein Wunder tut! (Ps 72, 18)
Halleluja-Vers:
Lobet den Herrn, alle Heiden! Preiset ihn, alle Völker! (Ps 117, 1)
Bach-Kantaten:
*BWV 1 - Wie schön leuchtet der Morgenstern BWV 65 - Sie werden aus Saba alle kommen
BWV 123 - Liebster Immanuel, Herzog der Frommen
Anmerkungen:
Wenn der 6.1. kein staatlicher Feiertag ist, kann der Gottesdienst am Abend gefeiert werden. Sonst tritt das Proprium des 6.1.
an die Stelle des Propriums des benachbarten Sonntags.