Epiphanias hat vielleicht die vielfältigste Bedeutung von allen Festen: an Epiphanias findet das Gedenken an die drei Weisen aus dem
Morgenland genauso statt wie die Erinnerung an die Taufe Jesu. Es ist das Fest, das die Bedeutung des Christfestes weiter vertieft.
Darum wird zu Epiphanias zunächst die Geburtsgeschichte Jesu nach Matthäus als Evangelium gelesen, und andere
Perikopen zeugen von Jesus als dem Licht, das in die Welt kam, um endlich das Dunkel zu erleuchten, das die Menschheit umfing.
Als Jesus geboren war in Bethlehem in
Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem
Morgenland nach Jerusalem und sprachen: 2 Wo ist der
neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland
und sind gekommen, ihn anzubeten. 3 Als das der König
Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, 4
und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des
Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte.
5 Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht
geschrieben durch den Propheten (Micha 5,1): 6 Und du,
Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den
Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk
Israel weiden soll. 7 Da rief Herodes die Weisen heimlich zu
sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre,
8 und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und
forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet, so sagt mir's
wieder, dass auch ich komme und es anbete. 9 Als sie nun
den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie
im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort
stand, wo das Kindlein war. 10 Als sie den Stern sahen, wurden
sie hoch erfreut 11 und gingen in das Haus und fanden das
Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und
taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.
12 Und Gott befahl ihnen im Traum, nicht wieder zu Herodes
zurückzukehren; und sie zogen auf einem andern Weg wieder in ihr
Land.
Ihr habt ja gehört, welches Amt die Gnade
Gottes mir für euch gegeben hat: 3 Durch Offenbarung ist
mir das Geheimnis kundgemacht worden. ... 5 Dies war in
früheren Zeiten den Menschenkindern nicht kundgemacht, wie es jetzt
offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist;
6 nämlich dass die Heiden Miterben sind und mit zu
seinem Leib gehören und Mitgenossen der Verheißung in Christus Jesus
sind durch das Evangelium.
Johannes gibt Zeugnis von ihm und ruft: Dieser
war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist;
denn er war eher als ich. 16 Und von seiner Fülle haben
wir alle genommen Gnade um Gnade. 17 Denn das Gesetz ist durch
Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.
18 Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist
und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt.
Nun freue ich mich in den Leiden, die
ich für euch leide, und erstatte an meinem Fleisch, was an den Leiden
Christi noch fehlt, für seinen Leib, das ist die Gemeinde.
25 Ihr Diener bin ich geworden durch das Amt, das Gott mir
gegeben hat, dass ich euch sein Wort reichlich predigen soll,
26 nämlich das Geheimnis, das verborgen war seit ewigen
Zeiten und Geschlechtern, nun aber ist es offenbart seinen Heiligen,
27 denen Gott kundtun wollte, was der herrliche Reichtum dieses
Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung
der Herrlichkeit.
Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht
kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! 2
Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die
Völker; aber über dir geht auf der HERR und seine Herrlichkeit
erscheint über dir. 3 Und die Heiden werden zu
deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir
aufgeht. 4 Hebe deine Augen auf und sieh umher:
Diese alle sind versammelt und kommen zu dir. Deine Söhne werden von ferne
kommen und deine Töchter auf dem Arme hergetragen werden. 5
Dann wirst du deine Lust sehen und vor Freude strahlen, und dein
Herz wird erbeben und weit werden, wenn sich die Schätze der Völker
am Meer zu dir kehren und der Reichtum der Völker zu dir
kommt. 6 Denn die Menge der Kamele wird dich
bedecken, die jungen Kamele aus Midian und Efa. Sie werden aus Saba alle
kommen, Gold und Weihrauch bringen und des HERRN Lob verkündigen.
Ist nun aber unser Evangelium verdeckt, so ist's
denen verdeckt, die verloren werden, 4 den Ungläubigen,
denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen
das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das
Ebenbild Gottes. 5 Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern
Jesus Christus, dass er der Herr ist, wir aber eure Knechte um Jesu
willen. 6 Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis
hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass
durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes
in dem Angesicht Jesu Christi.