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4. Sonntag nach Epiphanias
Vertrauen in Gottes Macht* - Predigtanregung

Proprium | Predigtanregung | Predigttext | Liedvorschläge | Gebete | Predigten

Am 4. Sonntag nach Epiphanias steht Gottes Macht über die Naturmächte im Vordergrund. Jesu Sturmstillung, die Sintflut, die Worte Gottes durch den Propheten - alles führt uns vor Augen, dass Gott den Weltenlauf mit Leichtigkeit verändern. Doch während die Sintflut dazu diente, den "Versuch" mit der Menschheit noch einmal neu anzufangen, zielen die anderen Geschichten schon eher darauf ab, dass der Mensch sich ändern soll, um solche Katastrophen abzuwenden. In der Sturmstillung tadelt Jesus den kleinen Glauben der Jünger. Der Prophet rät dem Volk Israel, Gott zu fürchten und nicht die Menschen, deren Macht ja doch sehr begrenzt ist. Die Epistellesungen gehen in die gleiche Richtung.

IV - Eph 1, 15-20a

Darum auch ich, nachdem ich gehört habe von dem Glauben bei euch an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen, 16 höre ich nicht auf, zu danken für euch, und gedenke euer in meinem Gebet, 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen. 18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist 19 und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns, die wir glauben, weil die Macht seiner Stärke bei uns wirksam wurde, 20 mit der er in Christus gewirkt hat. Durch sie hat er ihn von den Toten auferweckt.

Dieser Abschnitt aus dem ersten Kapitel des Epheser-Briefes ist noch Bestandteil des Grußes. Er zeichnet sich dadurch aus, dass Paulus die Gemeinde für ihren Glauben lobt. Zugleich mag unterschwellige Kritik darin zu finden sein, dass er für die Gemeindeglieder betet, damit sie den Geist der Wahrheit und der Offenbarung empfangen und sie erkennen, zu welcher Hoffnung sie berufen sind. Man könnte daraus lesen, dass im Verständnis des Glaubens unter den Ephesern (noch) ein Defizit besteht. Dieses Defizit könnte darin bestehen, dass die Auferweckung Jesu nicht anerkannt oder zumindest bezweifelt wird. Folglich würde auch die Macht Jesu als des Herrn über die ganze Welt, sprich als Gott, bezweifelt werden. Diese Schlussfolgerungen leiten sich allerdings erst aus den nachfolgenden Versen ab.
Der Schwerpunkt des vorliegenden Abschnitts liegt auf dem Gebet des Apostels für die Gemeinde, dass sie die Größe und Tragweite ihres Glaubens erkennen mögen. Darum darf man aber nicht das am Anfang stehende Lob vernachlässigen. Offensichtlich ist die Gemeinde in Ephesus etwas Besonderes - sie ist bekannt für ihre Liebe zu allen Heiligen, wobei man freilich fragen darf, wer diese Heiligen sind: die Gläubigen, oder etwa die Apostel? Aus dem Nachfolgenden darf man wohl schließen, dass mit "Heilige" alle Gläubigen gemeint sind (Vers 18). Also wendet sich die Liebe der Gemeinde in Ephesus allen Gläubigen zu. Dafür hat Paulus allen Grund zu danken.
Das Gebet des Apostels um den Geist der Weisheit für die Gemeinde schließt sich an. Er wünscht für sie, dass sie die Macht erkennen, die Gott durch Christus gewirkt hat. Hierin wird der kirchenjahreszeitliche Zusammenhang deutlich. Es geht ja um das Vertrauen in die Macht Gottes. Auch wenn wir nicht sicher wissen, dass es hier ein Defizit gegeben hat in der Gemeinde von Ephesus, so ist gerade dieses Vertrauen so wichtig. Wenn Jesus nicht der Sohn Gottes wäre, dem alle Macht gegeben ist im Himmel und auf Erden, könnte man ihm nicht vertrauen. Damit sie dies erkennen, bittet Paulus für sie.
Die Predigt kann getrost das Lob als erstes aufnehmen und in der Gemeinde nach Elementen suchen, die des Lobes würdig sind. Es wird den Zuhörern gut tun, einmal gelobt zu werden, auch wenn es nur dafür sein sollte, dass sie treu die Gottesdienste besuchen. In unserer Zeit, in der die Macht des Menschen wächst und wächst, wird Gottes Macht aber immer kleiner. Da muss dann weiter nachgehakt werden. Wessen Macht ist größer? Auf wessen Macht können wir unser Vertrauen setzen?

Liedvorschläge zur Predigt:


Herr Christ, der einig Gotts Sohn (EG 67)
*Jesus Christus, unser Heiland EG 102)
Preis, Lob und Dank sei Gott, dem Herren (EG 245)
Herr Jesu, Gnadensonne (EG 404)
Alle Knospen springen auf (EG 651)

Fürbittengebet

Herr Gott, du hast uns Augen gegeben, damit wir sehen, und doch sehen wir damit nur die Oberfläche. Du willst uns Augen des Herzens geben, damit wir auch hinein schauen können in die Herzen unserer Mitmenschen, und damit wir sehen, wie wunderbar du an uns und an deiner Schöpfung wirkst.
Darum bitten wir dich: öffne uns die Augen des Herzens, damit wir sehen und handeln, damit wir unser Gesicht nicht verlieren, sondern alle Welt erkennt, wie groß und wunderbar du bist.
Herr, wir sehen, wie vielen Menschen der Schein so viel wichtiger ist als das Sein und bitten dich: öffne ihre Augen, dass sie die Vergänglichkeit dessen, was sie so hoch schätzen, erkennen, und wieder Hoffnung gewinnen, die Hoffnung, zu der du uns berufen hast.
Halte die Herzensaugen derer offen, die die Hoffnung aufgeben wollen, die ihrem Leben keinen Sinn mehr abgewinnen können, die verzweifelt oder verzagt sind. Lass sie den Reichtum der Herrlichkeit erkennen, die auch ihnen bereitet ist.
Lass nicht zu, dass Hass oder Angst die Augen der Herzen verschleiern und blind machen. Lass deine Kraft walten in denen, die meinen, alles aus eigener Kraft zu vermögen.
Wir rufen zu dir, denn du hast alles in Händen; dir allein gebührt Ehre und Ruhm.
Amen.

Die Anregungen für alle Predigtreihen

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Zuletzt überarbeitet: 30 Januar 2017
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