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Simeon - Predigtbeispiele

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Predigtvorschläge zu Lk 2, (22-24) 25-38 (39-40)
Rev. 2014: Joh 12, 44-50 (s. Reihe V) (I)

Sie finden eine Predigt zu Joh 12, 44-50 unter stiftskirchengemeinde.kaiserdom-koenigslutter.de


Liedvorschläge:

Es kommt ein Schiff, geladen (EG 8)
Gott sei Dank durch alle Welt (EG 12)
Nun singet und seid froh (EG 35)
Wunderbarer Gnadenthron (EG 38)
Jesus ist kommen (EG 66)
Im Frieden dein, o Herre mein (EG 222, 1.3)
Ja, ich will euch tragen (EG 380)
Mit Fried und Freud fahr ich dahin (EG 519)
Wenn mein Stündlein vorhanden ist (EG 522)
Herr, wir stehen Hand in Hand (NB-EG 602)

Predigtvorschläge zu 1. Joh 1, 1-4
Rev. 2014: Mt 2, 13-18 (19-23) (s. Reihe III) (II)

Den Predigttext aus dem 1. Brief des Johannes möchte ich Ihnen noch einmal in eigenen Worten vortragen, denn Luthers Übersetzung ist zwar genial, aber es fällt schwer, den Sinn zu erfassen, wenn man sie nur hört und nicht auch vor Augen hat.
Was von Anfang an war, das verkündigen wir euch. Denn das haben wir gehört. Wir haben es auch mit unseren eigenen Augen gesehen, wir haben es betrachtet und mit unseren Händen betastet: Es ist das Wort des Lebens. Und dieses Leben ist uns erschienen. Darum bezeugen wir es und verkündigen es euch: das ewige Leben! Denn wir möchten, dass ihr so wie wir dieses Wort des Lebens annehmt, damit wir untereinander und mit Gott, dem Vater, und seinem Sohn Jesus Christus Gemeinschaft haben.
Das schreiben wir, damit unsere Freude vollkommen wird.


Das ist schon ein merkwürdiger Text. Wenn der Verfasser des Briefes noch leben würde, würde ich ihm wohl einen Brief schreiben, etwa so:
Lieber Bruder in Christus, Johannes!
Was willst du uns eigentlich mit deinem Brief mitteilen? Es kommt mir alles etwas merkwürdig vor, ich möchte fast sagen: konstruiert. Du hast sicher lange nach Worten gerungen, bis du die richtige Formulierung gefunden hattest und niederschreiben konntest. Ich möchte nicht wissen, wie oft du neu angefangen hast. Vermutlich hast Du lange vor dem leeren Blatt Pergament gesessen, denn geschrieben hast du sicher erst, als du wusstest, dass du es so stehen lassen kannst. Schließlich ist Pergament sehr teuer.
Der Anfang deines Briefes erinnert mich an den Anfang des Johannes-Evangeliums: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. So heißt es da. Und du schreibst: Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben...
Das klingt schon sehr ähnlich, aber es ist doch ganz anders. Du legst Wert darauf, dass das Wort sichtbar geworden ist. Es ist nicht Wort geblieben. Aber so steht es ja auch im Johannes-Evangelium: Das Wort wurde Fleisch und wohnte mitten unter uns. Auch hier scheint also eine Verwandtschaft zu bestehen.
Und doch klingt alles etwas anders. Denn Deine Worte laufen auf etwas anderes hinaus. Im Johannes-Evangelium erscheint es mir, dass das Wort immer isoliert, für sich, steht - gewissermaßen als Einzelkämpfer, über alle anderen erhaben. Es ist niemand da, der mit ihm geht und ihn auf seinem Weg begleitet. Natürlich gibt es da die Jüngerinnen und Jünger, aber sie sind nur Schüler, die zum Meister aufblicken. Dieser Meister, Jesus Christus, stellt im Johannes-Evangelium die Mitte, oder besser sogar, den Gipfel dar, zu dem sich alle empor begeben wollen. Es dreht sich alles um ihn, um diesen Mittelpunkt.
Aber der Anfang Deines Brief, lieber Johannes, läuft auf etwas anderes hinaus: es ist die Erfahrung des Wortes. Du betonst, dass du das Wort gesehen und gehört, ja, auch berührt hast. Worte kann man zwar nicht berühren, aber wir wissen ja, dass Du Jesus damit meinst, unseren Heiland. Er ist dir ganz nah gekommen, du hast Gemeinschaft mit ihm - so verstehe ich deine Worte. Und du willst, dass auch wir, die wir deinen Brief lesen, diese Gemeinschaft erleben.
Da frage ich mich dann doch, wie soll das gehen? Du bist einer seiner Jünger gewesen, du hast ihn wirklich gesehen und berührt, die Erfahrung ist für dich ganz leibhaftig gewesen. Aber ich?
Kannst du dir vorstellen, wie sehr ich mir diese Erfahrung wünsche? Ich würde unheimlich gerne auch einmal, ein einziges Mal nur, und sei es nur für Sekunden, ihm gegenüber stehen. Ich sehne mich nach solch einer leibhaftigen Begegnung mit dem Wort. Ich hätte so viele Fragen und wüsste doch, dass ich sie dann nicht mehr stellen bräuchte.
Aber weil mir das nicht möglich ist, darum kann ich deine Begeisterung nicht ganz nachvollziehen. Ja, ich bin schon etwas neidisch, und wenn ich versuche, es nicht zu sein, habe ich dennoch das Gefühl, ein zweitrangiger Nachfolger von Jesus zu sein. Ich denke, du verstehst, was ich meine?
Der Friede Gottes möge dich bewahren!
Dein Bruder im Herrn, Martinus

Johannes würde vielleicht so auf meinen Brief antworten:

Lieber Bruder im Herrn, Martinus,
Ich danke dir sehr für deinen Brief. Du hast Recht, ich habe lange vor dem frischen Pergament gesessen und überlegt, wie ich anfangen soll. Ich habe immer wieder meine Gedanken verworfen und neu angesetzt, bis schließlich, so glaube ich, mich Gottes Geist erfasst hat und mir die rechten Worte zeigte. Dann konnte ich schreiben.
Ich habe meinen Brief nicht mehr vor Augen, ich habe ihn ja an die Gemeinde abgeschickt, aber ich glaube, dass er mir gut gelungen ist.
Doch das nur am Rande. Ich sehe nämlich, dass Du mein Anliegen durchaus verstanden hast: ich will, dass wir alle gemeinsam die Gemeinschaft mit unserem Herrn Jesus Christus erfahren und uns in dieser Gemeinschaft einander stärken und stützen.
Du sagst, du bist neidisch auf mich? Warum denn? Weil du meinst, ich hätte unseren Herrn Jesus leibhaftig gesehen, wäre einer seiner Jünger gewesen? Lieber Martinus, Du müsstest doch wissen, dass das nicht wahr ist. Ich war noch gar nicht geboren, als unser Herr auf Erden gewandelt ist, als er gekreuzigt und ins Grab gelegt wurde und schließlich am dritten Tage von den Toten auferstand.
Mein Vater wurde in jener Zeit geboren. Seine Mutter, meine Großmutter, hatte ihm erzählt, dass sie mit ihm zu Jesus gegangen war, damit er ihn segnete. Seitdem hat er unserer Familie keine Ruhe mehr gelassen, bis alle getauft waren. Diese eine Begegnung mit ihm hatte gereicht, um das Leben meiner Großeltern derart zu verändern. Ich wurde dann geboren, als Paulus in Ephesus war und dort den großen Aufruhr verursachte.
Du siehst, ich bin mitnichten einer von denen, die Jesus leibhaftig gesehen haben. Aber, das kann ich dir versichern: ich habe dennoch das Wort berührt. Denn es hat mich zuerst berührt. Ich habe es auch mit meinen eigenen Augen gesehen, wie es unter den Menschen gewirkt hat. Es hat auch mich ergriffen, mit aller Macht hat es mein Herz umfasst, und ich habe gespürt: ihm gehöre ich, und niemandem sonst.
Das ist meine Begegnung mit dem Wort. Sie hat sich oft wiederholt, z.B. jedesmal, wenn ich anderen Christen begegnet bin, die mir von ihren eigenen Erfahrungen erzählt haben. Glaube mir, es tut gut, so etwas zu hören, auch wenn die Umstände, in denen Gott wirkt, manchmal sehr traurig sind. Jedesmal wurde mir klar: er ist da, er wirkt unter uns, er ist lebendig und leibhaftig gegenwärtig, er, der Ewige, der Auferstandene, der Erhabene.
Darum betone ich die Gemeinschaft untereinander. Es ist so wichtig, dass wir Christen miteinander reden über unsere Erfahrungen des Wortes - wie es uns geholfen hat in schweren Situationen, wie es uns fröhlich gemacht hat, wie es uns geführt hat.
Nur wenn wir diese Gemeinschaft erhalten, können wir auch am Leben teilhaben, das uns durch das Wort geschenkt ist. Aber Du hast es ja selbst erfahren.
Glaube mir, du bist nicht zweitrangig. Wir, die wir von der Botschaft der Liebe ergriffen sind, sind alle ebenbürtig.
Noch ein Rat: Feiere das Mahl des Herrn, so oft du kannst. Denn nirgendwo sonst kannst Du die Gemeinschaft mit dem Herrn so deutlich erfahren wie im Brotbrechen und in der Gemeinschaft des Gebets.
Und wenn Du genau hinschaust: vielleicht erkennst du auch mich unter denen, die mitfeiern.
Die Liebe Gottes sei mit dir!
Dein Bruder im Herrn, Johannes

Amen


Liedvorschläge:

*Gelobet seist du, Jesu Christ (EG 23)
*Lobt Gott, ihr Christen allegleich (EG 27)
Es ist ein Ros entsprungen (EG 30)
Dies ist die Nacht, da mir erschienen (EG 40)
*Jesu, meine Freude (EG 396)
*Stern über Bethlehem (HN-EG 542; NB-EG 544)

Predigtvorschläge zu Joh 12, 44-50
Rev. 2014: Gal 4, 1-3 (4-7) (V)

Sie finden eine Predigt zu diesem Text unter stiftskirchengemeinde.kaiserdom-koenigslutter.de


Liedvorschläge zur Predigt:

Gelobet seist du, Jesu Christ (EG 23)
Zu Bethlehem geboren (EG 32)
Wunderbarer Gnadenthron(EG 38)
Dies ist die Nacht, da mir erschienen(EG 40)
Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel(EG 41)
Das alte Jahr vergangen ist(EG 59)
Das Jahr geht still zu Ende(EG 63)
Der du die Zeit in Händen hältst(EG 64)
Der Morgenstern ist aufgedrungen (EG 69)
Wie schön leuchtet der Morgenstern (EG 70)
O Jesu Christe, wahres Licht (EG 72)

Zuletzt überarbeitet: 08 April 2015
© Copyright 1998-2015 by Martin Senftleben

Bibeltexte: © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
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