Am 3. Sonntag im Advent steht der "Vorläufer des Herrn", Johannes der Täufer, im Vordergrund.
Während die Evangelienlesungen und die alttestamentliche Lesung dieses Thema aufgreifen, betrachten die Epistellesungen unseren Umgang mit der Botschaft,
die wir empfangen haben, als Haushalter über die Geheimnisse Gottes (1. Kor 4, 1-5), als Hoffende (Röm 15, 4-13) und als die, die schlafen und das Kommen
des Herrn verpassen, wenn sie nicht aufwachen (Offb 3, 1-6). Diese drei Aspekte sind schwer dem Thema unterzuordnen, es sei denn, man sieht darin die Reaktion auf
die Botschaft des Propheten, denn alle drei sind geschrieben in der Erwartung, dass der Herr kommt, aber noch nicht endgültig da ist.
Es entfällt das "Gloria in excelsis".
Eingangsvotum:
Am 3. Advent denken wir besonders an Johannes den Täufer, dessen Aufruf zur Buße uns auch heute erklingt. Aber er ist es auch, der hingewiesen
hat auf das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt. So bekennen wir unsere Schuld in dem Vertrauen, dass wir in Christus die Erlösung haben.
Wochenspruch:
Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig! (Jes 40, 3.10)
Herr, lass meine Seele leben, dass sie dich lobe und dein Recht mir helfen. (Ps 119, 175)
Halleluja-Vers:
Der Herr ist gnädig und gerecht, und unser Gott ist barmherzig. (Ps 116, 5)
Vorschläge zur Gottesdienstgestaltung:
Adventsgottesdienste bieten viele Gestaltungsmöglichkeiten. Man kann z.B. die Wirkung des kommenden Lichtes feiern. Ähnlich wie in der
Osternacht, wird die Kirche nur durch Kerzen erhellt. Oder ein Teil des Gottesdienstes sieht vor, dass das elektrische Licht verlischt und anstelle dessen Kerzen in den
Reihen entzündet werden.
Bach-Kantaten:
*BWV 132 - Bereitet die Wege, bereitet die Bahn *BWV 167 - Ihr Menschen, rühmet Gottes Liebe