I - Joh 2, 1-11 II - Röm 12, (4-8) 9-16 FürbittengebetHimmlischer Vater, du schenkst uns deinen Sohn, damit wir durch ihn Gemeinschaft mit dir haben und frei werden von allem,
was uns daran hindert, einander in Liebe zu begegnen. Wir danken dir für deine große Liebe und bitten dich: stärke unseren Glauben,
damit wir vielen Menschen ein Vorbild werden und dir zur Ehre leben. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir wollen den Weg des Glaubens gehen und erkennen dabei: du schenkst uns eine Gemeinschaft, in der wir nicht allein sind. Das
macht uns aufmerksam für die, die niemanden haben, mit dem sie reden können, weil sie alt oder krank sind, weil sich niemand um sie
sorgt und kümmert. Wir bitten dich: lass diese Menschen erfahren, dass du sie mit deiner Liebe nicht allein lässt. Führe uns zu ihnen.
Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir wollen den Weg des Glaubens gehen und erkennen dabei: du schenkst uns überreichlich von allem, was wir zum Leben brauchen.
Das macht uns aufmerksam für die, die nicht genug zu essen haben, ja, die am Verhungern sind, während wir im Überfluss leben. Wir
bitten dich: lass nicht zu, dass die Güter dieser Welt so ungerecht verteilt sind. Hilf uns, dass wir das, was wir haben, mit den Hungernden
teilen und so deine Liebe sichtbar werden lassen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir wollen den Weg des Glaubens gehen und erkennen dabei: du schenkst uns eine tragfähige Gemeinschaft, in der sich niemand sorgen
muss. Das macht uns aufmerksam für die, die Entscheidungen für andere fällen müssen und dabei von den Interessen bestimmter
Machtgruppen geleitet werden. Wir bitten dich: lass nicht zu, dass unsere Politiker ihre Entscheidungen aufgrund der Interessen der
Konzerne fällen, sondern dass sie die Interessen der Menschen im Blick haben. Mache uns zu aufmerksamen Begleitern der politischen
Entwicklung, dass wir darauf hinweisen, wenn es an Liebe fehlt. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich!
Wir wollen den Weg des Glaubens gehen und erkennen dabei: du schenkst uns Freude, Gesundheit und Kraft. Das macht uns aufmerksam
für die, die krank sind oder dem Tod ins Auge sehen. Wir bitten dich: lass sie erkennen, dass du ihre Hoffnung bist. Zeige uns Wege, ihnen
zu begegnen und sie teilhaben zu lassen an der Hoffnung, die uns trägt. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich (EG 178.11)
Herr, wir danken dir, dass du uns in deine große Gemeinde gerufen hast. Wir bitte dich, dass du uns immer wieder daran erinnerst, dass wir
dazu gehören. Führe uns zueinander, wenn wir nicht wissen, wie es weitergehen soll. Das bitten wir dich durch Jesus Christus, deinen Sohn.
Amen III - 2. Mose 33, 17b-23 2. Mose 33, (12-17a) 17b-23 (W) IV - 1. Kor 2, 1-10 V - Mk 2, 18-20 (21-22) FürbittengebetVorschlag I:
Himmlischer Vater, du feierst ein Fest und wir sind deine Gäste. Lass uns die
Festfreude spüren, die wir durch deine Nähe erfahren, und lass sie ansteckend
sein. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich (EG 178.11)
Es gibt so viele Menschen, die nicht mitfeiern können: Die Einsamen - lass
sie nicht allein. Sende Menschen zu ihnen, die ihnen helfen, das Gefühl des
Verlassenseins zu überwinden. Die Ausgestoßenen - Sende Menschen zu ihnen,
die ihnen das Gefühl geben, dass sie angenommen sind. Die, die nicht mehr wissen,
wo sie zu Hause sind - lass sie ein neues zu Hause finden. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich (EG 178.11)
Es gibt so viele Menschen, die nicht mitfeiern können: Die Hungernden - lass
uns ihre Not erkennen. Hilf uns Wege finden, wie wir sie an unserem Reichtum teilhaben
lassen können. Die Kriegsopfer - lass die Kriegsherren erkennen, welches Leid
sie über ihre Bevölkerung bringen, und Wege der Versöhnung und des
Friedens suchen. Lass uns nicht aufhören, für den Frieden in der ganzen
Welt einzutreten. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich (EG 178.11)
Es gibt so viele Menschen, die nicht mitfeiern können: Die Verantwortlichen
in Politik und Wirtschaft, die nur noch von Sachzwängen geleitet werden. Öffne
ihre Augen, dass sie bereit werden, zu lieben. Lass Menschen auf sie zugehen, die
ihnen deine Liebe nahebringen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich (EG 178.11)
Es gibt so viele Menschen, die nicht mitfeiern können: die Hochmütigen,
die glauben, alles aus eigener Kraft zu schaffen. Lass sie erkennen, dass ihnen
Grenzen gesetzt sind. Begegne ihnen in Liebe und vergib ihnen, wenn sie glauben,
deinen Platz einnehmen zu können. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich (EG 178.11)
Es gibt so viele Menschen, die nicht mitfeiern können: die Kranken und Elenden,
die an dir verzweifeln und fragen, ob es dich gibt, weil sie deine Nähe nicht
spüren. Lass sie nicht in dieser Ungewissheit. Sende Menschen zu ihnen, die
ihnen die Gewissheit schenken, dass du bei ihnen bist, auch in den Stunden des Leids.
Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich (EG 178.11)
Herr, du lädst uns ein zu deinem Fest. Wir freuen uns darauf, dass du so
gnädig bist, und sind fröhlich, Gemeinschaft mit dir zu haben und mit
allen Heiligen, die uns vorangegangen sind, dich in deiner Herrlichkeit zu schauen.
Amen
Anm.: Die Verwendung von 178.11 als Gebetruf ist natürlich nur eine Option,
die durch einen in der Gemeinde üblichen Gebetsruf ersetzt werden kann..
Vorschlag II:
Gott, du schenkst uns Zeit der Gemeinschaft mit dir. Dafür danken wir dir und bitten dich:
Hilf uns, dass wir diese Zeit in angemessener Weise nutzen. Lass uns bewusst werden, wie sehr du uns liebst, und mache uns bereit,
dies sichtbar werden zu lassen für die Menschen, denen wir begegnen.
Wir bitten dich für alle die, die keine Zeit haben: lass sie innehalten und erkennen, dass du unsere Zeit in Händen hältst.
Wir bitten dich für alle die, die ihre Zeit gekommen sehen: lass sie spüren, dass du ihnen nahe bist, dass du sie hältst und trägst.
Wir bitten dich für alle, die noch viel Zeit vor sich haben: lehre sie, ihre Zeit in sinnvoller Weise zu nutzen, und schenke ihnen Begegnungen mit dir.
Wir bitten dich für alle, die nichts mit ihrer Zeit anzufangen wissen: leite sie auf deinen Weg.
So führe du auch uns und lass uns deine Gnade spüren, du, dem allein Ruhm und Ehre gebührt in Ewigkeit.
Amen VI - Hebr 12, 12-18 (19-21) 22-25a - Tagesgebete - nicht nur für den Gottesdienst. v. Jochen Arnold, Fritz Baltruweit u.a.. Lutherisches Verlagshaus 2006, 128 S. - 1. Auflage.
- Gebete für den Gottesdienst. v. Gerhard Engelsberger. Kreuz Verlag 2002, 288 S. - 1. Auflage.
Eingangs-, Tages-, Kollekten-, Fürbitten, Buß-, Segens- und Abendmahlsgebete, sowie Gebete für Familiengottesdienste. Eine umfangreiche
Sammlung
- Evangelisches Gottesdienstbuch - Ergänzungsband. v. Kirchenleitungen der EKU und der VELKD (Hg.). Ev. Haupt-Bibelgesellschaft 2006
- Beten mit Paulus und Calvin. v. Rudolf Bohren. Vandenhoeck & Ruprecht 2008, 157 S. - 1. Auflage.
Beten heißt, Gott vertrauen, ihm begegnen wollen. Dabei ist es oft schwierig, die richtigen Worte zu finden. Rudolf Bohren folgt Regeln zur Einübung
in das Gebet: Er betet von der Bibel her, formuliert seine Gebete vom Horizont seiner Lehrer aus - Paulus und Calvin - und ergreift das Wort für andere. Seine
Gebete bauen Brücken und helfen uns zu einer erneuten Begegung mit Gott.
- Fürbitten für die Gottesdienste im Kirchenjahr. Reihe ggg v. Jochen Arnold u.a.. Lutherisches Verlagshaus 2006, 204 S. - 1. Auflage.
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