das Kirchenjahr

Reminiszere

Gott und Mensch

Predigtanregung

Der Name des Sonntags Reminiszere leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: "Reminiscere miserationum tuarum, Domine, et misericordiarum tuarum quae e saeculo sunt." (Ps 25, 6; deutsch s. unten, wörtliche Übersetzung von "Reminiszere" hervorgehoben)
Am Sonntag Reminiszere geht es um das Verhältnis zwischen Gott und Mensch. Das Evangelium weist hin auf die Notwendigkeit des Menschen, sich Gott zuzuwenden und sich von der „Macht der Finsternis” zu lösen. Das Gleichnis von den bösen Weingärtnern (Reihe V) verdeutlicht die Konsequenzen, die beim Verbleiben in der Finsternis, d.h. der Ich-Bezogenheit, zu erwarten sind. Wohl wissend, was sie tun, bringen die Weingärtner den Sohn des Besitzers um, hoffend, dass sie dann den ganzen Besitz für sich einstreichen können. Ganz offensichtlich soll das Gleichnis darauf hindeuten, dass die Menschen, die eine Verantwortung von Gott übertragen bekommen haben (jeder), das ihnen Anvertraute lieber als ihr Eigentum ansehen wollen und dabei die Rechte und den Anspruch Gottes zu missachten (und damit auch seine Macht).
Die Frage dieses Sonntags und dieser Woche ist daher die, wie wir uns zu Gott stellen wollen. Die Antwort muss jede Person für sich geben, wobei durch das Evangelium schon klar sein dürfte, dass eine Veränderung, ja, eine Neugeburt vollzogen werden muss, um die von Gott erwartete Antwort geben zu können.

Klicken Sie hier für die Anregungen für alle Predigtreihen (soweit vorhanden)

IV - Mt 26, 36-46

Da kam Jesus mit ihnen zu einem Garten, der hieß Gethsemane, und sprach zu den Jüngern: Setzt euch hier, solange ich dorthin gehe und bete. 37 Und er nahm mit sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und fing an zu trauern und zu zagen. 38 Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wacht mit mir! 39 Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! 40 Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Könnt ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen? 41 Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. 42 Zum zweiten Mal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht möglich, dass dieser Kelch an mir vorübergehe, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille! 43 Und er kam und fand sie abermals schlafend, und ihre Augen waren voller Schlaf. 44 Und er ließ sie und ging abermals hin und betete zum dritten Mal und redete dieselben Worte. 45 Dann kam er zu seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr weiter schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist da, dass der Menschensohn in die Hände der Sünder überantwortet wird. 46 Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrät.

Anregung folgt später

Liedvorschläge zur Predigt:


Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld (EG 83)
Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken (EG 91)
Nun gehören unsre Herzen (EG 93)
Seht, er ist allein im Garten (EG 95, 1)
Meinem Gott gehört die Welt (EG 408)

Fürbittengebet

Du hast uns reich gemacht, Herr,
du hast unsere Hände gefüllt.
Gib, dass wir nun auch an die weitergeben, die all das nötig haben,
was wir im Überfluss besitzen.

Du hast uns satt gemacht, Herr.
Wir wissen kaum noch, was Hunger ist.
Gib, dass wir nun auch mit denen teilen, die Nahrung brauchen und unsere Hilfe.

Du hast uns Phantasie gegeben, Herr.
Wir setzen sie gerne ein, wenn es um uns geht.
Gib, dass wir sie nun auch für andere aufbringen.
Lass uns die Not dieser Welt erkennen und Wege finden,
wie wir ihr abhelfen können.
Amen



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