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Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr
Weltgericht - Predigtanregungen

Proprium | Predigtanregung | Predigttext | Liedvorschläge | Gebete | Predigten

Der Vorletzte Sonntag im Kirchenjahr befasst sich mit dem Weltgericht, wie es vielfach im Neuen Testament angekündigt. Viele Menschen unterliegen der Gefahr, das Kommen des Weltgerichtes in den Zeichen dieser Zeit zu sehen: in Verwüstungen, Naturkatastrophen, Kriegen usw. Dabei machen sie sich zu Beobachtern, obgleich sie doch selbst Betroffene sein müssten. Unser Glaube lehrt uns, dass Gott barmherzig und gnädig ist und dem vergibt, der sich ihm in Vertrauen zuwendet. Somit ist es wohl angebracht, das Weltgericht als ein positives Geschehen zu erwarten und nicht als etwas, das Zerstörung und damit Leid bringt.

Zu den Perikopen

  1. Mt 25, 31-46
    Rev. 2014: 2. Kor 5, 1-10 (s. Reihe VI)

    Jesus schildert das Kommen des Menschensohnes als ein Gericht. Durch sein Kommen wird endlich der Zugang zu dem, wonach sich alle Menschen sehnen, frei gegeben: das Reich Gottes, die Gemeinschaft mit ihm, wo es keine Trauer mehr geben wird. Der Menschensohn wird scheiden zwischen den "Guten" und "Bösen", und dennoch Frage ist: Sehnen sich die Menschen wirklich danach? Sind nicht die Anspüche der meisten so weit zurückgeschraubt, dass sie gar nicht mehr ans Jenseits zu denken wagen?
    Die Frage ist, ob es die tun, die Jesus in dieser Erzählung vom Gericht beschreibt. Es erscheint ja fast so, als ob diese Menschen überhaupt keine Ahnung davon hatten, was auf sie zukommt, und unwissentlich das Richtige getan haben. Vielleicht haben sie es auch wissentlich getan, aber doch unabhängig davon, ob sie das Kommen Christi erwarten oder nicht. Anders ist wohl kaum zu erklären, dass sie ratlos fragen, wann sie Jesus hungrig, durstig, nackt, gefangen oder ohne Obdach erlebt haben. Es ist vorstellbar, dass in dieser Erzählung davon ausgegangen wird, dass auch die, die nicht an Jesus Christus glauben, zu denen gehören, die ins Himmelreich gelangen, weil sie das Richtige, wenn auch unwissentlich, getan haben.
    Dies wird auch darin deutlich, dass die, die es nicht getan haben, genauso unwissend sind. Beide ahnten nichts von einer Gottesbegegnung durch die Menschen, die ihnen über den Weg liefen. Dabei haben sich sicher beide darum bemüht, die Gesetze ihres Glaubens umzusetzen - zumindest teilweise.
    Der kirchenjahreszeitliche Zusammenhang ist offensichtlich. Es geht um das Weltgericht, das hier in simpler Schwarz-Weiß-Malerei dargestellt wird. Dabei ist das Bild doch nicht Schwarz-Weiß - denn die vor Gericht stehenden Menschen haben ja keine Ahnung, dass sie das Richtige getan haben - oder eben nicht. Diese Unklarheit über die Auswirkungen unseres Handelns dürfte unser größtes Problem sein. Wer kann schon wissen, ob wir Engel beherbergen?
    Es ist schwerig, mit dieser Erzählung umzugehen. Sie hat lange als Druckmittel gedient - und so ist sie vielleicht auch gedacht. Ob Jesus selbst sie genau so erzählt hat, ist eher unwahrscheinlich, aber nie letztgültig zu klären. Jedenfalls sollte dieses Bild vom jüngsten Gericht nicht dazu verwendet werden, um Kindern Angst zu machen, in dem man das scheidende Kriterium außer Acht lässt und nur von der "ewigen Strafe" redet. Erwachsenen Menschen kann man heutzutage wohl kaum mehr damit Angst machen.
    Was in der Predigt deutlich werden sollte, ist, dass wir uns mit unserem Handeln auch als Christen immer auf ein Risiko einlassen: wir wissen letztlich nicht, ob unser Handeln richtig ist oder nicht. Wir können uns bemühen, aber es bleibt uns letztendlich verborgen, welche Konsequenzen unser Handeln hat. Nur eins wird aus diesem Text klar: Barmherzigkeit ist es, was Gott von uns erwartet, und zwar völlig ohne Eigennutz.

  2. Röm 8, 18-23 (24-25)
    Röm 8, 18-25 (W)
    Rev. 2014: Mt 25, 31-46 (Evangeliumslesung - s. Reihe I)

    folgt später

  3. Lk 16, 1-8 (9)
    Rev. 2014: Röm 14, (1-6)7-13 (Epistellesung)

    Ein Text, mit dem wir unsere Schwierigkeiten haben dürften. Ganz vordergründig erkennen wir das geschickte Ausnutzen der Macht, die einem gegeben wurde, zum eigenen Vorteil. Kurz: Korruption. Das Erschreckende: Jesus empfiehlt uns offenbar, so zu handeln, d.h. korrupt zu sein. Kann er das wirklich meinen?
    Wir müssen uns zunächst deutlich machen, dass wir es hierbei mit einem Gleichnis zu tun haben. Dieses Gleichnis wörtlich zu nehmen, wäre wohl nicht angemessen. Worum geht es denn nun wirklich in dem Gleichnis?
    Offenbar drängt die Zeit, dem Verwalter wird angekündigt, dass er seinen Job bald los sein wird; interessanterweise weil er seine Macht missbraucht hatte. In dieser Zeit $quot;kurz vor dem Ende$quot; gerät der Verwalter nun nicht in Panik, sondern macht sich einen Plan, wie er am besten aus dieser Situation herauskommen könne. Er entscheidet sich dafür, seinen Herrn erneut zu betrügen und die Schuldner seines Herrn freundlich zu stimmen: sie sollen nur noch die Hälfte zahlen. Stiftet er sie zum Betrug an dadurch, dass er sie auffordert, die Schuldscheine zu ändern? Oder macht er später die Änderungen rechtsgültig durch sein Siegel?
    In jedem Fall stehen wir in dem Dilemma, dass hier betrügerisches Verhalten als positives Handeln bewertet wird. Aber wenn man diesen Aspekt in den Vordergrund stellte, hätte man wohl den Sinn des Gleichnisses verfehlt. Es geht vielmehr und vor allem anderen darum, dass dieser Verwalter klug gehandelt hat. Dafür wird er gelobt (Exegeten sagen, dass das Gleichnis eigentlich schon mit Vers 8a aufhört, also mit den Worten: Und der Herr lobte den ungetreuen Verwalter, weil er klug gehandelt hatte.).
    Wenn wir nun nur auf diesen Punkt achten, wird auch der kirchenjahreszeitliche Zusammenhang deutlicher: Dem Verwalter blüht sein nahes Ende als Verwalter. Er überlegt, wie er dafür sorgen kann, dass er in Zukunft weiter gut lebt, und gewinnt schnell durch sein betrügerisches Handeln neue Freunde. Wichtig ist also die Tatsache, dass er sich auf das bevorstehende Ende seiner Laufbahn als Verwalter vorbereitet. In gleicher Weise steht auch uns ein $quot;nahes Ende$quot; bevor: sei es im Tod, oder im Kommen des Reiches Gottes. Dieses Ende ist kein absolutes Ende, denn danach geht, wie wir glauben, das Leben weiter. Das Gleichnis stellt die Frage, wie wir uns diesem Ende, das ein neues Leben im Angesicht Gottes bedeutet, stellen. Denn im Angesicht Gottes können wir nichts verbergen, wir können daher auch nicht mehr mit den uns zur Zeit noch zur Verfügung stehenden Mitteln das Leben verschönern. Wir müssen letztlich doch Rechenschaft ablegen für das, was wir getan haben. Und wenn es zum Schaden anderer war: mit diesen Mitteln werden wir nicht weiter existieren können.
    Diese Stimmung $quot;rüberzubringen$quot; ist nicht einfach, schon deswegen nicht, weil wir den barmherzigen und gnädigen Gott predigen und von Gericht und Rechenschaft ablegen nur selten etwas wollen. In unserer Gesellschaft neigt man mehr und mehr dazu, dieses Leben an seinem Erfolg zu messen und nicht daran, wie man vor dem höchsten Richter bestehen wird. Die Predigt sollte wohl darauf hinwirken, dass eben dies wieder in den Vordergrund rückt: wir werden uns verantworten müssen für das, was wir in diesem Leben getan haben. Darum, und das ist auch die wesentliche Aussage dieses Textes, sollen wir uns darauf vorbereiten, dass wir im Gericht bestehen können. Dies vermögen wir nur durch die Furcht Gottes und die Liebe zum Nächsten. Wichtig ist, dabei das Evangelium nicht zu vergessen: das $quot;Zu-Spät$quot; ist nur durch unseren Tod definiert. Wann immer wir uns Gott zuwenden, wird er uns also auf- und annehmen. Man hüte sich allerdings davor, dies als Freibrief dafür zu nehmen, bis ins Alter rücksichtslos zu bleiben, denn wann das Leben endet, haben wir nicht in unserer Hand.

  4. Offb 2, 8-11
    Rev. 2014: Hiob 14, 1-6(7-12)13(14)15-17 (= Ijob 14, 1-6(7-12)13(14)15-17)

    Einige Geheimnisse enthält dieser Text, wie eigentlich die ganze Offenbarung ein $quot;Buch mit sieben Siegeln$quot; ist. Es wäre vermessen, sie letztgültig interpretieren zu wollen; sie erschließt sich erst aus dem aktuellen Kontext und gewinnt so wieder und wieder neue Gestalt. Somit ist die Offenbarung vielleicht das lebendigste Buch des Neuen Testamentes überhaupt; zugleich öffnet es damit aber auch denen Tor und Tür, die nicht Gottes Reich, sondern nur ihren eigenen Vorteil suchen.
    Es ist nicht ganz klar, welcher Art die Lästerungen sind. Sie könnten sich auf die zuvor erwähnte Armut beziehen: die Gemeinde ist arm in materieller Hinsicht, und dies bedeutet: Gott segnet sie nicht. Dies wäre Grund zum Lästern vor allem seitens wohlhabender, gläubiger Menschen (die sich zumindest selbst für gläubig halten). Da die Christen lange Zeit innerhalb der jüdischen Gemeinde lebten und sich nicht wesentlich von ihr abhoben, könnte hier u.U. darauf angespielt werden, dass die jüdischen Gemeindeglieder die Christen verspotteten, weil sich ihr neuer Glaube nicht auch auf materieller Ebene auswirkte. Dann ist auch das Wort zu verstehen, dass sie die Synagoge Satans sind, denn sie bringen die Versuchung des Reichtums und der religiösen Sicherheit, nach der sich die christliche Gemeinde sicher sehnte. Diese $quot;religiöse Sicherheit$quot; meint schlicht, dass man sich aufgrund äußerlicher Merkmale seines Glaubens gewiss sein kann; man spürt und erkennt, dass Gott mit einem ist. Diese Sicherheit hatte die Gemeinde in Smyrna jedenfalls nicht. Wichtig ist auf jeden Fall, in dem Hinweis auf die Juden nicht eine generelle Verteufelung des jüdischen Volkes zu sehen.
    Gott schien sie eher verlassen zu haben: es drohen Verfolgung, Gefängnis und Tod. Dies spricht der Engel auch an. Aber wer treu bleibt, so sagt er, wird die Krone des Lebens empfangen und braucht keine Angst mehr vor dem zweiten Tod zu haben. (Der Hinweis auf die Dauer von zehn Tagen kann getrost ignoriert werden; sicher waren keine zehn Kalendertage gemeint, und alles andere ist reine Spekulation).
    Hier werden Instrumente eingesetzt, die den christlichen Glauben viele Jahrhunderte lang gestärkt haben. Es sind $quot;Jenseitshoffnungen$quot;, die für das Leben in dieser Welt wenig austragen, zumindest scheinbar. Denn effektiv gaben sie über die Jahrhunderte unzähligen Menschen den Mut und die Kraft, sich für die Gerechtigkeit Gottes einzusetzen, seine Liebe weiterzugeben, auch wenn es ihren eigenen Tod bedeutete. Insofern ist diese Jenseitshoffnung weder verkehrt noch altmodisch. Sie darf nur nicht dahin führen, dass man sich aufgrund dessen zurückzieht und es für genug hält, zu glauben. Das Wissen um diese Krone des Lebens sollte vielmehr anspornen zu tätiger Liebe.
    Der kirchenjahreszeitliche Zusammenhang wird am Ende der Perikope deutlich, wenn vom $quot;zweiten Tod$quot; geredet wird. Hier wird das Gericht angesprochen, in dem die $quot;Sünder$quot;, die sich für gerecht halten, verdammt, also dem zweiten Tod anheim gegeben werden. Die Gerechten, also die, die sich ganz auf Gottes Gnadengeschenk in Jesus Christus einlassen, werden zum ewigen Leben errettet, freigesprochen.
    In der Predigt darf dieser Gedanke nicht dazu führen, einzelne oder bestimmte Menschengruppen abzuurteilen. Es ist, so meine ich, nicht ohne Grund, dass dieses Gericht erst nach unserem Tod erfolgt. Es liegt eben vollständig in Gottes Hand. Wir können und dürfen es nicht vorwegnehmen. Wohl aber dürfen und müssen wir darauf hinweisen, dass ein solches Gericht erfolgt, dass Gott nicht den ungestraft lässt, der nur nach seinem eigenen Gutdünken handelt und Gottes Gebot mit Füßen tritt. Dass wir dabei zuerst auf uns selbst blicken, sollte selbstverständlich sein.

  5. Jer 8, 4-7
    Rev. 2014: Lk 18, 1-8

    Worte, die nicht unbedingt an das Volk Israel gerichtet sein müssen. Jeremia hat den Auftrag, dem "Volk zu Jerusalem" den Absurdität ihres Tuns vor Augen zu halten. Sie gehen in die Irre und freuen sich nicht darüber, wieder auf den rechten Weg gebracht zu werden, sondern im Gegenteil: sie halten fest am falschen, vermutlich wohl oberflächlichen, Gottesdienst, dass sie nicht umkehren wollen. Was richtiger Gottesdienst wäre, folgt dann: Wahrheit reden, Reue zeigen, das Recht des Herrn wissen (und danach tun).
    So außergewöhnlich ist das Handeln der Gemeinde in Jerusalem durchaus nicht, es ist eher menschlich. Solange man gut damit fährt (und vielleicht besser als sonst), verbleibt man doch lieber im Irrtum und müht sich nicht unnötig ab. Die Bilder, die verwendet werden, um die Unverständlichkeit des Handelns der Menschen aufzuzeigen, sind leicht eingängig. Ein Strauchelnder will natürlich wieder aufstehen, aber nicht derjenige, der aufgrund seines Handelns fällt. Zugvögel wissen mit untrüglicher Gewissheit, wann sie unsere Hemisphäre verlassen müssen. Nur der Mensch weiß nicht, wann er seine Grenzen überschritten hat. Dabei ist beides mit schmerzhaften Folgen verbunden (nur nicht unbedingt für den Verursacher).
    Der kirchenjahreszeitliche Zusammenhang ist nicht eindeutig, denn das drohende Gericht wird hier nicht angekündigt. Es ist allerdings die logische Folge dessen, was hier angeprangert wird, und ab Vers 10 wäre dann ja auch die Ankündigung des Gerichts zu finden. Dieses Gericht unterscheidet sich allerdings vom Weltgericht auch darin, dass es eben nur dem Volk Israel gilt.
    Die Predigt sollte versuchen, aktuelle Irrwege aufzuzeigen. Mir kommt sofort die militärische Aktion gegen den Terrorismus in den Sinn, die ja doch nicht den Terrorismus vernichten wird, sondern unzählige Menschen ins Elend gestürzt hat. Die ungerechte Verteilung der Reichtümer dieser Welt gehört ebenso zu unseren Irrwegen wie das Misstrauen unseren ausländischen Mitbürgern gegenüber. Jede(r) Prediger(in) kann die Liste sicher mit aktuellen Beispielen verlängern.
    Problematisch ist nur: der Predigttext selbst bietet eigentlich keine Lösung der Probleme. Die können wir nur in der Vergebung suchen, die uns durch Jesus Christus geschenkt ist, und daraus dann die Konsequenzen ziehen.

  6. 2. Kor 5, 1-10
    Rev. 2014: Offb 2, 8-11 (s. Reihe IV)

    Die Vorstellung vom Himmel wird für den aufgeklärten Menschen immer schwerer nachvollziehbar. Die Naivität, mit der diese Vorstellung vor noch nicht allzu langer Zeit vertreten wurde, haben die meisten abgelegt und möchte man auch von seinen Kindern heutzutage oft nicht mehr fordern. Aber sobald wir auf unsere eigenen Fähigkeiten und Erkenntnisse zurückgeworfen sind, stoßen wir auch schon an unsere Grenzen. Nicht alles können wir ergründen, nicht jedes Ereignis lässt sich erklären. Selbst die Evolutionstheorie bleibt eine Theorie, der wichtige Beweise fehlen. Je mehr wir uns aber mit unserer eigenen Begrenztheit beschäftigen, umso mehr erkennen wir, dass dies nicht alles sein kann. Wie ist es möglich, dass ein so komplexes Wesen wie der Mensch, mit all seinen unbeschreiblichen, großartigen Fähigkeiten, vom Tod seine ultimative, unüberwindbare Grenze gesetzt bekommt?
    Christlicher Glaube kennt darum die Vorstellung vom Leben nach dem Tod, und vertraut darauf, dass Gott uns dieses Leben bereit hält. Paulus umschreibt sehr schön und anschaulich mit dem Bild vom Haus im Himmel, was das bedeutet. Dort steht das "ewige" Heim, dort ist unsere eigentliche Heimat. Alles irdische ist nur vorübergehend, eine erste Station.
    Nun ist es etwas merkwürdig, dass Paulus diesen Bau wie ein Kleidungsstück betrachtet. Aber auch das ist leicht nachvollziehbar. Jeder sehnt sich nach einer Behausung, die Eigentum ist und nicht mehr weggenommen werden kann. Keine Behausung zu haben, bedeutet, nackt zu sein.
    Im weiteren Verlauf aber wandelt sich das Bild vom Bau weiter, und es scheint fast, als ob damit der Leib gemeint ist, der uns gegeben ist und der ja letztlich all unsere Begrenztheit verkörpert. Weil Paulus weiß, dass es bei Gott diese Grenzen nicht mehr gibt, darum kann er auch davon sprechen, dass wir uns danach sehnen, diesen Leib abzulegen, zu verlassen.
    Aber es ist klar, dass wir die neue Bekleidung, das neue Haus nur dann erwarten können, wenn wir uns darum bemühen, dem Willen Gottes zu entsprechen und danach zu handeln. Denn, und hierin gipfelt die Perikope: letztlich wird alles, was wir getan haben, vor Gott offenbar. Nichts bleibt verborgen. Der kirchenjahreszeitliche Zusammenhang ist eigentlich klar, auch wenn in dieser Perikope das Weltgericht selbst nicht im Mittelpunkt steht, so kann doch das, wonach wir uns sehnen, nur dann erreicht werden, wenn wir das Gericht durchlaufen haben. Dass dieses Gericht nicht zur Verdammnis führen muss, wissen wir, muss aber in der Predigt auch immer wieder gesagt werden.



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Zuletzt überarbeitet: 13 November 2015
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