Der Vorletzte Sonntag im Kirchenjahr befasst sich mit dem Weltgericht, wie es vielfach im Neuen Testament angekündigt. Viele
Menschen unterliegen der Gefahr, das Kommen des Weltgerichtes in den Zeichen dieser Zeit zu sehen: in Verwüstungen, Naturkatastrophen, Kriegen usw. Dabei
machen sie sich zu Beobachtern, obgleich sie doch selbst Betroffene sein müssten. Unser Glaube lehrt uns, dass Gott barmherzig und gnädig ist und dem vergibt,
der sich ihm in Vertrauen zuwendet. Somit ist es wohl angebracht, das Weltgericht als ein positives Geschehen zu erwarten und nicht als etwas, das Zerstörung und
damit Leid bringt.
Eingangsvotum:
Am vorletzten Sonntag des Kirchenjahres hören wir die Erzählung vom Weltgericht und werden daran erinnert, dass auch wir nicht dem
Gericht ausweichen können. Aber wir wissen, dass wir hindurchkommen durch die Liebe Gottes, die er uns in seinem Sohn Jesus Christus bewiesen hat.
Diese Liebe wollen wir auch in unserem Leben weitergeben.
Wochenspruch:
Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi. (2. Kor 5, 10a)
Herr, geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht, denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. (Ps 143, 2)
Halleluja-Vers:
Die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkünden, denn Gott selbst ist Richter. (Ps 50, 6)
Vorschläge zur Gottesdienstgestaltung:
Da der Buß- und Bettag kein gesetzlicher Feiertag mehr ist, könnte man schon an diesem Tag Elemente dieses Tages in den Gottesdienst
aufnehmen, z.B. indem ein umfangreiches Sündenbekenntnis gesprochen wird und dann ein persönlicher Zuspruch der Sündenvergebung erfolgt.
Bach-Kantaten:
*BWV 70 - Wachet! Betet! Betet! Wachet *BWV 94 - Was frag ich nach der Welt
*BWV 105 - Herr, gehe nicht ins Gericht *BWV 168 - Tue Rechnung! Donnerwort