Als in früheren Zeiten im Gottedienst die Worte des Credo: "Von
Maria der Jungfrauen ist ein wahrer Mensch geboren durch den heiligen Geist im Glauben"
gesungen wurden, standen üblicherweise die Kriegsleute auf und sangen diese
Zeilen mit gezückten Schwertern, um anzudeuten, dass die Kirche bereit
sei, diesen Glaubenssatz gegen alle weltliche Weisheit zu verteidigen.
In Maria, der jungfräulichen Mutter, wird jede Frau geehrt; ihr verkündete
ein Engel der himmlischen Heerscharen, dass sie einen Sohn vom Heiligen Geist
empfangen und gebären werde. Maria antwortete, obgleich sie von der Verkündigung
des Engels überwältigt ist, nicht als willenloses Objekt, sondern tut
ihren eigenen Willen und ihre Bereitschaft zu dem Verkündigten kund: Siehe,
ich bin des Herrn Magd. Mir geschehe, wie du gesagt hast. (Lk 1, 38)
Indem die Kirche ihren Lobgesang, das Magnifikat, in ihr Abendgebet aufgenommen
hat, verwirklicht sich der Satz: Siehe, von nun an werden mich seligpreisen
alle Kindeskinder. (Lk 1, 48b)
Fällt der Tag auf einen Sonntag in der Fastenzeit, so wird das Fest entweder am Vortag oder in der Woche des Sonntags begangen.
Wenn das Datum in die Karwoche fällt, wird das Fest in die Woche nach dem Sonntag Quasimodogeniti verlegt und an einem Werktag begangen (EGb).
Die liturgische Farbe des Tages der Ankündigung der
Geburt des Herrn ist Weiß, denn es handelt sich hier
um ein Christusfest. Zu den Perikopen- Lk 1, 26-38
folgt später Predigtanregung - Gal 4, 4-7
folgt später Predigtanregung - Jes 7, 10-14
folgt später Predigtanregung
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