das Kirchenjahr

Letzter Sonntag im Kirchenjahr

Die ewige Stadt

Proprium

Klicken Sie hier für mehr Infos über das Ende des Kirchenjahres


Beschreibung:
Der Letzte Sonntag im Kirchenjahr kann in zweifacher Weise begangen werden: als Ewigkeitssonntag oder als Gedenktag der Entschlafenen (Totensonntag). Eine Kombination beider ist nicht abwegig. Hier wird noch getrennt, weil dies auch vom neuen Evangelischen Gottesdienstbuch so vorgesehen wird.
Als Ewigkeitssonntag schauen die Perikopen dieses Tages in die Zukunft, die jenseits unserer Vorstellungen liegt, weil sie ebenso Vergangenheit und Gegenwart ist. Denn es geht um die Ewigkeit, die sich zeitlich nicht fassen lässt, an der wir durch Jesus Christus schon zeichenhaft teilhaben dürfen und und einst ganz teilhaben werden. Dabei ist dieses "einst" als jenseits unserer Zeit zu verstehen und nicht in einer von uns aus gesehen fernen Zukunft, die sich erst in einer unbekannten Zahl von Jahren ereignet.
Eingangsvotum:
Am letzten Sonntag des Kirchenjahres hören wir vom himmlischen Jerusalem, der ewigen Stadt, die uns als Wohnstatt verheißen ist. Das Warten scheint uns lang zu werden, aber vor Gott sind tausend Jahre wie ein Tag, und um seiner Schöpfung willen schenkt er Raum zur Buße. So freuen wir uns auf die verheißene Stadt und warten geduldig in dem Wissen, dass der Tag des Herrn unvermittelt anbrechen wird.
Wochenspruch:
Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen. (Lk 12, 35)
Wochenlied:
Wachet auf, ruft uns die Stimme (EG 147)
Der Himmel, der ist, ist nicht der Himmel, der kommt (EG 153)
Liedvorschläge
Musikvideo zum ersten Wochenlied von Miguel-Pascal Schaar
Antiphon:
Wir warten auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerichtigkeit wohnt. (2. Petr 3, 13)
Halleluja-Vers:
Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich. (Ps 16, 11)
Vorschläge zur Gottesdienstgestaltung:
Der Gottesdienst am Ewigkeitssonntag könnte z.B. auf dem Friedhof gefeiert werden. Wenn man sowohl das Proprium des Totensonntags als auch das des Ewigkeitssonntags berücksichtigen will, bietet es sich an, den Hauptgottesdienst in der Kirche (mit Totengedenken) mit dem Proprium des Totensonntags durchzuführen, den Gottesdienst auf dem Friedhof dann mit dem Proprium des Ewigkeitssonntags.
Wenn es die Zeit zulässt und die Liste der Verstorbenen nicht zu lang ist, könnte man für jedes verstorbene Gemeindeglied, wenn dessen Name verlesen wird, ein Licht anzünden und auf dem Altar abstellen. Ein Hinweis bei der Feier des Abendmahls sollte auf die Tatsache aufmerksam machen, dass im Abendmahl auch die Verstorbenen als Mitglieder der Gemeinschaft der Heiligen unter uns sind. Die Lichter auf dem Altar verdeutlichen diese "Präsenz". Es wäre denkbar, dass Angehörige das Licht anzünden. Dann muss man darauf achten, dass für die, deren Angehörige nicht anwesend sind, ein anderes Mitglied der Gemeinde diese Aufgabe übernimmt.
Kyriegebet:
Dein Reich ist mitten unter uns, Gott, und doch leben wir, als könnte nichts ferner von uns sein. Schenke uns die nötige Sensibilität, dass wir die Zeichen deines Reiches in unserer Umwelt und in unserem eigenen Leben erkennen, damit in uns die Freude wächst, dir zu dienen und deinen Namen zu preisen. Wir rufen dich an:
Kollektengebet:
Herr Gott, himmlischer Vater: Du hast unser Leben durch den Tod auf eine kurze Zeit begrenzt, damit wir erkennen, dass wir nicht vollkommen sind, dass wir deine Stelle nicht einnehmen können. Hilf uns erkennen, dass wir in Dir und durch dich allein die Fülle des Lebens haben. Durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen
Bach-Kantaten:
*BWV 140 - Wachet auf, ruft uns die Stimme
Anmerkungen:
Das Proprium des Ewigkeitssonntags ist austauschbar mit dem Proprium des Gedenktages der Entschlafenen
Liturgische Farbe:
grün

Biblische Texte (Perikopen)

Psalm:
126
I:
Evangelium
Mt 25, 1-13 (Wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde.)
II:
Epistel
Offb 21, 1-7 (Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen,und der Tod wird nicht mehr sein.)
III:
Altes Testament
Predigttext
Jes 65, 17-19(20-22)23-25 (Ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich hören.)
IV:
Mk 13, 28-37 (Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.)
V:
2. Petr 3, (3-7)8-13 (Der Herr hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.)
VI:
Ps 126 (Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden.)
M:
Mt 22, 23-33
1. Thess 4, 13-18
Hebr 4, 9-11