Dieser Gottesdienstentwurf ist auf die Texte der Perikopenreihe II abgestimmt.
Der folgende Gottesdienstvorschlag soll vor allem (aber nicht nur) denen, die ungeübt sind in der Gestaltung eines Gottesdienstes, eine Hilfe sein.Gruß: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen [Je nach Gewohnheit und Möglichkeit im Wechsel mit der Gemeinde]
Der Spruch für den Sonntag Jubilate steht im 2. Brief des Paulus an die Korinther im 5. Kapitel und lautet: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
Eingangslied: Wir wollen alle fröhlich sein (EG 100)
Psalmgebet: Ps 66, 1-9
Liturg oder Gemeinde: Ehr sei dem Vater und dem Sohn... (EG 177.x)
Kyriegebet: Allmächtiger Gott, Schöpfer des Himmels und der Erde! Wir freuen uns über die Wunder deiner Schöpfung, und doch vergessen wir, dass sie uns von dir zur Pflege und Bewahrung übergeben wurde. Wir zerstören Lebensräume und missachten den Wert der Nahrungsmittel. Wir bitten dich: wecke in uns die Sinne, die uns aufmerken lassen, wenn deine Schöpfung Schaden nimmt, und vergib, wo wir selbst schuldig werden. Wir rufen zu dir:
Gem.: Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.
oder:
Lit. + Gem. im Wechsel: Der am Kreuze starb... (EG 178.7)
Liturg: Ehre sei Gott in der Höhe
Gemeinde: Allein Gott in der Höh sei Ehr (EG 179, 1)
oder
Liturg/Schola + Gemeinde im Wechsel: Ehre sei Gott in der Höhe (EG 180.1)
Kollektengebet: Jesus Christus, du bist der Anfang der neuen Schöpfung. Indem du den Tod überwunden hast, ist für uns eine neue Zeit angebrochen. Wir bitten dich: Lass uns immer wieder spüren, was es heißt, der neuen Schöpfung anzugehören. Hilf, dass wir die Freude darüber hinaustragen zu allen Menschen. Das bitten wir dich, der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regierst in Ewigkeit. Amen
Wenn zwei Lesungen gehalten werden, hier fortfahren:
Lesung: Apg 17, 22-34 (Epistel)
Lied: Die ganze Welt, Herr Jesu Christ (EG 110)
Wenn nur eine Lesung gehalten wird, hier fortfahren:
Gesang: Halleluja* (EG 181.x)
Halleluja-Vers (gesungen oder gesprochen): Lobet Gott in seinem Heiligtum, lobet ihn in der Feste seiner Macht! Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!
- Halleluja! -
Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.
Gesang: Halleluja* (EG 181.x)
Lesung: Joh 15, 1-8 (Evangelium)
Lied: »Eins ist Not!« Ach Herr, dies Eine (EG 386, 1.6.7)
Predigt/Ansprache/Meditation/Lesung des Predigttextes und Stille (Predigttext: Joh 15, 1-8)
Lied: Bei dir, Jesu, will ich bleiben (EG 406, 1-4)
Fürbitte
Wir danken dir, unser Gott, dass du unsere Kraft und unsere Freude bist. Wir danken dir, dass du uns zu Reben an deinem Weinstock gemacht hast, und bitten dich: zeige uns, welche Frucht die rechte ist, damit wir unsere Kräfte nicht umsonst verbrauchen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Du willst, dass wir Frucht bringen, indem wir Frieden suchen dort, wo Krieg Elend und Tod gebracht hat und noch bringt. Darum bitten wir dich: verwandle die Herzen all derer, die glauben, mit Gewalt die Probleme in unserer Welt lösen zu können. Mache sie zu friedfertigen Menschen. Hilf uns, dafür einzutreten, dass keine neue Waffen entwickelt werden. Lass die Regierenden erkennen, dass sie die einzigen sind, die Krieg wollen und fördern, damit sie endlich aufhören. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Du willst, dass wir Frucht bringen, indem wir einander lieben und vergeben, wo Schuld scheinbar unüberwindbare Mauern hat entstehen lassen. Darum bitten wir dich: lass uns erkennen, wie sehr unsere Mitmenschen sich nach Liebe sehnen. Zeige uns, wie wir diese Sehnsucht stillen können, indem wir von deiner Liebe zeugen und selbst aus deiner Liebe heraus leben. Mache uns bereit, zu vergeben, und vergib uns, wo wir schuldig werden an unseren Mitmenschen. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Du willst, dass wir Frucht bringen, indem wir für Gerechtigkeit in dieser Welt eintreten. Darum bitten wir dich: lass nicht zu, dass Geld unser Leben bestimmt. Verwandle die Herzen derer, die in der Wirtschaft Verantwortung tragen, und gib, dass sie nicht mehr nur auf Profit aus sind, sondern das Wohl derer suchen, die für sie arbeiten. Dabei denken wir vor allem an die, die keinen Schutz vor Ausbeutung und Sklaverei genießen. Lass nicht zu, dass unsere Firmen diese Situation ausnutzen, um uns ihre Produkte billiger verkaufen zu können. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Herr, wir können Frucht bringen, weil du uns die Kraft dazu gibst. Dafür sei dir Lob und Preis von nun an bis in Ewigkeit. Amen
Vaterunser
Segen: Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige, Vater, Sohn und Heiliger Geist.
oder
Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig, Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Schlusslied: Lass mich dein sein und bleiben (EG 157)
Es bleibt jedem überlassen, den Vorschlag den Gegebenheiten anzupassen.
Rechtliche Hinweise:
Wenn man einen Gottesdienst als Video oder Ton aufnimmt und im Internet verfügbar macht, muss man das Urheberrecht beachten. Die hier gemachten Liedvorschläge sollten diesbezüglich kein Problem darstellen, da sie nach geltendem Urheberrecht rechtefrei sind (der Autor muss länger als 70 Jahre verstorben sein), es sei denn, es wird ausdrücklich auf das Urheberrecht hingewiesen. Die Gebetstexte stammen von mir und dürfen genutzt werden.
Gottesdienste, die auf YouTube eingestellt werden, sollten auch mit anderen Liedern abgedeckt sein, da die EKD einen Rahmenvertrag mit der GEMA für Veröffentlichungen auf YouTube geschlossen hat. Eine Rückversicherung bei der Rechtsabteilung der eigenen Landeskirche empfiehlt sich dennoch. Bei Veröffentlichung des virtuellen Gottesdienstes auf der Webseite der Gemeinde ist es gut, sich auf das hier vorgeschlagene Liedgut (oder andere Lieder, die nicht mehr urheberrechtsgeschützt sind) zu beschränken.
* Das „Halleluja” steht bewusst unmittelbar vor der Evangeliumslesung, denn es leitet das Evangelium ein und schließt nicht, wie in den vergangenen Jahrzehnten üblich geworden, die Epistellesung ab.