Der 17. Sonntag nach Trinitatis befasst sich mit dem Glauben, wobei der bedingungslose Glaube, der dann auch zum "Erfolg" führt, im Vordergrund steht. Es werden also Geschichten aus den Evangelien erzählt, in denen der Glaube des einzelnen zu einem Wunder geführt hat. Die alttestamentlichen Texte hingegen reden nicht so sehr vom Glauben, als vielmehr von Gottes Wirken im Leben des Volkes Israel und in Jakobs Leben. Die Episteltexte wiederum reden über den Glauben und stellen dar, wie es zum Glauben kommt bzw. wie der Glaube eine vereinende Funktion wahrnimmt.
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II - Mt 15, 21-28Jesus ging weg von Genezareth und zog sich zurück in die Gegend von Tyrus und Sidon.
22Und siehe, eine kanaanäische Frau kam aus diesem Gebiet und schrie:
Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Meine Tochter wird von einem bösen Geist übel geplagt.
23Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten seine Jünger zu ihm, baten
ihn und sprachen: Lass sie doch gehen, denn sie schreit uns nach.
24Er antwortete aber und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen
des Hauses Israel.
25Sie aber kam und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir!
26Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht recht, dass man den Kindern ihr
Brot nehme und werfe es vor die Hunde.
27Sie sprach: Ja, Herr; aber doch fressen die Hunde von den Brosamen, die vom
Tisch ihrer Herren fallen.
28Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: Frau, dein Glaube ist groß. Dir
geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter wurde gesund zu derselben Stunde.
Anregung folgt später
Liedvorschläge:Herr, unser Gott, lass nicht zuschanden werden (EG 247)
Lobt Gott, den Herrn, ihr Heiden all (EG 293)
Es ist das Heil uns kommen her (EG 342, 1.8-9)
Ich ruf zu Dir, Herr Jesu Christ (EG 343)
Wenn wir in höchsten Nöten sein (EG 366)
Was Gott tut, das ist wohlgetan (EG 372)
Mein ganzes Herz erhebet dich (
Herr Gott, Vater im Himmel,
schenke uns Glauben, der sich nicht beeinflussen lässt vom Augenschein,
der in allem sich dir zuwendet und deine Liebe empfängt,
der uns stärkt im Gegenüber zu denen, die nicht glauben wollen.
Herr, wir bitten dich für sie und für alle, die meinen, sich selbst retten zu können, und rufen:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir bitten dich für alle, die meinen, dass es nicht nötig sei, auf deine Gnade zu hoffen, und rufen:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir bitten dich für alle, die aus lauter Angst vor dem Versagen nicht in der Lage sind, den ersten Schritt zu wagen, und rufen:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir bitten dich für alle, die unter Krankheit oder Einschränkung ihrer Fähigkeiten leiden, und rufen:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir bitten dich für alle, die versuchen, den Schrecken dieser Welt mit Humor zu verscheuchen, und rufen:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir bitten dich für alle, die sich von Verschwörungstheorien treiben lassen und Vernunft keinen Raum geben, und rufen:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Wir bitten dich für alle, die nur sich selbst sehen und die Nöte ihrer Mitmenschen missachten, und rufen:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Herr, stärke unseren Glauben, dass wir nicht verzweifeln an der Gleichgültigkeit dieser Welt, sondern in allem
erkennen, dass Du der Herr deiner Schöpfung bist.
Amen