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Die Jüngerinnen Jesu
8. März
Predigttexte

Proprium | Predigttext | Liedvorschläge

Es sei darauf hingewiesen, dass es sich bei diesem Tag um einen Vorschlag von mir handelt, der (bisher) von keiner der Landeskirchen angenommen wurde. Ich möchte Sie bitten, den folgenden Text gründlich durchzulesen, um zu verstehen, warum ich das Gedenken an die Jüngerinnen Jesu für wichtig und richtig halte.
Das Proprium dieses Tages kann z.B. am Muttertag angewendet werden. Eine andere Möglichkeit wäre der Ostermontag, da es die Jüngerinnen Jesu waren, die die Auferstehung des Herrn als erste bezeugten. Das hier vorgeschlagene Datum (8. März) ist das Datum des Weltfrauentages, zu dem auf diese Weise eine Beziehung hergestellt werden kann.

Es ist gewiss an der Zeit, den Jüngerinnen Jesu eine zentralere Stellung im gottesdienstlichen Handeln der protestantischen Kirche einzuräumen. Nachdem auch die Marientage kaum mehr begangen wurden, hat die neue Perikopenordnung von 2018 wenigstens einen Tag der Maria Magdalena eingesetzt und damit eine leichte Annäherung ermöglicht.
Frauen haben im Leben Jesu eine zentrale Rolle gespielt. Die Verehrung Marias ist gewiss richtig. Ihre Bedeutung als Gottesmutter stellt sie über alle übrigen Frauen, womit sie andererseits nicht wirklich repräsentativ sein kann.
Wir finden dennoch zahlreiche biblische Berichte, wo Frauen eine zentrale Rolle spielen. So haben wir z.B. das Zeugnis des Glaubens der syrophoenizischen (Mk 7, 24-30 Par.) oder der blutflüssigen Frau (Mk 5, 21-34 Par.). Maria und Marta, die Schwestern des Lazarus, haben offensichtlich eine enge Beziehung zu Jesus (Joh 11, vor allem Vers 5). Die Frau, die Jesus in Betanien salbt, ist die einzige, die sein Leiden voraussieht (Mk 14, 3-9). Wichtiger noch ist gewiss die Tatsache, dass nur die Jüngerinnen Jesu unter dem Kreuz standen (nur Johannes berichtet auch von dem "Jünger, den Jesus lieb hatte") und so ihre Treue zum Herrn deutlich kundmachten. Außerdem erkennen wir die Tatsache, dass die ersten Zeugen von Jesu Auferstehung nicht etwa die Männer, die um Jesus waren, sind, sondern die Frauen. Und schließlich gibt es eindeutige Zeugnisse dafür, dass auch erste Gemeinden von Frauen geleitet wurden. (z.B. Lydia in Apg 16, 40, oder Phöbe in Röm 16, 1)
Dass die biblische Sprachweise meist nur von Brüdern redet, bedeutet nicht, dass Frauen nicht eingeschlossen wären. Es war damals üblich, von Brüdern zu reden, damit aber die Frauen einzuschließen (interessant ist, dass Phoebe als "Diakon", also mit der männlichen Berufsbezeichnung, betitelt wird). Die 12-Zahl der Jünger in den Apostelreihen hat symbolischen Charakter (die 12 Apostel stehen für die Stammväter des neuen Gottesvolkes, da das alte Gottesvolk aus 12 Stämmen bestand), und die Nichterwähnung der Frauen, die ebenfalls eng um Jesus gelebt haben, ist auf diese Symbolik zurückzuführen und nicht auf die Annahme, dass Jesus nur Männer im engsten Kreis um sich gehabt hat.
Während die biblischen Texte, die von diesen Frauen berichten, auch teilweise in den Perikopenreihen vorkommen, so sind die Schwerpunkte meist anders gelegt, so dass die Frauen selbst wieder als Randfiguren erscheinen. Im Zusammenhang dieses Tages soll der Schwerpunkt der Auslegung allerdings auf das Handeln der Frauen gelegt werden.

Die liturgische Farbe für diesen Tag ist Rot, die Farbe des Blutes der Märtyrer, denn viele Frauen haben ihr Leben für Jesus dahingegeben, und des Feuers des Heiligen Geistes.

Zu den Perikopen

  1. Lk 8, 1-3
    Joh 4, 1-42 oder
    Mk 7, 24-30 oder
    Lk 8, 43-48

    Lk 8, 1-3:
    1 Und es begab sich danach, dass er durch Städte und Dörfer zog und predigte und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes; und die Zwölf waren mit ihm, 2 dazu einige Frauen, die er gesund gemacht hatte von bösen Geistern und Krankheiten, nämlich Maria, genannt Magdalena, von der sieben böse Geister ausgefahren waren, 3 und Johanna, die Frau des Chuzas, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihnen dienten mit ihrer Habe.

    oder
    Joh 4, 1-42:
    1 Als Jesus erfuhr, dass die Pharisäer gehört hatten, dass er mehr Jünger gewann und taufte als Johannes – 2 obwohl er nicht selbst taufte, sondern seine Jünger – 3 verließ er Judäa und ging wieder nach Galiläa. 4 Er musste aber durch Samarien hindurch reisen. 5 Auf diesem Weg kommt er in eine Stadt Samariens, die Sychar heißt und nahe bei dem Land liegt, das Jakob seinem Sohn Josef gegeben hatte. 6 Dort aber war der Jakobsbrunnen. Erschöpft von der Wanderung, setzte Jesus sich also an den Brunnen. Das war um die sechste Stunde. 7 Da kam eine samaritische Frau, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken! 8 Denn seine Jünger waren weggegangen in die Stadt, um Lebensmittel zu kaufen. 9 Da sagte die samaritische Frau zu ihm: Wieso erbittest du, der du doch ein Jude bist, von mir etwas zu trinken, die ich doch eine samaritische Frau bin? Denn die Juden verkehren nicht mit den Samaritern. 10 Jesus antwortete und sagte ihr: Wenn du die Gaben Gottes kennen würdest und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken, dann hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben. 11 Die Frau erwiderte ihm: Herr, Du hast kein Schöpfgefäß und der Brunnen ist tief. Woher willst du dann das lebendige Wasser nehmen? 12 Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gab, aus dem er selbst, seine Söhne und auch sein Vieh getrunken haben? 13 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeder, der von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten. 14 Wer dagegen von dem Wasser trinkt, dass ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten. Vielmehr wird das Wasser, das ich ihm geben werde, in ihm eine Quelle eines Wassers werden, das in das ewige Leben sprudelt. 15 Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit mich nie wieder dürstet und ich nicht hierher kommen muss, um Wasser zu schöpfen! 16 Darauf forderte er sie auf: Geh, ruf deinen Mann und komm [dann] hierher. 17 Da entgegnete ihm die Frau: Ich habe keinen Mann. Und Jesus spricht: Zu Recht hast du gesagt: Ich habe keinen Mann. 18 Denn du hast fünf Männer gehabt und der, den du jetzt hast, der ist nicht dein Mann. Du hast die Wahrheit gesagt. 19 Da sagte die Frau zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. 20 Unsere Väter haben auf diesem Berg angebetet. Und ihr [Juden] sagt, in Jerusalem ist der Ort, wo man anbeten muss. 21 Darauf sagte Jesus zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, da ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. 22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir [dagegen] beten an, was wir kennen, denn das Heil kommt von den Juden. 23 Aber es kommt die Stunde – und sie ist bereits da –, da die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden. Denn der Vater sucht solche, die ihn so anbeten. 24 Gott ist Geist und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. 25 Da sagte die Frau zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommen wird, der Christus genannt wird. Und wann auch immer er kommt, er wird uns alles verkünden. 26 Da sagte Jesus zu ihr: Ich, der ich mit dir rede, bin es. 27 Und darüber kamen seine Jünger und wunderten sich, dass er mit einer Frau sprach. Niemand jedoch sagte: Was fragst Du? oder Was redest du mit ihr? 28 Nun ließ die Frau ihren Krug stehen und ging in die Stadt und spricht zu den Leuten: 29 Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob dieser nicht der Christus ist. 30 Da gingen sie hinaus aus der Stadt und kamen zu ihm. 31 Inzwischen baten die Jünger ihn und sprachen: Rabbi, iss! 32 Er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, welche ihr nicht kennt. 33 Da sprachen die Jünger zueinander: Ob ihm jemand zu essen gebracht hat? 34 Jesus entgegnete ihnen: Meine Speise ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat und sein Werk vollende. 35 Sagt ihr nicht, dass es noch vier Monate sind, bis die Ernte kommt? Ich sage euch: Hebt eure Augen auf und seht euch die die Felder an: Sie sind reif für die Ernte. 36 Der, der erntet, empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit der Säende sich gemeinsam mit dem Erntenden freut. 37 Denn darin ist der Spruch wahr, dass der eine der Säende ist und ein anderer der Erntende. 38 Ich habe euch gesandt zu ernten, wo ihr nicht gearbeitet habt. Andere haben gearbeitet und euch ist ihre Arbeit zugute gekommen. 39 Aus jener Stadt aber glaubten viele an ihn, wegen der Aussage der Frau, die bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. 40 Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben und er blieb dort zwei Tage. 41 Und um vieles mehr glaubten sie aufgrund seiner Worte. 42 Und sie sagten zu der Frau: Wir glauben nicht mehr wegen deiner Rede. Denn wir haben selbst gehört und wissen, dass dieser wahrhaftig der Retter der Welt ist.
    Aus der Studienfassung der Offenen Bibel

    oder
    Mk 7, 24-30:
    24 Jesus verließ Galiläa und begab sich in das heidnische Gebiet von Tyrus. Dort zog er sich in ein Haus zurück, damit niemand davon erführe, dass er hier sei. Doch es gelang ihm nicht, seine Anwesenheit verborgen zu halten: 25+26 Sogleich erfuhr es eine einheimische Heidin, deren Tochter von einem bösen Geist besessen war. Sie ging zu ihm, warf sich ihm zu Füßen nieder und bat ihn darum, den Geist bei ihrer Tochter auszutreiben. 27 Jesus aber entgegnete: „Zunächst müssen die Kinder satt werden. Es wäre falsch, den Kindern ihr Brot wegzunehmen und es den Hunden vorzuwerfen.” 28 „Ja, mein Herr, das wäre falsch”, stimmte sie ihm zu, „und dennoch fressen die Hunde unter dem Tisch ihre Brotkrumen.” 29 Da sagte Jesus: „Um dieser Rede willen geh! - Der Geist ist aus deiner Tochter ausgefahren.” 30 Und tatsächlich: Als die Frau nach Hause kam, lag das Kind im Bett und der Geist war ausgefahren.
    Aus der Lesefassung der Offenen Bibel

    oder
    Lk 8, 43-48:
    43 Und eine Frau hatte den Blutfluss seit zwölf Jahren; die hatte alles, was sie zum Leben hatte, für die Ärzte aufgewandt und konnte von keinem geheilt werden. 44 Die trat von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes; und sogleich hörte ihr Blutfluss auf. 45 Und Jesus fragte: Wer hat mich berührt? Als es aber alle abstritten, sprach Petrus: Meister, das Volk drängt und drückt dich. 46 Jesus aber sprach: Es hat mich jemand berührt; denn ich habe gespürt, dass eine Kraft von mir ausgegangen ist. 47 Als aber die Frau sah, dass es nicht verborgen blieb, kam sie mit Zittern und fiel vor ihm nieder und verkündete vor allem Volk, warum sie ihn angerührt hatte und wie sie sogleich gesund geworden war. 48 Er aber sprach zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh hin in Frieden!

    Predigtanregung

  2. Apg 16, 13-15 oder
    Gal 3, 26-28

    Apostelgeschichte 16, 13-15:
    13 Am Sabbat aber gingen wir zum Tor hinaus zum Fluss, wo wir eine Synagoge vermuteten, und nachdem wir uns gesetzt hatten, sprachen wir mit den Frauen, die dort zusammengekommen waren. 14 Und eine Frau namens Lydia, eine Purpurwollenhändlerin aus der Stadt Thyatira, eine Gottesfürchtige, hörte zu, der öffnete der Herr das Herz, dass sie auf das hörte, was Paulus sagte. 15 Als sie aber getauft wurde und ihre Hausbewohner, lud sie ein und sprach: Wenn ihr meint, dass ich an den Herrn gläubig bin, kommt in mein Haus und bleibt. Und sie drängte uns.
    Aus der Studienfassung der Offenen Bibel

    Galater 3, 26-28:
    26 Ihr seid nämlich alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christus Jesus. 27 Denn ihr alle, die in Christus getauft wurden, habt Christus in euch aufgenommen. 28 Hier sind keine Juden oder Griechen, hier sind keine Sklaven oder Unfreie, hier ist niemand männlich oder weiblich: Ihr seid alle eins in Christus Jesus.
    Aus der Lesefassung der Offenen Bibel

    Predigtanregung

  3. Rut 1, 7-18

    7 Und sie verließ den Ort, wo sie gewesen war, und ihre beiden Schwiegertöchter waren bei ihr. Und sie gingen auf dem Weg, um in das Land Juda zurückzukehren. 8 Da sagte Noomi zu ihren beiden Schwiegertöchtern: „Geht! Kehrt zurück, jede in das Haus ihrer Mutter. JHWH erweise euch Güte, so wie ihr sie den Toten und mir erwiesen habt: 9 JHWH vergelte es euch damit, dass ihr Ruhe findet - jede im Haus ihres Mannes!” - und sie küsste sie. Da erhoben sie ihre Stimmen, weinten 10 und sagten zu ihr: „Nein! Mit dir wollen wir zu deinem Volk zurückkehren!” 11 Da sagte Noomi: „Kehrt zurück, meine Töchter! Warum wollt ihr mit mir gehen? Sind mir etwa noch mehr Söhne im Leib, sodass sie eure Männer werden könnten? 12 Kehrt zurück, meine Töchter, geht! Denn ich bin zu alt, um die Frau eines Mannes zu werden. Selbst wenn ich sagte: ‚Es gibt noch Hoffnung für mich‘... ja, selbst, wenn ich noch diese Nacht die Frau eines Mannes würde... ja, selbst, wenn ich sogar bereits Söhne geboren hätte - 13 würdet ihr deshalb warten wollen, bis sie erwachsen sein würden? Würdet ihr deshalb an diese gebunden sein wollen, indem ihr nicht die Frau eines Mannes seid? Nein, meine Töchter! Ach, mir ist es um euretwillen sehr bitter, dass die Hand JHWHs gegen mich ging. 14 Und noch einmal erhoben sie ihre Stimme und weinten. Dann küsste Orpa ihre Schwiegermutter, aber Rut hängte sich an sie. 15 Da sagte sie: „Siehe, deine Schwägerin kehrt zu ihrem Volk und ihren Göttern zurück - kehre also auch du mit deiner Schwägerin zurück!” 16 Da sagte Rut: „Bestürme mich nicht, dich zu verlassen, vom Mit-Dir-Sein zurückzukehren! Nein! Denn dahin, wohin du gehen wirst, will ich gehen, und da, wo du rasten wirst, will ich rasten; dein Volk sei mein Volk und dein Gott sei mein Gott; 17 da, wo du sterben wirst, will ich sterben und dort will ich begraben werden! Solches tue mir JHWH und solches füge er hinzu, wenn nicht der Tod uns scheiden wird.” 18 Da sah sie, wie entschlossen sie war, mit ihr zu gehen. Da hörte sie auf, zu ihr zu sprechen.

    Predigtanregung

  4. Lk 8, 1-3
    Joh 4, 1-42 oder
    Mk 7, 24-30 oder
    Lk 8, 43-48

    Lk 8, 1-3:
    1 Und es begab sich danach, dass er durch Städte und Dörfer zog und predigte und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes; und die Zwölf waren mit ihm, 2 dazu einige Frauen, die er gesund gemacht hatte von bösen Geistern und Krankheiten, nämlich Maria, genannt Magdalena, von der sieben böse Geister ausgefahren waren, 3 und Johanna, die Frau des Chuzas, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihnen dienten mit ihrer Habe.

    oder
    Joh 4, 1-42:
    1 Als Jesus erfuhr, dass die Pharisäer gehört hatten, dass er mehr Jünger gewann und taufte als Johannes – 2 obwohl er nicht selbst taufte, sondern seine Jünger – 3 verließ er Judäa und ging wieder nach Galiläa. 4 Er musste aber durch Samarien hindurch reisen. 5 Auf diesem Weg kommt er in eine Stadt Samariens, die Sychar heißt und nahe bei dem Land liegt, das Jakob seinem Sohn Josef gegeben hatte. 6 Dort aber war der Jakobsbrunnen. Erschöpft von der Wanderung, setzte Jesus sich also an den Brunnen. Das war um die sechste Stunde. 7 Da kam eine samaritische Frau, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken! 8 Denn seine Jünger waren weggegangen in die Stadt, um Lebensmittel zu kaufen. 9 Da sagte die samaritische Frau zu ihm: Wieso erbittest du, der du doch ein Jude bist, von mir etwas zu trinken, die ich doch eine samaritische Frau bin? Denn die Juden verkehren nicht mit den Samaritern. 10 Jesus antwortete und sagte ihr: Wenn du die Gaben Gottes kennen würdest und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken, dann hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben. 11 Die Frau erwiderte ihm: Herr, Du hast kein Schöpfgefäß und der Brunnen ist tief. Woher willst du dann das lebendige Wasser nehmen? 12 Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gab, aus dem er selbst, seine Söhne und auch sein Vieh getrunken haben? 13 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeder, der von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten. 14 Wer dagegen von dem Wasser trinkt, dass ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten. Vielmehr wird das Wasser, das ich ihm geben werde, in ihm eine Quelle eines Wassers werden, das in das ewige Leben sprudelt. 15 Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit mich nie wieder dürstet und ich nicht hierher kommen muss, um Wasser zu schöpfen! 16 Darauf forderte er sie auf: Geh, ruf deinen Mann und komm [dann] hierher. 17 Da entgegnete ihm die Frau: Ich habe keinen Mann. Und Jesus spricht: Zu Recht hast du gesagt: Ich habe keinen Mann. 18 Denn du hast fünf Männer gehabt und der, den du jetzt hast, der ist nicht dein Mann. Du hast die Wahrheit gesagt. 19 Da sagte die Frau zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. 20 Unsere Väter haben auf diesem Berg angebetet. Und ihr [Juden] sagt, in Jerusalem ist der Ort, wo man anbeten muss. 21 Darauf sagte Jesus zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, da ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. 22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir [dagegen] beten an, was wir kennen, denn das Heil kommt von den Juden. 23 Aber es kommt die Stunde – und sie ist bereits da –, da die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden. Denn der Vater sucht solche, die ihn so anbeten. 24 Gott ist Geist und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. 25 Da sagte die Frau zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommen wird, der Christus genannt wird. Und wann auch immer er kommt, er wird uns alles verkünden. 26 Da sagte Jesus zu ihr: Ich, der ich mit dir rede, bin es. 27 Und darüber kamen seine Jünger und wunderten sich, dass er mit einer Frau sprach. Niemand jedoch sagte: Was fragst Du? oder Was redest du mit ihr? 28 Nun ließ die Frau ihren Krug stehen und ging in die Stadt und spricht zu den Leuten: 29 Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob dieser nicht der Christus ist. 30 Da gingen sie hinaus aus der Stadt und kamen zu ihm. 31 Inzwischen baten die Jünger ihn und sprachen: Rabbi, iss! 32 Er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, welche ihr nicht kennt. 33 Da sprachen die Jünger zueinander: Ob ihm jemand zu essen gebracht hat? 34 Jesus entgegnete ihnen: Meine Speise ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat und sein Werk vollende. 35 Sagt ihr nicht, dass es noch vier Monate sind, bis die Ernte kommt? Ich sage euch: Hebt eure Augen auf und seht euch die die Felder an: Sie sind reif für die Ernte. 36 Der, der erntet, empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit der Säende sich gemeinsam mit dem Erntenden freut. 37 Denn darin ist der Spruch wahr, dass der eine der Säende ist und ein anderer der Erntende. 38 Ich habe euch gesandt zu ernten, wo ihr nicht gearbeitet habt. Andere haben gearbeitet und euch ist ihre Arbeit zugute gekommen. 39 Aus jener Stadt aber glaubten viele an ihn, wegen der Aussage der Frau, die bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. 40 Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben und er blieb dort zwei Tage. 41 Und um vieles mehr glaubten sie aufgrund seiner Worte. 42 Und sie sagten zu der Frau: Wir glauben nicht mehr wegen deiner Rede. Denn wir haben selbst gehört und wissen, dass dieser wahrhaftig der Retter der Welt ist.
    Aus der Studienfassung der Offenen Bibel

    oder
    Mk 7, 24-30:
    24 Jesus verließ Galiläa und begab sich in das heidnische Gebiet von Tyrus. Dort zog er sich in ein Haus zurück, damit niemand davon erführe, dass er hier sei. Doch es gelang ihm nicht, seine Anwesenheit verborgen zu halten: 25+26 Sogleich erfuhr es eine einheimische Heidin, deren Tochter von einem bösen Geist besessen war. Sie ging zu ihm, warf sich ihm zu Füßen nieder und bat ihn darum, den Geist bei ihrer Tochter auszutreiben. 27 Jesus aber entgegnete: „Zunächst müssen die Kinder satt werden. Es wäre falsch, den Kindern ihr Brot wegzunehmen und es den Hunden vorzuwerfen.” 28 „Ja, mein Herr, das wäre falsch”, stimmte sie ihm zu, „und dennoch fressen die Hunde unter dem Tisch ihre Brotkrumen.” 29 Da sagte Jesus: „Um dieser Rede willen geh! - Der Geist ist aus deiner Tochter ausgefahren.” 30 Und tatsächlich: Als die Frau nach Hause kam, lag das Kind im Bett und der Geist war ausgefahren.
    Aus der Lesefassung der Offenen Bibel

    oder
    Lk 8, 43-48:
    43 Und eine Frau hatte den Blutfluss seit zwölf Jahren; die hatte alles, was sie zum Leben hatte, für die Ärzte aufgewandt und konnte von keinem geheilt werden. 44 Die trat von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes; und sogleich hörte ihr Blutfluss auf. 45 Und Jesus fragte: Wer hat mich berührt? Als es aber alle abstritten, sprach Petrus: Meister, das Volk drängt und drückt dich. 46 Jesus aber sprach: Es hat mich jemand berührt; denn ich habe gespürt, dass eine Kraft von mir ausgegangen ist. 47 Als aber die Frau sah, dass es nicht verborgen blieb, kam sie mit Zittern und fiel vor ihm nieder und verkündete vor allem Volk, warum sie ihn angerührt hatte und wie sie sogleich gesund geworden war. 48 Er aber sprach zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh hin in Frieden!

    Predigtanregung

  5. Apg 16, 13-15 oder
    Gal 3, 26-28

    Apostelgeschichte 16, 13-15:
    13 Am Sabbat aber gingen wir zum Tor hinaus zum Fluss, wo wir eine Synagoge vermuteten, und nachdem wir uns gesetzt hatten, sprachen wir mit den Frauen, die dort zusammengekommen waren. 14 Und eine Frau namens Lydia, eine Purpurwollenhändlerin aus der Stadt Thyatira, eine Gottesfürchtige, hörte zu, der öffnete der Herr das Herz, dass sie auf das hörte, was Paulus sagte. 15 Als sie aber getauft wurde und ihre Hausbewohner, lud sie ein und sprach: Wenn ihr meint, dass ich an den Herrn gläubig bin, kommt in mein Haus und bleibt. Und sie drängte uns.
    Aus der Studienfassung der Offenen Bibel

    Galater 3, 26-28:
    26 Ihr seid nämlich alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christus Jesus. 27 Denn ihr alle, die in Christus getauft wurden, habt Christus in euch aufgenommen. 28 Hier sind keine Juden oder Griechen, hier sind keine Sklaven oder Unfreie, hier ist niemand männlich oder weiblich: Ihr seid alle eins in Christus Jesus.
    Aus der Lesefassung der Offenen Bibel

    Predigtanregung

  6. Rut 1, 7-18

    7 Und sie verließ den Ort, wo sie gewesen war, und ihre beiden Schwiegertöchter waren bei ihr. Und sie gingen auf dem Weg, um in das Land Juda zurückzukehren. 8 Da sagte Noomi zu ihren beiden Schwiegertöchtern: „Geht! Kehrt zurück, jede in das Haus ihrer Mutter. JHWH erweise euch Güte, so wie ihr sie den Toten und mir erwiesen habt: 9 JHWH vergelte es euch damit, dass ihr Ruhe findet - jede im Haus ihres Mannes!” - und sie küsste sie. Da erhoben sie ihre Stimmen, weinten 10 und sagten zu ihr: „Nein! Mit dir wollen wir zu deinem Volk zurückkehren!” 11 Da sagte Noomi: „Kehrt zurück, meine Töchter! Warum wollt ihr mit mir gehen? Sind mir etwa noch mehr Söhne im Leib, sodass sie eure Männer werden könnten? 12 Kehrt zurück, meine Töchter, geht! Denn ich bin zu alt, um die Frau eines Mannes zu werden. Selbst wenn ich sagte: ‚Es gibt noch Hoffnung für mich‘... ja, selbst, wenn ich noch diese Nacht die Frau eines Mannes würde... ja, selbst, wenn ich sogar bereits Söhne geboren hätte - 13 würdet ihr deshalb warten wollen, bis sie erwachsen sein würden? Würdet ihr deshalb an diese gebunden sein wollen, indem ihr nicht die Frau eines Mannes seid? Nein, meine Töchter! Ach, mir ist es um euretwillen sehr bitter, dass die Hand JHWHs gegen mich ging. 14 Und noch einmal erhoben sie ihre Stimme und weinten. Dann küsste Orpa ihre Schwiegermutter, aber Rut hängte sich an sie. 15 Da sagte sie: „Siehe, deine Schwägerin kehrt zu ihrem Volk und ihren Göttern zurück - kehre also auch du mit deiner Schwägerin zurück!” 16 Da sagte Rut: „Bestürme mich nicht, dich zu verlassen, vom Mit-Dir-Sein zurückzukehren! Nein! Denn dahin, wohin du gehen wirst, will ich gehen, und da, wo du rasten wirst, will ich rasten; dein Volk sei mein Volk und dein Gott sei mein Gott; 17 da, wo du sterben wirst, will ich sterben und dort will ich begraben werden! Solches tue mir JHWH und solches füge er hinzu, wenn nicht der Tod uns scheiden wird.” 18 Da sah sie, wie entschlossen sie war, mit ihr zu gehen. Da hörte sie auf, zu ihr zu sprechen.

    Predigtanregung

    Zuletzt überarbeitet: 14 November 2018
    © Copyright 1998-2018 by Martin Senftleben

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    Alle Rechte vorbehalten.
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