Informationen zu jedem Sonn- und Festtag im Kirchenjahr


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Tag der Erscheinung des Herrn
Epiphanias
Die Herrlichkeit Christi - Predigtanregungen

Proprium | Predigtanregung | Predigttext | Liedvorschläge | Gebete | Predigten

Epiphanias hat vielleicht die vielfältigste Bedeutung von allen Festen: an Epiphanias findet das Gedenken an die Weisen aus dem Morgenland genauso statt wie die Erinnerung an die Taufe Jesu. Es ist das Fest, das die Bedeutung des Christfestes weiter vertieft.
Darum wird zu Epiphanias zunächst die Geburtsgeschichte Jesu nach Matthäus als Evangelium gelesen, und andere Perikopen zeugen von Jesus als dem Licht, das in die Welt kam, um endlich das Dunkel zu erleuchten, das die Menschheit umfing.

Zu den Perikopen

  1. Mt 2, 1-12

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  2. Eph 3, 1-7

    folgt später

  3. Jes 60, 1-6

    Mache dich auf, werde licht... Mir fällt bei diesem Beginn zunächst ein mögliches Missverständnis auf. Man könnte meinen, dass man aufgefordert wird, ein Licht zu werden, so wie Jesus es später tut. Aber das ist damit wohl nicht gemeint, sondern vielmehr die Aufforderung, sich wieder zu freuen, nachdem man in Trauer fast vergangen ist. Es ist das Aufstrahlen des Angesichts, das hier gemeint ist, wenn jemand Grund hat, sich zu freuen. Das "Mache dich auf" verleitet zum Missverständnis. Eine wohl richtige, aber längst nicht so schön klingende Übersetzung würde etwa lauten: "Komm, freue dich, denn jetzt kommt dein Licht!"
    Dieses Licht wird dann zunächst in Gegensatz gestellt zum Dunkel, das die Völker überdeckt, ja, die ganze Erde. Nur über Israel, dem Volk Gottes, erstrahlt nun die Herrlichkeit Gottes! Es ist also durchaus ein elitäres Bewusstsein zu erkennen, wozu Israel ja auch alles Recht hat, ist es doch das auserwählte Gottesvolk.
    Nun bleibt es aber nicht dabei. Das Licht (wohlgemerkt, das Licht Gottes) lädt natürlich ein, es zieht an. So kommen auch die Heiden, die Völker, die im Dunkeln wohnen, um dieses Licht zu bestaunen. Sie können aber nur das Volk Gottes sehen, dem sie entsprechend huldigen und Opfer (Reichtümer) darbringen.
    Wie immer bei alttestamentlichen Texten stehen wir vor dem Problem der Anwendung: es ist ganz deutlich das Volk Israel gemeint, das den Mittelpunkt aller Völker darstellt, weil von ihm das Licht ausgeht. Es wäre nicht angemessen, nun die christliche Kirche unversehens zum Lichtträger zu machen, auch wenn wir uns im Sinne der Worte Jesu (Mt 5,14ff) als Licht der Welt verstehen, denn hier geht es ja gar nicht darum, dass wir das Licht seien, sondern darum, dass Gott sein Volk besucht und dauerhaft bei ihm Wohnung nimmt. Darum strahlt es dort so hell.
    Der kirchenjahreszeitliche Zusammenhang bestätigt diesen Schwerpunkt der Perikope. Darum sollte die Predigt auch auf diesen Schwerpunkt hinweisen. Vielleicht darf man die Frage stellen: stellen wir uns dem Licht Gottes in den Weg? Aber das würde m.E. schon zu weit führen, denn wie könnten wir das? Wir hätten doch gar nicht die Kraft oder Größe, einen nennenswerten Schatten zu erzeugen.
    Das Licht Gottes scheint, es lädt auch uns ein, so wie es alle Völker einlädt. Dabei ist es gar nicht mehr so wichtig, von wo aus es scheint. Gott hat uns besucht, nicht nur sein Volk, darum erstrahlt seine Herrlichkeit über dieser Welt. Es lädt uns ein, aus unseren dunklen Ecken hervorzukriechen. Also sollte die Predigt einladenden, erhellenden Charakter haben.

  4. Joh 1, 15-18

    folgt später

  5. 2. Kor 4, 3-6

    Es fällt nicht leicht, diese Verurteilung, die Paulus hier in Vers 3+4 vornimmt, nachzuvollziehen, zumal sie ganz auf der Prädestinationslehre beruht: Gott hat vorausbestimmt, dass diese Menschen das Evangelium nicht annehmen werden. Deckt sich diese Lehre mit unserer Gotteserfahrung und der Verkündigung Jesu Christi, so wie wir sie wahrnehmen und verstehen? Es tut sich hier ein Problem auf, dass uns öfter in der Bibel begegnet. Eines ist sicher: durch solche Äußerungen dürfen wir uns nicht dazu verleiten lassen, selbst zu Richtern über andere zu werden.
    Es ist denkbar, dass Paulus hier Bezug nimmt auf eine Anfrage seitens der Korinther, die feststellen, dass manche das Evangelium nicht annehmen, und fragen, wie es dazu kommt, da für sie das Evangelium doch offensichtlich ein so großes Geschenk ist, dass sie es gar nicht ablehnen können.
    Das helle Licht des Evangeliums kann man ja eigentlich nicht übersehen, es sei denn, man ist blind, wofür man selbst nichts kann.
    Vers 5 mag dies noch ein wenig erhellen: es kann sich bei denen, die nicht das Licht des Evangeliums erkennen, um Menschen handeln, die sich anderen Lehrern zuwenden - der Hinweis darauf, dass Paulus (und seine Gefährten?) nicht sich selber predigt, lässt den Vorwurf vermuten, er binde die Gemeinde an seine Person. Aber diesem Vorwurf stellt sich Paulus: Er predigt Jesus Christus allein, der in ihm ein Licht entzündet hat, das anderen leuchten und zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes verhelfen soll.
    Der kirchenjahreszeitliche Zusammenhang besteht wohl vornehmlich in dem Bild vom Licht, das in die Herzen scheint und von dort wieder erstrahlt, um anderen Menschen zu leuchten. Das ist das Licht der Erscheinung - Gott wird weithin sichtbar, denn in der dunkelsten Finsternis wird das kleinste Licht sofort wahrgenommen.
    Die Predigt kann versuchen, die Gemeinde selbst auf dieses Licht, das ja konsequenterweise alle Christen in sich tragen dürften, hinzuweisen und zu ermutigen, dieses Licht leuchten zu lassen. Es wird nicht immer willkommen sein, aber das liegt nun nicht in unserer, sondern in Gottes Hand. An uns liegt es, das Licht, das Gott in unsere Herzen ausgegossen hat, leuchten zu lassen.

  6. 1. Kön 10, 1-13

    folgt später



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  • Zuletzt überarbeitet: 27 Oktober 2018
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