das Kirchenjahr

18. Sonntag nach Trinitatis

Das höchste Gebot

Gottesdienstentwurf
Der folgende Vorschlag soll vor allem denen, die ungeübt sind in der Gestaltung eines Gottesdienstes, eine Hilfe sein. Er ermöglicht auch einen Gottesdienst in häuslicher Gemeinschaft ohne Pfarrer/in.

Gruß: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Amen [Je nach Gewohnheit und Möglichkeit im Wechsel mit der Gemeinde]
Der Spruch für den 18. Sonntag nach Trinitatis steht im 1. Brief des Johannes im 4. Kapitel und lautet: Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe.
Eingangslied: Morgenglanz der Ewigkeit (EG 450)
Psalmgebet: Ps 1 (
LPfG Beiheft Lieder und Psalmen für den Gottesdienst
33)
Liturg oder Gemeinde: Ehr sei dem Vater und dem Sohn... (EG 177.x)
Kyriegebet: Himmlischer Vater, deine Gebote offenbaren uns deinen Willen. Oft steht unser eigener Wille im Weg. Wir verwehren unseren Mitmenschen die Möglichkeiten, die du ihnen gewähren willst. Öffne uns Augen und Herzen, damit unsere Welt für alle Menschen lebenswert ist. Wir rufen zu dir:
Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.
und/oder: Kyrie-Gesang (EG 178.x)
Liturg: Ehre sei Gott in der Höhe
Gemeinde: Allein Gott in der Höh sei Ehr (EG 179, 1)
oder
Liturg + Gemeinde im Wechsel: Ehre sei Gott in der Höhe (EG 180.1)
Kollektengebet: Allmächtiger Gott, du willst, dass alle Menschen in Frieden miteinander leben und niemand Not leiden muss. Wir danken dir, dass deine Gebote uns helfen zu einem gelingenden Miteinander. Hilf uns durch deinen Geist, dass wir sie nicht aus den Augen verlieren. Durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.
Amen
Wenn zwei Lesungen gehalten werden, hier fortfahren:
Lesung: Eph 5, 15-20 (Epistel)
Lied: Lass mich, o Herr, in allen Dingen (EG 414)
Wenn nur eine Lesung gehalten wird, hier fortfahren:
Gesang: Halleluja
Halleluja-Vers (gesungen oder gesprochen): Der Herr ist denen Freund, die ihn fürchten, und seinen Bund lässt er sie wissen.
Gesang: Halleluja*
Lesung: Mk 10, 17-27 (Evangelium)
Lied: Alles ist an Gottes Segen (EG 352, 1.2.4)
Predigt/Ansprache/Meditation/Stille (Predigttext: Eph 5, 15-20)
Lied: Herr, dein Wort, die edle Gabe (EG 198)
Fürbitte
Herr, allmächtiger Gott, du hast uns zur Gemeinschaft untereinander und mit Dir berufen. Wie oft missachten wir dein Gebot, einander zu lieben! Wie oft missachten wir unsere Nächsten, vergessen das Schicksal derer, denen ihre Rechte genommen wurden, und versuchen zu entschuldigen, was nicht entschuldigt werden kann.
Herr, wir bitten dich: erbarme dich über unsere Schwachheit. Lass uns unruhig werden, weil deine Gemeinde auch heute nicht eins sein kann. Lass uns nicht zufrieden sein mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner, sondern hilf uns, umzusetzen, was du uns geboten und wozu du uns berufen hast:
dass wir für den Frieden eintreten, damit niemand mehr durch Waffengewalt zu Tode kommt;
dass wir einander achten ohne Rücksicht auf Herkunft, Macht oder Geld;
dass wir nicht wegsehen, wenn Menschenrechte mit Füßen getreten werden, sondern mit dem Finger darauf zeigen und ein Ende fordern;
dass wir den Individualismus in unserer Gesellschaft nicht weiter hinnehmen, sondern für ein Leben in verantwortlicher Gemeinschaft eintreten.
Du hast uns zu deinen Kindern gemacht, darum bitten wir dich:
Erbarme dich über die Ausgestoßenen, die von Krieg Bedrohten, die als nutzlos Abgeschobenen, die heimatlos Abgewiesenen, die von den Reichen Ausgebeuteten, die als zu teuer Entlassenen, und all die, die in Not geraten sind.
Erbarme dich, Herr, und höre uns, wenn wir dich in der Stille anrufen:
Stille
Herr Gott, du rufst uns. Hilf, dass wir nicht aufhören, dir entgegen zu gehen, und dich, der du uns entgegen kommst, freudig zu erwarten. Dir sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit.
Amen

Vaterunser
Segen: Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige, Vater, Sohn und Heiliger Geist. oder
Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig, Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Schlusslied: Lass mich an andern üben (EG 82, 7)

Es bleibt jedem überlassen, den Vorschlag den Gegebenheiten anzupassen.

Rechtliche Hinweise:
Wenn man einen Gottesdienst als Video oder Ton aufnimmt und im Internet verfügbar macht, muss man das Urheberrecht beachten. Die hier gemachten Liedvorschläge sollten diesbezüglich kein Problem darstellen, da sie nach geltendem Urheberrecht rechtefrei sind (der Autor muss länger als 70 Jahre verstorben sein). Die Gebetstexte stammen von mir und dürfen genutzt werden.
Gottesdienste, die auf YouTube eingestellt werden, sollten auch mit anderen Liedern abgedeckt sein, da die EKD einen Rahmenvertrag mit der GEMA für Veröffentlichungen auf YouTube geschlossen hat. Eine Rückversicherung bei der Rechtsabteilung der eigenen Landeskirche empfiehlt sich dennoch. Bei Veröffentlichung des virtuellen Gottesdienstes auf der Webseite der Gemeinde ist es gut, sich auf das hier vorgeschlagene Liedgut (oder andere Lieder, die nicht mehr urheberrechtsgeschützt sind) zu beschränken.

*Das „Halleluja” steht bewusst unmittelbar vor der Evangeliumslesung, denn es leitet das Evangelium ein und schließt nicht, wie in den vergangenen Jahrzehnten üblich geworden, die Epistellesung ab.