Der Name des Sonntags Quasimodogeniti leitet sich vom Beginn der früheren
lateinischen Antiphon ab: Quasi modo geniti infantes, Halleluja, rationabile,
sine dolo lac concupiscite. (1. Petr 2, 2; deutsch: Wie die neugeborenen Kindlein
seid begierig nach der vernünftigen, lauteren Milch).
Der Sonntag Quasimodogeniti erinnert uns an die neue Geburt, die
wir "durch Wasser und Geist" erfahren, d.h. den Anfang eines neuen Lebens
in Christus, nach unserer physischen Geburt. Die Perikopen haben aber, mit Ausnahme
der Epistellesungen, nur wenig damit zu tun. Die Evangelien erzählen weiter
von dem Geschehen nach Ostern. Zu den Perikopen- Joh 20, 19-29
Joh 20, 19-29 (30-31) (W)Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor
den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! 20 Und als er das gesagt hatte, zeigte
er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen. 21 Da sprach Jesus abermals
zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. 22 Und als er das gesagt hatte, blies
er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den heiligen Geist! 23 Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen;
und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.
24 Thomas aber, der Zwilling genannt wird, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. 25 Da sagten
die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale
sehe und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich's nicht glauben. 26 Und
nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen versammelt, und Thomas war bei ihnen. Kommt Jesus, als die Türen
verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit euch! 27 Danach spricht er zu Thomas: Reiche
deinen Finger her und sieh meine Hände und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern
gläubig! 28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 29 Spricht Jesus zu ihm:
Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!
30 Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern, die nicht geschrieben sind
in diesem Buch. 31 Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit
ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen. Predigtanregung - 1. Petr 1, 3-9
1. Petr 1, 1-9 (W)Petrus, ein Apostel Jesu Christi, an die auserwählten Fremdlinge, die verstreut wohnen
in Pontus, Galatien, Kappadozien, der Provinz Asien und Bithynien, 2 die Gott, der Vater, ausersehen hat durch die
Heiligung des Geistes zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blut Jesu Christi:
Gott gebe euch viel Gnade und Frieden! 3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner
großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, 4 zu
einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch, 5 die ihr
aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereit ist, dass sie offenbar werde zu der letzten Zeit.
6 Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen,
7 damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, das durchs Feuer geläutert
wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus. 8 Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun
glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, 9 wenn
ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit. Predigtanregung - Joh 21, 1-14
Danach offenbarte sich Jesus abermals den Jüngern am See
Tiberias. Er offenbarte sich aber so: 2 Es waren beieinander Simon Petrus
und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael aus Kana in Galiläa und
die Söhne des Zebedäus und zwei andere seiner Jünger. 3 Spricht
Simon Petrus zu ihnen: Ich will fischen gehen. Sie sprechen zu ihm: So wollen wir
mit dir gehen. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, und in dieser Nacht fingen
sie nichts. 4 Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber die
Jünger wußten nicht, dass es Jesus war. 5 Spricht Jesus
zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. 6 Er
aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden.
Da warfen sie es aus und konnten's nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische.
7 Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr!
Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr war, gürtete er sich das
Obergewand um, denn er war nackt, und warf sich ins Wasser. 8 Die andern
Jünger aber kamen mit dem Boot, denn sie waren nicht fern vom Land, nur etwa
zweihundert Ellen, und zogen das Netz mit den Fischen. 9 Als sie nun ans
Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer und Fische darauf und Brot. 10 Spricht
Jesus zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt! 11 Simon
Petrus stieg hinein und zog das Netz an Land, voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig.
Und obwohl es so viele waren, zerriß doch das Netz nicht. 12 Spricht
Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jüngern wagte,
ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wußten, dass es der Herr war.
13 Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt's ihnen, desgleichen auch die
Fische. 14 Das ist nun das dritte Mal, dass Jesus den Jüngern
offenbart wurde, nachdem er von den Toten auferstanden war. Predigtanregung - Kol 2, 12-15
Mit ihm seid ihr begraben worden durch die Taufe; mit ihm seid
ihr auch auferstanden durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt
hat von den Toten. 13 Und er hat euch mit ihm lebendig
gemacht, die ihr tot wart in den Sünden und in der Unbeschnittenheit eures
Fleisches, und hat uns vergeben alle Sünden. 14 Er
hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn
weggetan und an das Kreuz geheftet. 15 Er hat die Mächte
und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und
hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus. Predigtanregung - Mk 16, 9-14 (15-20)
Mt 10, 16-20 (W)Als aber Jesus auferstanden war früh am ersten Tag der
Woche, erschien er zuerst Maria von Magdala, von der er sieben böse Geister
ausgetrieben hatte. 10 Und sie ging hin und verkündete
es denen, die mit ihm gewesen waren und Leid trugen und weinten. 11
Und als diese hörten, dass er lebe und sei ihr erschienen,
glaubten sie es nicht. 12 Danach offenbarte er sich in
anderer Gestalt zweien von ihnen unterwegs, als sie über Land gingen.
13 Und die gingen auch hin und verkündeten es den andern. Aber
auch denen glaubten sie nicht.
14 Zuletzt, als die Elf zu Tisch saßen, offenbarte er
sich ihnen und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härte, dass sie
nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten als Auferstandenen.
[15 Und er sprach zu ihnen: Gehet
hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. 16 Wer
da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird
verdammt werden. 17 Die Zeichen aber, die folgen werden
denen, die da glauben, sind diese: in meinem Namen werden sie böse Geister
austreiben, in neuen Zungen reden, 18 Schlangen mit den
Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht
schaden; auf Kranke werden sie die Hände legen, so wird's besser mit ihnen
werden.
19 Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er
aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes. 20 Sie
aber zogen aus und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte
das Wort durch die mitfolgenden Zeichen.] Predigtanregung - Jes 40, 26-31
Hebet eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen;
seine Macht und starke Kraft ist so groß, dass nicht eins von ihnen fehlt. 27 Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagst: «Mein Weg
ist dem HERRN verborgen, und mein Recht geht vor meinem Gott vorüber»? 28 Weißt du nicht? Hast du nicht gehört? Der HERR,
der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich. 29 Er gibt dem Müden
Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. 30 Männer werden müde und matt, und Jünglinge straucheln und fallen;
31 aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln
und nicht müde werden. Predigtanregung
- Marginaltexte:
Joh 17, 9-19folgt später Predigtanregung
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