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Pfingstsonntag
Tag der Ausgießung des Heiligen Geistes
Ausgießung des Heiligen Geistes - Predigtbeispiele

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Predigtvorschläge zu Apg 2, 1-18
Apg 2, 1-21 (22-36) (W)
Rev. 2014: Hes 37, 1-14 (= Ez 37, 1-14) (II)

Die Jünger saßen alle stumm
in ihrem Kämmerleinchen rum.
Sie wagten kaum sich mal zu rühr'n,
es waren zu auch alle Tür'n,
sie fühlten sich so richtig schwach,
und blieben darum unterm Dach,
denn Jesus war, das wissen wir,
nicht da, ja, er war nicht mehr hier.

Er war auch nicht mal anderswo,
bei Nachbarn, Freunden oder so,
nein, er war gänzlich aus der Welt,
war nicht mehr unterm Himmelszelt.
So saßen sie nur wartend da,
denn Jesus sei ihnen ganz nah,
so hatte er es mal gesagt.
Doch da hat niemand nachgefragt,
denn gar zu heilig war die Stund
in der er da war in der Rund.
Jetzt wusste wirklich keiner mehr,
wo er wohl würde kommen her,
wenn er erneut bei ihnen sei;
sie sehnten ihn wohl sehr herbei.

Doch nun, sie spürten, er war fort,
war eben nicht am gleichen Ort,
und hofften lang und hofften sehr,
dass er den Geist bald schickte her.
Denn so versprach er ihnen mal,
als er sie Gott ganz anbefahl,
den Tröster werde senden er,
von wo nur? Ja, vom Vater her!
Sie warteten, sie saßen dort
und hofften nur in einem fort,
dass es nicht lange würde sein
bis dieser Geist nun kehrte ein.

Und dann, an einem hellen Tag,
so hell, dass man sich freuen mag,
da gab's ein Brausen, wild und laut,
die Jünger es vom Hocker haut!
Durch's Dach hindurch, von oben her,
der Geist erfreut sie alle sehr,
er kommt mit ziemlich lautem Krach,
jetzt sind sie sicher alle wach!

Er ist wie Feuer, doch ihr seht
geteilt er über ihnen steht,
dann rührt er sie von innen an,
nichts hält sie mehr. Es geht voran
der Petrus, den der Herr erwählt
zum Fels, auf den die Kirch' gestellt.
So gingen sie ins Freie raus,
sie gingen alle aus dem Haus,
sie riefen zu den Leuten dort,
die blieben stehen an dem Ort,
und hörten, ja, was hörten sie?
Ob das uns jemand glaubt? Wohl nie!
Denn jeder hörte, mit Gemach,
die Worte in der eig'nen Sprach.
Das galt für Meder, Libyer,
Elamiter und Phrygier,
Auch die aus Kappadozien
verstanden jedes Sätzelchen.
Die Kreter und die Araber,
Die Parter auch vom Osten her,
Von noch ein bisschen weiter denn
dem Land Mesopotamien,
sie alle standen still und leis
und hörten es auf ihre Weis.

Doch hörten sie wohl gar nicht hin,
Die Worte machten keinen Sinn.
Es war schon ziemlich laut und wirr,
ein jeder sprach, solch ein Gewirr
lässt sich gewiss nicht leicht verstehn,
wenn überhaupt! Man sollte gehen.

So manche fanden's nicht so toll:
"Die sind doch wohl des Weines voll!
So früh am Tag! Schon unerhört!"
Gar viele fühlten sich gestört.
Doch Petrus hob die Arme dann
und fing alsbald zu reden an.

"Was ihr hier seht, versteht es wohl,
das ist der Geist, das ist nicht hohl,
es ist der Geist, von Gott gesandt,
er kommt direkt aus Gottes Hand!
Er lässt uns reden frisch und frei,
hört nur gut zu! Lauft nicht vorbei!
Es sind die letzten Tage nun,
da gibt es sicher kein Vertun,
Doch Gott lässt uns jetzt nicht allein,
er lässt den Geist ja bei uns sein,
der gibt uns Kraft, der gibt uns Mut,
der Geist lässt alles werden gut!
Er will nicht nur bei uns allein,
er will bei allen Menschen sein.
Seid ihr bereit? So fragt den Herrn,
er wird ihn zu euch senden gern!"

Die Menschen hörten staunend zu,
so manchem ließ es keine Ruh.
Als Paulus dann von Jesus sprach,
da ging es vielen Menschen nach,
sie fragten ihn, sie baten drum,
sie blieben nun nicht länger stumm,
sie wollten Kinder Gottes sein -
sie baten nicht nur so zum Schein -
so gab es eine Taufe dann,
sie tauften Frauen, Kind und Mann.

Es war zwar alles neu für sie,
doch richtig neu war es wohl nie,
der Geist, der lehrte sie alsbald,
er gab die Kraft, gab ihnen Halt.
Der Geist, den Gott herabgesandt,
so dass ein jeder es verstand,
er machte sie zu Freunden gleich,
zu Kindern für das Himmelreich.
Sie teilten das, was ihres war,
sie teilten mit der ganzen Schar,
sie hörten oft auch auf das Wort,
sie hörten es in einem fort.
Ein jeder sah die immer gern,
die folgten nun dem einen Herrn,
denn freundlich waren sie und nett
und dazu immer auch adrett.

So soll'n die Kinder Gottes sein,
dann bleiben sie auch nicht allein!
Der Geist, er weht zwar, wo er will,
und hält auch sicher keinmal still,
doch ist er sicher denen nah,
die an ihn glauben, das ist wahr.
So ist er jetzt auch mit dabei,
und macht uns alle froh und frei
von jeder Last, von allem Leid
das uns das Leben hält bereit.
So lasst uns alle dankbar sein
und voller Jubel stimmen ein!

Gott ist bei uns, das feiern wir,
drum sind wir alle heute hier,
wir feiern es auch anderswo,
und sagen es jetzt nicht nur so,
Denn heute ist ein großer Tag,
Ein Tag der Freude, ohne Frag,
Die Kirche heut' geboren ist,
Die Kirche unsres Herren Christ!
Drum feiern wir in seinem Namen
und sprechen dankbar unser "Amen!".


Liedvorschläge:

*Nun bitten wir den Heiligen Geist (EG 124)
*Komm, Heiliger Geist, Herre Gott (EG 125)
Jauchz, Erd, und Himmel, juble hell (EG 127)
O Heilger Geist, kehr bei uns ein (EG 130)
Zieh ein zu deinen Toren (EG 133)
*Wach auf, du Geist der ersten Zeugen (EG 241)
*O dass doch bald dein Feuer brennte (EG 255)
*Sonne der Gerechtigkeit (EG 263)
Zu Ostern in Jerusalem (KHW-EG 556)
zu Hes 37, 1-14 (= Ez 37, 1-14)
Christ ist erstanden (EG 99)
Wir wollen alle fröhlich sein (Eg 100)
Jesus Christus, unser Heiland (Eg 102)
Wir danken dir, Herr Jesu Christ (EG 107)
Mit Freuden zart zu dieser Fahrt (EG 108)
Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin (EG 114)

Predigtvorschläge zu 4. Mose 11, 11-12.14-17.24-25
Hes 36, 22-28 (W)
Rev. 2014: 1. Mose 11, 1-9 (= Gen 11, 1-9) (V)

Es war einmal, man glaubt es kaum,
ein kleines Volk auf großem Raum,
doch hatten sie, das ist schon schade,
fast nie Gelegenheit zum Bade,
denn wüst und öde war das Land
in das ihr Gott sie hat gesandt.
Es ist noch gar nicht lange her,
von gar nicht weit kamen sie her.
Im Land Ägypten wohnten sie,
dort hatten sie auch eignes Vieh,
und gut zu essen, das ist wahr,
so zartes Fleisch - ganz wunderbar!
Und jetzt gab's nur noch Einerlei
aus Manna - Und sie machten Brei
und Fladen und auch leckre Kuchen
die durfte jeder mal versuchen,
Doch irgendwann war's dann vorbei
mit all der Kuchenbäckerei.
»Es muss doch auch was andres geben,
als nur das Manna, das wir eben
an jedem Morgen fleißig sammeln -
doch nicht zu viel, sonst wird's vergammeln -
nein, nur das eine ist nicht gut,
das bringt uns noch zur Zornesglut,
wir wollen wieder, was wir hatten,
die saft'gen Rindfleischlendenbraten
dazu Kartoffeln und Gemüse
und vor dem Haus 'ne grüne Wiese.
Wir wollen wieder nach Ägypten,
das Land, das wir doch so sehr liebten.«
So klagten sie in einem fort
seitdem sie wohnten hier am Ort.
Ja, alle hatten sie vergessen,
dass sie als Sklaven dort gesessen,
und dass ihr Gott mit seiner Kraft
die Freiheit ihnen hat verschafft.
So klagten sie's dem einz'gen Mann,
der ihnen hier noch helfen kann.
Doch der, der hörte gar nicht zu,
er wollte endlich seine Ruh.
Und dieser Mann, der Mose hieß,
Ein Stoßgebet gen Himmel ließ,
denn dieses Murren und die Klagen,
die ließen ihn nun auch verzagen.
So bat er Gott um seine Gnade,
dass er nicht solche Last ihm lade
auf seinen schwachen, schmalen Rücken.
Das würde ihn zu sehr erschüttern.
Sie waren ja nicht seine Kinder,
dass er nun stopfen müsst' die Münder,
und alle in den Armen tragen,
das wollte er dem Gott nun sagen
und fügte an zum guten Schluss:
»Was ich dir auch noch sagen muss:
Dies Unglück lässt mich ganz verderben,
da will ich lieber schnell jetzt sterben,
anstatt ganz langsam und in Raten;
ich kann nicht tun, worum sie baten.«
Gott hörte Mose und begann
sogleich mit einem guten Plan,
und gab dem Mose den Befehl:
»Erwähle vom Volk Israel
mir 70 Mann, die möglichst weise,
und tu es schnell und auch schön leise,
ich will sie alle überraschen
und ihnen auch die Ohren waschen,
sie haben mich so ganz vergessen
und denken nur ans gute Essen.
Doch du, mein Lieber, denke dran,
du bist und bleibst der beste Mann,
der meine Kinder führen soll,
denn du machst das schon richtig toll.
Du hast jetzt nur ein großes Tief
weil du des Nachts zu wenig schliefst.
Ich will dich wieder ganz erheitern
dir soll in Zukunft nichts mehr scheitern.
Ab morgen wird es anders werden,
dann kommen schon in großen Herden
die Wachteln alle angeflogen
von ferne, von den Meereswogen,
ich werd' sie alle zu euch senden,
so wird sich euer Leid bald wenden.
Doch tue nun, was ich dich bat,
und schreite eiligst bald zur Tat,
die 70 Mann will ich nun sehen,
vor meinem Zelt sollen sie stehen.
Und sprechen will ich dort zu dir,
an meiner eignen, großen Tür.
Dann will ich nehmen, pass gut auf,
vom Geist, der jetzt schon auf dir drauf,
ich nehme also und verteile,
von diesem Geist für eine Weile,
das heißt genau: den siebzig eben,
die du erwählt, will ich ihn geben.
Die werden dann zum Volke sprechen,
wenn es mal kommt zu 'nem Verbrechen,
oder wenn zwei sich wieder streiten,
und ärgern sich mit Eitelkeiten,
dann kannst du deine Kräfte sparen,
die siebzig werden dich bewahren
vor allen diesen Nichtigkeiten.«
Zur Tat der Mose wollte schreiten.
Und gleich er ging und sprach zum Volke
nicht wie der Herr aus einer Wolke,
er sprach ganz so wie Menschen tun
und stand dort fest in seinen Schuhn.
Er sagte: hört mir alle zu!
Da ihr mir gebt ja keine Ruh
hab ich zu Gott, dem Herrn, gesprochen,
der hat den Braten längst gerochen,
und mir gesagt: ich sollte wählen -
damit ihr mich nicht mehr könnt quälen -
mir 70 Männer, gut und weise,
aus diesem bunten, frohen Kreise.«
Er wählte siebzig - alt und schlau -
es waren siebzig ganz genau.
Und als sie vor dem Zelte standen,
und selber nichts zu tuen fanden,
Da kam der Herr in einer Wolk
das konnte sehn das ganze Volk.
Und flugs nahm jener von dem Geist,
den Mose hatte allermeist,
und gab ihn denen, die da standen
ums Zelt herum bei den Girlanden,
die rings umher das Zelte schmückten,
und aller Augen so entzückten.
Und kaum war dieses nun geschehn,
als man den Geist nicht konnte sehn,
geschah etwas verwunderlich
für manche sogar ärgerlich:
die siebzig hüpften vor Entzücken
und beugten munter ihre Rücken,
sie tanzten so ganz wie von Sinnen,
sie schauten nur noch ganz nach innen
und hörten nichts, was außen war,
und sahen nichts, wie sonderbar.
Sie sangen nur in fremder Weise
mit fremden Worten, sanft und leise.
Man sagte: »Die sind wie Propheten,
die reden nur, nachdem sie beten,
sie sagen Gottes Wort uns weiter,
und das ist manchmal gar nicht heiter,
doch besser ist es, wenn wir ihnen
glauben, so wie sie's verdienen.«
Man sah die siebzig munter hüpfen
den Geist sah man nicht in sie schlüpfen,
denn der lässt sich ja gar nicht sehn,
was manche Menschen nicht verstehn,
doch wirkt er in den Menschen weiter,
und macht sie mutig und auch heiter,
er tröstet, die in Trauer leben,
und hilft der Seel, sich zu erheben.
Der Geist, er schenkt uns Zuversicht
und hilft, dass wir verzagen nicht.
Er lässt uns alle friedlich werden,
damit die Menschen hier auf Erden
nicht länger nur sich selber sehn
sondern auf andre auch zugehn.
Der Geist, der weht doch, wo er will,
er kommt ganz heimlich und ganz still,
er ist mal hier und auch mal dort,
er wandert auch von Ort zu Ort,
er kommt zu denen, die Gott lieben,
die ihm ihr Leben ganz verschrieben.
Doch halten können wir ihn nicht,
denn Jesus ihn uns zwar verspricht,
nur bleibt er frei und ausgelassen,
drum können wir ihn gar nicht fassen,
er ist ja frei, frei wie der Wind,
so frei wie wir als Gottes Kind.
Die Menschen, die ihn nötig haben,
die werden sich an ihm schon laben,
bei ihnen wird der Geist still ruhn,
und dann sein Werk bei ihnen tun.
So feiern wir heut froh und frei
das Pfingstfest mit dem Geist dabei,
wir freuen uns, dass Gott uns nah,
und so im Geiste immer da.
So freun wir uns in Gottes Namen
und sprechen fröhlich unser
Amen


Liedvorschläge zur Predigt:

*Nun bitten wir den Heiligen Geist (EG 124)
*Komm, Heiliger Geist, Herre Gott (EG 125)
*Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist (EG 126)
O Heilger Geist, kehr bei uns ein (EG 130)
*Komm, o komm, du Geist des Lebens (EG 134)
O komm, du Geist der Wahrheit (EG 136)
Geist des Glaubens, Geist der Stärke (EG 137)
O dass doch bald dein Feuer brennte (EG 255)
Gottes Volk geht nicht allein (KHW-EG 554)
zu 1. Mose 11, 1-9 (= Gen 11, 1-9)
Erhebet er sich, unser Gott (EG 281)
Die ganze Welt hast du uns überlassen (EG 360)
Wenn wir in höchsten Nöten sein (EG 366)
Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr (EG 382)

Zuletzt überarbeitet: 26 Mai 2015
© Copyright 1998-2015 by Martin Senftleben

Bibeltexte: © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Alle Rechte vorbehalten.
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