I - Lk 9, 57-62 II - Eph 5, 1-8a Eph 5, 1-8 (W) III - Mk 12, 41-44 FürbittengebetAllmächtiger Gott, du rufst uns in deine Nachfolge. Der Weg ist schwer, und wir sind unsicher, ob wir ihn gehen sollen, denn das Ziel bleibt uns
verschwommen und unklar. Wir bitten dich: hilf uns dir vertrauen, damit wir unsere Herzen öffnen und erkennen, dass wir uns auf dich verlassen können. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich. (etwa: EG 178.11)
Lass uns deiner Liebe nachfolgen, indem wir denen, die auf Abwegen sind, nachgehen und sie zu dir rufen. Lass nicht zu, dass sie wie mit Scheuklappen
durch die Welt laufen, sondern öffne sie für deine Liebe. Lass sie auf ihrem Wege stolpern, wenn es nötig ist, damit sie erkennen, dass es der falsche Weg ist. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Lass uns deiner Liebe nachfolgen, indem wir denen, die um der Wahrheit willen verfolgt oder gefangen genommen werden, zu Hilfe eilen. Befreie sie von allem
Zweifel und schenke ihnen die Gewissheit, dass sie auf dem rechten Weg sind. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Lass uns deiner Liebe nachfolgen, indem wir denen, die durch Krankheit und Tod an deiner Liebe zweifeln, beistehen und sie trösten. Lass sie erkennen, dass
auch du den Weg des Leides und des Todes gegangen und ihnen gerade darum ganz nahe bist, auch wenn sie es jetzt nicht spüren. Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Lass uns deiner Liebe nachfolgen, indem wir denen, die nach Krieg schreien, ins Wort fallen und für Frieden eintreten. Lass nicht zu, dass immer mehr
Menschen durch Waffengewalt zu Tode kommen, und lass die Mächtigen in Wirtschaft und Politik erkennen, dass ihre Interessen nicht zwangsläufig dem
Wohl der Menschen, für die sie Entscheidungen fällen, dienen. Wir rufen zu dir:
Gem: Herr, erbarme dich.
Lass uns deiner Liebe nachfolgen, indem wir denen, die Menschen in den Entwicklungsländern ausbeuten, vorhalten, dass sie Unrecht tun. Ermutige die,
denen ihr Recht genommen wird, sich dagegen zu wehren und für ihre Rechte einzutreten. Lass uns zu ihren Fürsprechern werden. Wir rufen zu dir:
Gem: Herr, erbarme dich.
Lass uns deiner Liebe nachfolgen, indem wir für andere Menschen beten. Ihre Namen bringen wir vor dich in der Stille:
Stille. ...
Wir rufen zu dir:
Gem.: Herr, erbarme dich.
Herr, wir sind Licht in dir: so lass uns leuchten und durch uns deine Herrlichkeit in der Welt ausbreiten. Dir gebührt Ruhm, Ehre und Anbetung in Ewigkeit.
Amen IV - 1. Petr 1, (13-17) 18-21 FürbittengebetHimmlischer Vater, du rufst uns in deine Nachfolge, du machst uns frei von unseren alten, nichtigen Wegen, damit wir heilig
werden können, heilig durch deine Gnade. Dafür danken wir dir. Doch unsere Augen bleiben nicht auf dem Weg, wir sind oft abgelenkt
und fühlen uns hingezogen dorthin, wo das Leben so leicht und unbeschwert zu sein scheint. Vergib uns, wenn wir deinen Ruf nicht hören,
und lenke unsere Schritte wieder auf den Weg des Heils.
Heilig sollen wir sein, doch da ist so viel Elend in der Welt, so viel Hunger und Not, so viel Verzweiflung angesichts von Naturkatastrophen.
Mach diesem Elend ein Ende, lass uns den Ruf vernehmen, der uns auffordert, diesen Menschen zu helfen, ihnen Hoffnung zu geben,
weil du uns Hoffnung geschenkt hast.
Heilig sollen wir sein, doch da ist so viel politisches Kalkül in den Entscheidungen der Regierenden, so viel Entgegenkommen gegenüber
den Starken und so wenig Aufmerksamkeit für die Schwachen, für die du dich stark gemacht hast durch deinen Sohn Jesus Christus.
Lass uns auf ihrer Seite stehen, lass uns nicht nachgeben dem Druck der Mächtigen, auch wenn ihre Argumente einsichtig erscheinen,
denn wir sind nicht durch Silber oder Gold, sondern durch sein teures Blut erlöst.
Heilig sollen wir sein, doch da ist so viel Einsamkeit unter uns. Menschen, die niemanden mehr haben will, für die wir Heime anstatt ein
Zuhause anbieten. Hilf, lass uns die Einsamkeit erkennen, lass uns Gemeinschaft gründen, Gemeinschaft, die von deiner Gnade
getragen wird.
Heilig sollen wir sein, doch da ist so viel Krankheit und Gebrechlichkeit, so viel Verzweiflung und Todesangst, die uns lähmt,
die uns das Leben nimmt, bevor es bei dir seine Vollendung gefunden hat. Lass dein Heil kundwerden allen, die von Krankheit geplagt
werden, Heil, das nicht nur die Seele wieder gesund macht, sondern auch den Körper; Heil, das vollendet, was bereits begonnen wurde.
Heilig sollen wir sein, doch da ist so viel Kleinmut und Verzagtheit, so wenig Vertrauen und Hoffnung. Lass uns dich wahrnehmen,
mit den Augen unserer Herzen, lass uns deine Offenbarung erkennen und deine Gnade annehmen, damit wir nicht länger
kleinmütig sein und verzagen müssen.
Auf dich setzen wir unsere Hoffnung, denn du bist der Erhabene, und doch so nah. Wir preisen dich mit allen Engeln und
allen, die uns vorausgegangen sind in dein Reich. Dir sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit.
Amen V - Jer 20, 7-11a (11b-13) VI - 1. Kön 19, 1-8 (9-13a)* - Tagesgebete - nicht nur für den Gottesdienst. v. Jochen Arnold, Fritz Baltruweit u.a.. Lutherisches Verlagshaus 2006, 128 S. - 1. Auflage.
- Gebete für den Gottesdienst. v. Gerhard Engelsberger. Kreuz Verlag 2002, 288 S. - 1. Auflage.
Eingangs-, Tages-, Kollekten-, Fürbitten, Buß-, Segens- und Abendmahlsgebete, sowie Gebete für Familiengottesdienste. Eine umfangreiche
Sammlung
- Evangelisches Gottesdienstbuch - Ergänzungsband. v. Kirchenleitungen der EKU und der VELKD (Hg.). Ev. Haupt-Bibelgesellschaft 2006
- Beten mit Paulus und Calvin. v. Rudolf Bohren. Vandenhoeck & Ruprecht 2008, 157 S. - 1. Auflage.
Beten heißt, Gott vertrauen, ihm begegnen wollen. Dabei ist es oft schwierig, die richtigen Worte zu finden. Rudolf Bohren folgt Regeln zur Einübung
in das Gebet: Er betet von der Bibel her, formuliert seine Gebete vom Horizont seiner Lehrer aus - Paulus und Calvin - und ergreift das Wort für andere. Seine
Gebete bauen Brücken und helfen uns zu einer erneuten Begegung mit Gott.
- Fürbitten für die Gottesdienste im Kirchenjahr. Reihe ggg v. Jochen Arnold u.a.. Lutherisches Verlagshaus 2006, 204 S. - 1. Auflage.
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