Warning: strstr() [function.strstr]: Empty delimiter. in /var/www/web3/html/kj/tageszaehler/counter.php on line 47

Informationen zu jedem Sonn- und Festtag im Kirchenjahr


Home
Advent
Christfest (Weihnachten)
Zwölf Heilige Nächte
Epiphanias

Epiphanias
1. nach Epiphanias
2. nach Epiphanias
3. nach Epiphanias
4. nach Epiphanias
5. nach Epiphanias
Letzter nach Epiphanias

Vorfastenzeit
Fastenzeit
Heilige Woche
Ostern
Pfingsten
Trinitatis
Ende des Kirchenjahres
Feste Januar-August
Feste September-Dezember
Bitt- und Gedenktage

Letzter Sonntag nach Epiphanias
Die Verklärung - Predigtbeispiele

Proprium | Predigtanregung | Predigttext | Liedvorschläge | Gebete | Predigten


Wenn Sie eine meiner Predigtvorschläge verwenden wollen, teilen Sie es mir bitte mit. Jegliche Vervielfältigung, auch im Internet, ist nur mit meiner ausdrücklichen, schriftlichen Zustimmung erlaubt. Weisen Sie bei der Verwendung des Materials bitte auf die Quelle hin.

Predigtvorschläge zu Offb 1, 9-18 (IV)

Lied: Der Morgenstern ist aufgedrungen (EG 69, 1-4)
Es ist dunkel, ja so dunkel, dass man buchstäblich die Hand vor den Augen nicht erkennen kann. Kein Dämmerlicht, an das sich die Augen gewöhnen könnten. Pechschwarz ist es.
Wo es dunkel ist, da ist es auch kalt. Die Kälte kriecht an einem hoch, man spürt sie deutlich an den Zehen, dann an den Fingerspitzen. Ich fröstele.
Die Dunkelheit macht mir Angst. Wo ist der Ort, zu dem ich mich zurückziehen kann? Wo finde ich Schutz? Im Dunkeln erkenne ich nichts. Ich weiß nicht, ob ich vorwärts, nach rechts oder links, oder gar zurück gehen muss, um einen sicheren Ort zu finden. Vielleicht ist es am Besten, sich hinzukauern und zu warten, bis es hell wird.
So sitze ich einige Minuten. Aber schon kommen die ersten Zweifel: was, wenn ich hier auf dem Pfad eines wilden Tieres hocke? Es wird kommen und mich zerreißen. Was, wenn an diesem Ort Räuber vorbeiziehen? Sie werden mich überfallen und ausrauben, vielleicht sogar erschlagen. Die Angst wird stärker. Einschlafen kann ich jedenfalls nicht. Ich stehe auf, gehe etwas zur Seite - vielleicht findet sich so ein sicherer Ort? Doch der Fuß stößt gegen etwas hartes, vielleicht einen Stein. Es geht nicht weiter.
Die Angst wächst weiter, umkrampft mein Herz. Die Dunkelheit weicht nicht. Langsam drehe ich mich um, vorsichtig, nur nicht von der Stelle bewegen. Ist irgendwo ein bißchen Licht zu erkennen? nichts, nicht der kleinste Funke, kein Lichtstrahl, keine Dämmerung. Wo bin ich? Bin ich in einer Höhle? Stehe ich auf einem weiten Feld? Ist es nur dunkle Nacht, oder wird diese Finsternis ewig dauern? Vorsichtig strecke ich die Hände aus, aber da ist nichts... nur kalte Luft. Einen Schritt vorwärts... noch einen... langsam geht es voran, bis mein Fuß wieder gegen ein Hindernis stößt. Die Hände tasten ins Leere. Ich hebe den Fuß an, es ist so etwas wie eine Stufe. Der nächste Schritt aber geht ins Leere. Ich falle, nur kurz, dann setzt der Fuß auf. Ich strauchele, fast wäre ich hingefallen. Ich kauere mich wieder zusammen. Der Schreck sitzt in den Gliedern. Was, wenn ich kurz vor einem gähnenden Abgrund stehe? Ich beschließe, keinen Schritt mehr weiterzugehen, bis es wieder hell wird. Aber... wann wird es hell?
Die Gedanken gehen wirr durcheinander. Ich erinnere mich an vieles, was in meinem Leben geschehen ist. Immer wieder drängen sich Ereignisse in das Bewusstsein, in denen ich versagt habe. Weil ich etwas versäumt hatte. Weil ich jemanden beleidigt hatte. Weil ich andere verletzt hatte, manchmal sogar ganz bewusst. Weil ich nicht um Verzeihung bat. Ich weiß: ich habe Unrecht getan. Ich wollte das nicht. Und wenn ich es damals wollte, so bereue ich es jetzt doch. Nur: wie kann ich es jetzt wieder gutmachen? Kann ich es überhaupt wieder gutmachen? In der Dunkelheit ist es unmöglich. Ich weiß ja nicht, wohin! Hätte ich doch etwas getan, als es noch hell war. Als mich diese endlose, ewige Finsternis noch nicht umschlossen hatte.
Lassen Sie uns nun aus dem Lied Nr. 56 die Strophen 1 und 2 singen.
Gem.: Weil Gott in tiefster Nacht erschienen (EG 56, 1-2)
Was ist das? Ein Lichtstrahl - dort hinten, so wie durch ein Loch in einer schwarzen Leinwand. Das Licht blendet mich. Der Strahl ist fein gebündelt, er trifft auf den Boden, nicht weit von hier. Aber wenn ich dorthin schaue, erkenne ich nichts. Das Licht fällt auf schwarzen Grund. Um mich herum ist es immer noch dunkel. Der Lichtstrahl kann die Umgebung nicht erhellen. Ob ich einen Schritt darauf zugehen kann? Oder ist zwischen dem Lichtstrahl und mir vielleicht doch eine Kluft, in die ich hineinstürzen werde, wenn ich es wage? Vorsichtig schiebt sich ein Fuß vorwärts, tastend. Nun der andere Fuß. Langsam nähere ich mich dem Punkt, auf den das Licht fällt. Aber was ist das? Der Lichtpunkt entfernt sich von mir, langsam. Er ist wieder genauso weit weg von mir wie zuvor, als ich ihn das erste Mal erblickte. Starr stehe ich an meinem Platz. Er darf nicht wieder verschwinden. Das Licht ist das einzige, an dem ich mich orientieren kann!
Der Lichtstrahl rührt sich nicht. Ich mache wieder einen Schritt vorwärts, langsam... Der Lichtstrahl entfernt sich wieder, nachdem ich ihm kurz ein kleines Stück näher gekommen war. Kann es sein... Kann es sein, dass dieses Licht mich aus der Finsternis herausführen will? Vorsichtig bewege ich mich einen weiteren Schritt vorwärts. Tatsächlich, das Licht bewegt sich weiter, als wolle es mich führen. Erleichterung breitet sich aus, Hoffnung: Bald bin ich aus dieser Finsternis raus! Bald wieder im Licht! Aber noch sind Schritte zu tun. Noch bin ich nicht dort. Wer weiß, was mir auf meinem Weg durch diese Dunkelheit noch begegnen wird. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich wieder vorwärts komme. So setze ich einen Fuß vor den anderen, immer noch vorsichtig, aber immer zuversichtlicher. Ich glaube, Herr - hilf meinem Unglauben.
Lassen Sie uns nun das Lied Nr. 596 singen: Ich möchte Glauben haben.
Gem.: Ich möchte Glauben haben (EG 596, 1-4)
Gleißendes Licht umgibt mich. Wo bin ich hier? Es ist so wunderbar, in dieser Helligkeit, nachdem ich so lange in tiefster Nacht gewesen bin. Aber erkennen kann ich nicht viel - die Augen müssen sich erst an das gleißende Licht gewöhnen. Ich kneife die Augen zusammen, blinzele nur, bis Ich langsam die Umrisse von Gestalten, die neben und hinter mir stehen, erkennen kann. Denn hier ist es nicht ganz so hell. Das Licht kommt von vorne, direkt vor mir. Dort scheint eine große Gestalt zu sein, die sich gewaltig über alles erhebt. Muss ich mich vor ihr fürchten? Geht von ihr eine Bedrohung aus? Ich verspüre keine Furcht. Ich habe keine Angst. Denn ich weiß, dass von dieser Gestalt das Licht ausging, das mich aus der Finsternis herausgeführt hat. Also muss diese Lichtquelle mir wohlgesonnen sein. Am liebsten würde ich auf sie zugehen, aber dafür ist es doch zu hell. Die Augen haben sich noch immer nicht an dieses strahlende Licht gewöhnt.
Um mich herum ist es wie Musik. Ich freue mich und singe mit! Und langsam erkenne ich immer mehr: vor mir erhebt sich ein Kreuz, das sich immer deutlicher abzeichnet. Merkwürdig, denn an diesem Kreuz ist die Quelle des Lichtes. Von dort strahlt es hell zu mir. Und ich höre von dort eine Stimme: Fürchte dich nicht. Ich habe dich zu mir geführt. Durch dieses Kreuz bist du erlöst - alle deine Schuld ist von dir genommen. Denn ich habe es vollbracht: ich bin durch den Tod hindurchgegangen - ich habe das Leben errungen - für dich.
... Ich verneige mich - aus Dankbarkeit, und schaue noch einmal auf. Der dort am Kreuz hat meine Seele aus der Finsternis gerettet. Ich verspüre Frieden und Ruhe. Geborgenheit umgibt mich. Es herrscht keine Angst mehr. Mir ist vergeben. Ich spüre die Liebe dessen, der sich für mich geopfert hat. Mit dieser Liebe will ich leben - ich will sie weitergeben und so Frieden und Versöhnung bewirken.
So schreibt Johannes in der Offenbarung:
Ich, Johannes, euer Bruder und Mitgenosse an der Bedrängnis und am Reich und an der Geduld in Jesus, war auf der Insel, die Patmos heißt, um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses von Jesus. Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des Herrn und hörte hinter mir eine große Stimme wie von einer Posaune, die sprach: Was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es an die sieben Gemeinden: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea.
Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter und mitten unter den Leuchtern einen, der war einem Menschensohn gleich, angetan mit einem langen Gewand und gegürtet um die Brust mit einem goldenen Gürtel. Sein Haupt aber und sein Haar war weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme und seine Füße wie Golderz, das im Ofen glüht, und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; und er hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne scheint in ihrer Macht. Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot; und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.

Amen
Lied: Herzlich tut mich erfreuen (EG 148, 1-3.9)


Liedvorschläge zur Predigt:


*Der Morgenstern ist aufgedrungen (EG 69)
O Jesu Christe, wahres Licht (EG 72)
*Herzlich tut mich erfreuen (EG 148)
O Christe, Morgensterne (EG 158)
Wie herrlich gibst du, Herr, dich zu erkennen (EG 271, 1.6-8)
Christus, das Licht der Welt (EG 410)
Gotts Wort, du bist der Morgenstern (EG 442, 4-9)

Zuletzt überarbeitet: 04 Juni 2010
© Copyright 1998-2010 by Martin Senftleben

Bibeltexte: © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Alle Rechte vorbehalten.
Schreiben Sie mir!

- Heiligenkalender -
- Erläuterungen & Copyright -
- Kalender -
- Monatssprüche -
- Links -
- Buchtipps -
- Lesepläne -
- Thema Gottesdienst -
- Diskussionsforum -
- drmartinus.de -
- Konzertsänger -
- Kirchenmusik/Oratorien -
- Pfarrerrecht -
- Spende -

Aktuelle Predigtreihe: II
Kirchenjahr abonnieren:


 Als ein Wort behandeln


Bitte unterstützen Sie diese Arbeit, indem Sie Ihre Bücher und anderes bei Amazon kaufen. Danke!

"christliche" Suchmaschinen:

Feuerflamme Suchmaschine
eXTReMe Tracker