In allen Apostelverzeichnissen taucht der Name des Apostels Simon
auf. Sein Beiname lautet "Zelotes" (gr.: der Eiferer), wobei vor allem
der Eifer für das jüdische Gesetz gemeint ist.
Der Apostel Judas wird in Joh 14, 22 erwähnt;
in den anderen Apostelverzeichnissen (Mt 10, 3 u. Mk 3, 18) wird an seiner Stelle
der Name Thaddäus genannt, so dass man annehmen kann, dass
dies sein Beiname ist. Jesus spricht zu Judas: Wer mich liebt, der wird mein
Word halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung
bei ihm nehmen. (Joh 14, 23) In diesem Wort wird deutlich, dass die Liebe
zu Gott den Weg in die himmlische Heimat bereitet.
Es läßt sich nicht nachweisen, dass Judas Thaddäus
den Judasbrief geschrieben hat. Dennoch ist die Lektüre dieses Briefes an diesem
Tag zu empfehlen, denn er zeigt den entschiedenen Kampf der jungen Christenheit
gegen die Strömung der Gnosis, die sich hart von der Welt abgrenzte und die
Welt nicht zu lieben, sondern nur zu hassen fähig ist. Der Brief ruft die Gemeinde
auf, in der Liebe Gottes zu bleiben.
Die syrische Kirche führt ihren Ursprung auf Judas Thaddäus
zurück und verehrt sein Grab in Edessa am oberen Euphrat.
In Mt 13,55 werden Simon und Judas als Brüder des Herrn genannt.
Es ist fraglich, ob es sich dabei um die beiden Apostel handelt. Man hat lange angenommen,
dass der Judasbrief vom Herrenbruder stamme, was aber auch umstritten ist,
da es keinen Hinweis darauf gibt. Wir wissen aber, dass der Herrenbruder Judas
und auch Jakobus, ebenfalls ein Herrenbruder, später zur Jerusalemer Gemeinde
gehörten und dort wichtige Stellungen einnahmen.
Beide Apostel erlitten den Märtyrertod, nachdem sie gemeinsam
in Babylon und Persien das Evangelium verkündigt hatten. Simon
starb, indem er mit der Säge zerteilt wurde, Judas
wurde mit der Keule erschlagen. Diese Mordwerkzeuge werden auf
künstlerischen Darstellungen den Aposteln mitgegeben, woran sie zu erkennen
sind.
Eingangsvotum:
Der obige Text kann ganz oder teilweise als Eingangsvotum verwendet werden.
Wochenspruch:
Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen. (Jes 52, 7)
Wochenlied:
Herr, mach uns stark im Mut (EG 154) oder Ich lobe dich von ganzer Seelen (EG 250) oder Es wolle Gott uns gnädig sein (EG 280)
Antiphon:
Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen. (Jes 52, 7)
Halleluja-Vers:
Gott der Herr ist Sonne und Schild, der Herr gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. oder
Freuet euch des Herrn, ihr Gerechten; * die Frommen sollen ihn recht preisen. (Ps 84, 12 oder Ps 33, 1)
Anmerkungen:
Wenn der Tag auf einen Sonntag fällt, wird er auf den Vortag oder in die Woche des Sonntags verlegt.