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23. Sonntag nach Trinitatis
Gott und Welt - Predigtanregungen

Proprium | Predigtanregung | Predigttext | Liedvorschläge | Gebete

Zu den Perikopen

  1. Mt 22, 15-22
    Rev. 2014: Joh 15, 18-21 (s. Reihe III)

    folgt später

  2. Phil 3, 17 (18-19) 20-21
    Rev. 2014: Röm 13, 1-7 (s. Reihe IV)

    folgt später

  3. Joh 15, 18-21
    Rev. 2014: Amos 7, 10-17

    folgt später

  4. Röm 13, 1-7
    Rev. 2014: Mt 22, 15-22 (Evangeliumslesung - s. Reihe I)

    folgt später

  5. Mt 5, 33-37
    Rev. 2014: Phil 3, (17-19)20-21 (Epistellesung - s. Reihe II)

    folgt später

  6. 1. Mose 18, 20-21.22b-33 (= Gen 18, 20-21.22b-33)
    1. Mose 18, 20-33 (= Gen 18, 20-33) (W)
    Rev. 2014: 2. Mose 1, 8-20 (= Ex 1, 8-20) (Alttestamentliche Lesung)

    Zu 1. Mose 18, 20-21.22b-33 (= Gen 18, 20-21.22b-33):
    Selten wird über diesen Text gepredigt, da er an einem Sonntag dran ist, der nur selten überhaupt drankommt. Zwar kann man das Proprium des 23. Sonntags nach Trinitiatis mit dem des 20. austauschen, d.h. also die Predigttexte vom 23. am 20. Sonntag verwenden, aber das werden wohl die wenigsten auch machen. Umso interessanter ist es, sich diesmal diesem Text zu widmen.
    Zunächst fällt auf, dass der Bericht von der letztlichen Zerstörung von Sodom und Gomorra nicht mit in der Perikope steht. Aber das ist auch gar nicht so wichtig. Denn hier geht es ja gerade um das Verhältnis zwischen Gott und Abraham. Es ist die Selbstverständlichkeit, mit der Abraham mit Gott redet - zugleich aber ist er sich wohl bewusst, dass er dem Schöpfer der Welt gegenüber steht und somit sein Einfluss auf dessen Entscheidungen verschwindend gering sein dürfte. Dennoch wagt er es, Gott zu bitten, wobei er es Gott im Grunde leicht macht. Er legt ein Kriterium vor, das für Gott nachvollziehbar ist: eine bestimmte Anzahl von Gerechten soll die Vernichtung der beiden Städte abwenden.
    Es ist spannend: Gott und Abraham stehen sich einander gegenüber. Mittlerweile ist uns diese Vorstellungswelt völlig fremd. Die Größe Gottes lässt es nicht zu, dass wir ihn uns so vorstellen. Und sicher hat Gott nicht körperlich vor Abraham gestanden, auch wenn dies den Anschein hat, denn sie entfernen sich ja am Ende voneinander (schon merkwürdig die Formulierung, dass Gott weggeht). Es ist wohl anzunehmen, dass hier die drei Männer mit Gott gleichzusetzen sind, auch wenn es dabei Probleme gibt, denn die Männer gehen ja schon nach Sodom, während sich Abraham noch vor den Herrn stellt und ihn mit seinen Bitten bedrängt. Es kann aber durchaus sein, dass gemeint ist, dass Abraham sich den dreien in den Weg stellte. Wichtig ist, dass hier die Gegenwart Gottes deutlich erfahren wurde - ob sie nun durch die drei Männer erfahrbar wurde oder durch eine einzelne Gestalt, sei dahingestellt. Abraham steht also Gott gegenüber und bittet ihn für die Städte Sodom und Gomorra. Gott erhört seine Bitten, ausnahmslos.
    Natürlich kann man einwenden, dass Gott längst weiß, dass Abrahams Bitte nicht erhört werden wird, denn es gibt keine zehn Gerechten. Vielleicht stimmt er nur deswegen jeder neuen Bitte von Abraham zu. Was wäre gewesen, wenn Abraham den Mut gehabt und die Grenze noch tiefer gesetzt hätte? Aber soweit kommt es nicht. Abraham macht ein Ende, weil er selbst erkennt, dass es unvernünftig wäre, um mehr zu bitten.
    Und so gehen die beiden auseinander - Gott, um Sodom zu zerstören, Abraham zu seinem Zelt.
    Der kirchenjahreszeitliche Zusammenhang legt wahrscheinlich eher den Finger auf Sodom und Gomorra als auf die Art und Weise, wie Abraham mit Gott umgeht. Denn es geht darum, wie sich Gott zur Welt stellt und wie die Welt zu ihm, wobei Welt hier durchaus das sündhafte, von Gott abgewandte Leben gemeint ist. Aber "wir sind allzumal Sünder" und von daher auch "Welt" in diesem Sinne, und so ist es auch Abraham. Durch seinen Glauben erst wendet er sich Gott zu und kann dann auch mit ihm reden.
    Uns fällt es schwer, diese Unbefangenheit, mit der Abraham sich Gott in den Weg stellt, zu teilen. Gott ist uns so fern geworden nicht, weil er fern ist, sondern weil wir ihn fortgerückt haben. Er ist nicht mehr selbstverständlicher Bestandteil unserer Vorstellungswelt, weil wir ihn nur noch rational zu erfassen suchen und dabei scheitern müssen. Die Predigt sollte dazu ermutigen, diese Unbefangenheit wiederzugewinnen.



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Zuletzt überarbeitet: 30 Oktober 2016
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