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1. Sonntag nach Trinitatis
Apostel und Propheten - Predigtbeispiele

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Predigtvorschläge zu Jer 23, 16-29
Rev. 2014: Jona 1(-2) (IV)

Ballade von Martin Senftleben

So richtig gut geht es nie allen,
drum lässt man es sich schon gefallen,
wenn einen keine Sorgen plagen
an diesen und an andern Tagen.
Man fragt nicht lang, wie's andern geht,
wenn es nur gut mit mir hier steht,
und wenn ich kann, dann will ich sorgen
dass nichts mir fehlt auch übermorgen.
Und was den andern widerfährt,
hat mich noch lange nicht gestört.
Man hört es wohl, die Nachbarin
flog gestern erst der Läng' nach hin,
ob ich ihr vielleicht helfen kann?
Ach nein, das macht ein andrer Mann.
Was soll ich mich denn immer plagen
mit Sorgen, die die andern haben?
Es geht mir gut, das zählt alleine,
und freundlich bin ich nur zum Scheine.

So lässt sich's leben, denkt man sich,
ich lass die andern zwar im Stich,
doch sorg ich ja - zu meinem Wohle -
für gutes Essen und die Kohle.
Nur: immer wird das nicht so gehn,
das kann man nicht nur heute sehn,
es steht sogar schon in der Bibel:
des Menschen Selbstsucht ist sein Übel.
Drum sandte Gott uns die Propheten,
sie sollten ihn bei uns vertreten,
damit wir lernten seinen Willen
und seinen Wunsch auch zu erfüllen.

»Ich weiß, was morgen vor sich geht,«
sagt einer, der sich nennt Prophet,
und weissagt, was das Zeug so hält,
von Gott und von der schönen Welt.
Und viele horchen auf sein Wort:
»Es wird geschehn an jenem Ort,
wo grüne Hügel rings umher,
den Menschen wird das Leben schwer.«

Schon rätselt man und fraget sich:
'Was ist der Ort, von dem er spricht?
Könnt es gar unser Städtchen sein,
und alle Menschen groß und klein?
Will er, dass wir uns heut verändern
und fortan gehn in Bußgewändern?
Doch da kommt einer angelaufen
so schnell, er muss sich erst verschnaufen
und kündigt, als er das getan,
für unser Städtchen Gutes an:
»Das Böse wird sich nicht erheben,
Gott will uns nur das Beste geben,
er ist uns nah, das sagt er immer,
verlassen wird er uns doch nimmer.
Drum macht nur weiter wie bisher,
macht euer Herz von Sorgen leer
und träumt von Reichtum, Auto, Haus,
das alles sag ich euch voraus.«

Prophet nennt sich auch dieser Mann,
er sagt uns nur das Gute an,
da kann man schon erleichtert sein
denn Gott lässt uns ja nicht allein.

Doch halt! Was haben wir gelesen?
Gott sagt: ich bin euch nah gewesen,
doch gibt es auch mal andre Zeiten,
wenn ihr euch gerne selbst wollt leiten,
dann will ich euch nicht nahe sein,
und mache mich verschwindend klein.
So straft uns Gott auf seine Art,
er bleibt uns fern, das ist schon hart,
und lässt uns ganz auf uns gestellt;
da muss wohl untergehn die Welt,
weil ich nur an mich selber denke
und mir nur meine Liebe schenke.
Doch bleibt er Gott, und neiget sich
in seiner Liebe über mich,
denn ganz aus eigner Kraft allein
kann niemand für sich Helfer sein.

Eins steht nun fest: Gott gibt nicht auf
und lässt den Dingen seinen Lauf,
er wendet sich mir zu und spricht:
'komm her zu mir - fürchte dich nicht!'
Gott rufet mich durch die Propheten,
die ihn bei uns auch heut' vertreten.
Wer sind die? Das ist schwer zu sagen,
weil sie kein Sonderzeichen tragen,
allein, was sie zu sagen meiden,
hilft uns, sie recht zu unterscheiden.
Denn was ein richtiger Prophet,
sagt nicht, wonach der Sinn ihm steht;
er kündet, was Gott von uns will,
und das wird manchem schnell zu viel.
Denn ganz so leicht und so bequem
wie früher wird es nicht mehr gehn.
Doch wenn wir nun auf Gott's Wort hören,
und uns nicht länger mehr dran stören,
dann machen wir den ersten Schritt
in Gottes Reiche gleichsam mit.
Die Selbstsucht weicht, wir schließen Frieden,
mit Gott und denen, die hienieden.
Und so beginnt auch unser Leben
von dem der andern sich zu heben,
wir spüren auch im Leide Segen,
auf Gott wir uns're Hoffnung legen.
Die andern können dies erkennen
warum wir uns hier Christen nennen
denn Christus lädt uns alle ein
in seiner Jüngerschar zu sein.
Er zeigt uns, wie sehr Gott uns liebt
so sehr, dass er den Sohn hingibt.
Drum sprechen wir in Jesu Namen
auch heute ein getrostes: Amen!

oder:

Liebe Gemeinde!
Der Prophet Jeremia ist Sohn eines Priesters. Er wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts vor Christus geboren. Als Gott ihn in den Dienst eines Propheten rief, muss er noch sehr jung gewesen sein, denn er bezeichnet sich selbst als zu jung, um ein Prophet zu sein.
Vermutlich ist diese Antwort aus der Erfahrung heraus gewachsen, die er in der Priesterfamilie gemacht hatte. Es dauerte seine Zeit, bis ein Priester sein Amt in rechter Weise und in der Vollmacht des Herrn ausüben konnte. Und vermutlich fürchtete er, dass niemand auf ihn hören würde aufgrund seines Alters. Es fehlte ihm an sichtbarer Autorität.
So würden wir es wohl auch empfinden, wenn ein 16-Jähriger vor uns stünde und sagen würde: „So spricht der Herr!” Wie kann das sein? Da würden die meisten nur müde lächeln, und andere würden ihn verspotten und beschimpfen.
Aber Gott rührt ihn an, diesen Jeremia, und so beginnt er seinen Dienst als Prophet, als Prediger. Er muss dafür leiden, denn die Worte Gottes, die er an die Menschen weitergibt, sind alles andere als bequem. Aber er kann nicht davon abweichen, und so nimmt er eher das Leid und die Strafe auf sich dafür, dass er Gottes Wort predigt, als sich eines angenehmen Lebens zu freuen, indem er den Menschen nach dem Mund redet.
Dabei kann ich mir vorstellen, dass, je mehr er angefeindet wurde, desto eher war er bereit, die Worte Gottes, die das Volk wegen seiner Gottlosigkeit anklagten, auszusprechen. Er sah Gott an seiner Seite und fürchtete sich darum nicht. Er war ein Streiter Gottes!
In dieser Zeit des Propheten Jeremia zogen die Babylonier gegen Jerusalem, um es zu erobern – die gerechte Strafe Gottes war also zu erwarten.
Der König befragte Gott durch Propheten, die aus seiner Hand ihren Unterhalt bekamen – wie konnten sie da gegen seine Vorhaben oder Entschlüsse etwas sagen?
Es scheint, dass es ihnen ohnehin am Wort des Herrn mangelte – sie predigten nur das, was sie für angemessen und nützlich hielten – nicht zuletzt nützlich für sie selbst. So wie ein Sprichwort sagt: Der Hund beißt nicht die Hand, die ihn füttert.
Jeremia aber war nicht in den Diensten des Königs, so dass es für ihn auch keine Skrupel diesbezüglich geben konnte. Er genoss offenbar genug Aufmerksamkeit im Volk, dass es den König nervös und unruhig machte. Denn das Volk wurde unruhig angesichts der Worte des Propheten, und diese Unruhe bekam der König natürlich mit. Aber anstatt auf die Worte des Propheten zu hören, setzte er ihn gefangen, um seinen Einfluss auf das Volk zunichte zu machen.

Die Worte des Propheten, die wir eben als Predigttext gehört haben, können auch uns nervös machen. Ich möchte mich ihnen in drei Schritten näheren. Der erste Schritt ist eine Frage:

1. Schritt: Was wollen wir hören?
Diese Frage mag etwas merkwürdig erscheinen, aber darum geht es ja zunächst einmal in unserem Predigttext. Die Propheten reden dummes Zeug, so kann man wohl sagen, aber es ist das, was die Menschen hören wollen. Und so ist es durchaus sinnvoll, uns selbst einmal zu fragen, was wir eigentlich hören wollen – und was nicht. Gefällt uns solch ein Gott, der damit droht, dass er sein Volk im Stich lässt?
Wir möchten doch vielmehr, dass er uns nahe ist, und sind dankbar für genau solche Worte, die uns das auch zusagen.
Hat es da nicht einen Bruch gegeben zwischen dem Alten und dem Neuen Testament in dem Sinn, dass Gott nicht mehr fern sein kann, seit er in Jesus Christus Mensch wurde? Ist die Drohung der Gottesferne für uns nicht bedeutungslos geworden?
Schön wäre es. Und vielleicht ist es auch so.
Aber ich glaube eher: das ist es, was wir von Gott wissen wollen. Das andere scheint in unseren Augen barbarisch, unmenschlich. Das wollen wir nicht.
Und darum hören wir es auch nicht, auch wenn es uns gesagt wird. Wir wollen nicht hören, dass Gott sich von den Menschen abwendet.
Genauso wenig mögen wir die Texte, in denen von Heulen und Zähneklappen die Rede ist. Das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen scheint uns doch ziemlich gemein zu sein: warum müssen fünf Jungfrauen, die gerade in dem Moment, als der Bräutigam kommt, nicht da sind, sich sagen lassen, dass er sie nicht kennt? Warum muss der Knecht, der seinem Herrn den Zentner zurück gibt, den er von ihm bekommen hat, in die Finsternis hinausgeworfen werden?
Warum gibt es in solchen Texten keine Barmherzigkeit?
Wir neigen dazu, uns die Rosinen rauszupicken. Wir hören nur das, was uns wohltut, und nicht auch das, was uns ein Unbehagen bereitet.
Doch die Bibel ist voll von solchen Worten, und so kommen wir zum zweiten Schritt:

2. Schritt: Kann Gottes Nähe furchtbar sein?
Eigentlich können wir uns das nicht vorstellen. „Gott ist die Liebe” (1. Joh 4, 16), hat Johannes in seinem 1. Brief gesagt. Und da möchten wir uns gerne hineinkuscheln in dieses Wort. Wir möchten von Liebe umgeben sein.
Aber der Prophet Jeremia hat da andere Worte für uns:
Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der Herr, und nicht auch ein Gott, der ferne ist? 24 Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe? spricht der Herr. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt? spricht der Herr. (Jer 23, 23f)
Zunächst stellt Gott dar, dass er nicht nur nah, sondern auch fern sein kann. Das ist die Drohung, die über dem Volk Israel schwebt.
Solche Gottesferne hat Jesus am Kreuz erlebt, als er ausruft: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?” Und es ist nicht das letzte Mal, dass solche Gottesferne erfahren wurde.
Wohl jeder Mensch erlebt sie irgend wann einmal, z.B. wenn ein lieber Mensch stirbt, oder wenn man die Arbeitsstelle verloren hat, oder wenn eine Ehe zerbricht, oder wenn ein Kind den Eltern den Rücken kehrt und sagt, es wolle nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Gott, wo bist Du?
Die Worte des Propheten, von denen ausdrücklich gleich dreimal in unserem kurzen Abschnitt gesagt wird, dass es Worte Gottes sind, gehen aber noch weiter. Plötzlich ist Gott doch nahe, aber es ist eine Nähe, die einem Angst macht.
„Meinst du, dass sich jemand heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe? spricht der Herr. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt? spricht der Herr.”
Ja, Gott ist nahe. Aber wehe dem, der diese Nähe gar nicht will. Dem wird die Nähe Gottes zu einer unheilvollen, vielleicht sogar grausamen Erfahrung.
Aber wer sind diese, die Gottes Nähe gar nicht wollen? Sehnen wir uns nicht alle danach, seine Nähe zu spüren?
Nun, solange wir uns Gott als den lieben Gott vorstellen, der nur das Beste für alle Menschen will, ist das wohl so. Aber wenn wir ihn als den erleben, der etwas von uns erwartet, ja, der Rechenschaft von uns fordert über das, was wir getan haben, dann möchten wir ihm wohl eher ausweichen. Denn wir ahnen, und vielleicht wissen wir es, dass wir oft genug versagt haben, dass wir nicht getan haben, was von uns erwartet wird.
Wir merken schon, dass wir eigentlich etwas tun müssten. Und dann lassen wir es doch bleiben. Wird uns das alles nicht angerechnet werden am Jüngsten Tag? Können wir uns wirklich jetzt schon damit rausreden, dass Gott uns um Christi willen alles vergeben wird? Wäre das nicht allzu billige Gnade?
Durch die Taufe wird uns die Vergebung unserer Sünden zugesprochen. Für die meisten von uns ist das lange her. Aber die Taufe, und damit auch die Zusage der Sündenvergebung, bleibt gültig. Und dennoch: wenn wir die Hände in den Schoß legen, weil wir uns darauf verlassen, dass Gott uns vergibt, machen wir es uns zu einfach.
Und darum kommt der dritte Schritt dazu:

3. Schritt: Gottes Wort hören – und tun
Jesu Worte sind sehr eindeutig gewesen: „Wenn einer deinen Rock nehmen will, dann gib ihm auch den Mantel. Wenn dich jemand nötigt, eine Meile mit zu gehen, so geh mit ihm zwei. Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der etwas von dir borgen will.” (Mt 5, 40-42)
Das Gleichnis vom Weltgericht führt uns deutlich vor Augen, wie es denen ergeht, die nicht bereit waren, ihre Mitmenschen im Gefängnis zu besuchen, sie zu kleiden, ihnen zu essen zu geben, ihnen Herberge zu gewähren. (Mt 25, 31ff).
Das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter (Lk 15) führt uns vor Augen, wann das Gebot der Nächstenliebe eingehalten, und wann es gebrochen wird.
Da geht es um Ansprüche, die Gott an uns stellt. Diese Ansprüche können nicht einfach weggeredet werden, indem wir sagen: es ist alles gut, Gott vergibt uns, Werke sind unnütz und tot, allein der Glaube macht uns gerecht.
Dies ist zwar ein Kernsatz reformatorischen Glaubens, aber Martin Luther hatte mit der sogenannten Werkgerechtigkeit zu kämpfen und stellte darum das „Allein aus Glauben”, das „sola fide”, in den Mittelpunkt und sogar über alles. Zu viel wurde mit den Werken gerechnet, zu viel damit gedroht, dass das ewige Feuer auf den wartet, der nicht in seinem Leben für einen Ausgleich des Sündenkontos sorgt.
Da blieb die Vergebung auf der Strecke, das Handeln Gottes, seine Barmherzigkeit, wurde zur Verfügungsmasse der Menschen.
In solch einer Situation ist das Sola Fide durchaus sinnvoll und richtig. Aber wir leben nicht mehr in solch einer Situation. Heute hören wir an allen Ecken, dass jeder in den Himmel kommt, Gott liebt sie doch alle, wie könnte es also anders sein als dass alle Menschen erlöst werden.
Der furchtbare Gott, der sein Volk im Stich lassen kann, ist uns völlig fremd geworden.
In der Trinitatiskirche stehen über dem Durchgang zur Kapelle die Worte: „Dienet dem Herrn mit Furcht und freuet euch mit Zittern.”
Diese Worte sind eigentlich den Predigern gewidmet, die sich auf die Kanzel begeben, dass sie sich immer bewusst sind, dass sie für ihre Worte Rechenschaft ablegen müssen.
Schon öfters wurde ich gefragt, ob man diese Worte nicht entfernen bzw. durch andere ersetzen könne. Offensichtlich fällt es schwer, ein solches Gottesbild, das von uns Demut und Gehorsam erfordert, zu ertragen.
Muss Gott nicht rasend werden, wenn es allen Menschen so einfach gemacht wird, wenn es sich alle Menschen so einfach machen und Gott nur noch zum Kuscheln gebrauchen wollen?
Glaube hat Werke (Jak 2, 17). Sie gehören zum christlichen Glauben dazu. „Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein, sonst betrügt ihr euch selbst” (Jak 1, 22), schreibt Jakobus. Und das bedeutet: Nächstenliebe, Friedfertigkeit, Versöhnungsbereitschaft. Es bedeutet Selbsthingabe in der Nachfolge Jesu.
Wer Jesus nachfolgen will, der nehme sein Kreuz auf sich und folge ihm.
Und nicht: Der lehne sich zurück und entspanne sich.
Ein Leben in der Nachfolge Christi ist kein einfaches Leben. Wer sich bemüht, mit seinen Mitteln und Möglichkeiten das Seine zu tun, der darf sich natürlich darauf verlassen, dass die Zusage der Taufe gültig ist, falls er in seinem Handeln versagt, oder falls dieses Handeln einfach nicht ausreicht.
Aber wir dürfen uns selbst nicht genug sein. Gott stellt uns in eine Welt, die uns braucht. Verschließen wir davor nicht die Augen, damit wir nicht am Ende die Nähe Gottes fürchten müssen.
Amen


Liedvorschläge zur Predigt:


Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort (EG 193)
Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ (EG 246)
*Sonne der Gerechtigkeit (EG 262)
Ach Gott, vom Himmel sieh darein (EG 273)
Ich freu mich in dem Herren (EG 349)
Ist Gott für mich, so trete (EG 351)
Er weckt mich alle Morgen (EG 452)
Fürchte dich nicht (EG 612)
zu Jona 1(-2):
O Mensch, bewein dein Sünde groß (EG 76)
Wir danken dir, Herr Jesu Christ (EG 79)
Christ ist erstanden (EG 99)
Wir wollen alle fröhlich sein (EG 100)
Jesu Christus, unser Heiland (EG 102)
Wir danken dir, Herr Jesu Christ (EG 107)
Mit Freuden zart zu dieser Fahrt (EG 108)
Auf, auf, mein Herz, mit Freuden (EG 112)
Herr, mach uns stark im Mut, der dich bekennt (EG 154)
Und suchst du meine Sünde (EG 237)
Wenn wir in höchsten Nöten sein (EG 366)
Gib dich zufrieden und sei stille (EG 371)
Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen (EG 518)

Predigtvorschläge zu 5. Mose 6, 4-9*
Lk 16, 19-31 (Evangeliumslesung - s. Reihe I) (VI)

Liebe Gemeinde! Höre, Israel – wir machen uns wieder einmal bewusst, dass wir nicht die ersten sind, die mit diesen Worten angesprochen werden, sondern die zweiten, eingepfropfte wilde Zweige, wie Paulus es im Römerbrief beschreibt, die jederzeit wieder vom Stamm weggenommen werden können.
Höre, Israel – Höre, Gemeinde Jesu Christi...
Ich gebe zu, mir fällt es nicht ganz leicht, dieses ureigene Glaubensbekenntnis des jüdischen Volkes derart umzuformulieren, aber um deutlich zu machen, dass wir nicht Beobachter sind, die sich womöglich noch anmaßen, über das Volk Israel ein Urteil zu fällen, sondern ebenso Angesprochene, will ich es tun: Höre, Gemeinde Jesu Christi, der Herr ist unser Gott, der Herr allein.
Höre!
Wir tun uns manchmal schwer mit dem Hören. Vielleicht wandern auch jetzt schon die Gedanken des einen oder der anderen ab, was nicht unbedingt schlecht ist, denn es bedeutet ja meist, dass da ein Gedanke angestoßen wurde, der nun weiter verfolgt werden will, und zwar nicht auf den Wegen, die ich weiter beschreite mit dieser Predigt, sondern auf eigenen Wegen, die das persönliche Erleben und jüngste oder auch ältere Erfahrungen mit einbeziehen.
Vielleicht ist darum das „Höre!” so kurz und knapp, weil man nicht mehr zu sagen braucht außer: „der Herr ist unser Gott, der Herr allein!” oder, wie Martin Buber mit Franz Rosenzweig übersetze: „Er unser Gott, Er Einer!”
Knapper geht es kaum. Und was wir nicht hören, ist, dass da, wo „der Herr” gesagt wird, eigentlich der Gottesname geschrieben steht, Jahwe, den man wegen des zweiten Gebotes nicht auszusprechen wagt.
Aber durch diesen Namen bekommt Gott ein Gesicht, eine Identität, die auf's Engste mit der Geschichte Israels und der Geschichte der Christenheit verknüpft ist. Das ist der Name des lebendigen Gottes, des einen, einzigen, der Israel aus Ägyptenland herausgeführt hat in das gelobte Land.
Diesen Namen höre und nimm wahr: das ist unser Gott, der Einzige, kein anderer neben ihm.
Und was bedeutet der Name? Im Buch Exodus hören wir es, als Mose die Begegnung mit Gott im brennenden Dornbusch hatte. Die Übersetzungen sind da aber doch recht unterschiedlich. Luther bietet uns an: „Ich werde sein, der ich sein werde.” (Ex 3, 14) Das hört sich fast wie ein trotziges Kind an, das mit dem Fuß aufstampft und ruft „Ich will aber...”. Denn diese Übersetzung blickt in die Zukunft und hat etwas von: „Du wirst es schon sehen! Sei nicht so ungeduldig!”.
Natürlich hat das auch seine Berechtigung: Gott wird das Volk aus Ägypten führen und durch diese Tat sich gewissermaßen identifizieren lassen – diese Tat ist es ja, die das Volk Israel prägte und bis heute prägt: das Ende der Knechtschaft, der Neubeginn, der Anfang des Volkes Israel mit seinem Gott, auch wenn die Wurzeln viel weiter zurück reichen, bis hin zu Abraham.
Es kommt also noch was, und darum kann man schon für den Gottesnamen sagen: „Ich werde sein, der ich sein werde” - ich werde mich Euch offenbaren in einer Weise, wie ihr es euch jetzt noch nicht vorstellen könnt.
Doch gibt es andere Übersetzungen, die ich auch kurz bedenken möchte. Eine ist die von Martin Buber und Franz Rosenzweig. Dort heißt es: „ICH BIN DA”, das ist der Name Gottes. Auch hier wieder eine Verdichtung der Worte, durch die alles ausgedrückt wird: ICH BIN DA – wo immer du bist, da bin ich. Das ist Gott. Mitten unter uns, jetzt, hier. Das ist seine Identität: das Dasein. Er muss nicht erst aus der Ferne herbei gerufen werden, im Gegenteil, er ist da, selbst wenn wir gar nicht an ihn denken.
Auch die Einheitsübersetzung schließt sich dieser Deutung an und spricht an dieser Stelle vom „Ich bin da”.
Andere übersetzen: „Ich bin, der ich bin”. Auch darin klingt etwas Trotziges, wie eine Gegenfrage: Was fragst Du nach meinem Namen? Ich bin ich! Da braucht es keine Erklärung!
Aber man kann diese Worte auch als Zeichen der Verlässlichkeit verstehen: Gott ändert sich nicht, er ist und bleibt derselbe, der zu seinen Zusagen steht und zu dem Volk, das er sich berufen hat aus den vielen Völkern.
Diese Verlässlichkeit klingt noch stärker an in der Fassung durch die sogenannte „Neue evangelische Übersetzung”, wo es heißt: „Ich bin der, der ist und immer sein wird.”
Aber neben der Verlässlichkeit, die in diesen Worten durchscheint, liegt hier die Betonung mehr auf dem Ewig Seienden, jedoch insofern auch Verlässlichen. Und es mag interessant sein, wenn man bedenkt, dass tatsächlich unzählige Götter der damaligen Welt heute längst in Vergessenheit geraten sind, während dieser Gott von mehr und mehr Menschen verehrt und angebetet wird.
Tatsächlich soll der Name wohl vor allem dies zum Ausdruck bringen: Gott ist in Ewigkeit, und er ist der Gott, der da ist, der sein Volk nicht im Stich lässt.
Nun haben wir als Christen noch einen anderen Namen, oder eigentlich sogar zwei: „Jesus” und „Immanuel”. Auch auf die will ich einen kurzen Blick werfen:
Der Name „Jesus” bedeutet „Gott hilft” oder „Gott rettet”, wobei die ersten zwei Buchstaben zurück auf den Gottesnamen „Jahwe” hinweisen. Also: „Jahwe hilft” oder „Jahwe rettet”.
Im Matthäus-Evangelium lesen wir im ersten Kapitel: Maria wird einen Sohn gebären, dem sollst du, Josef, den Namen „Jesus” geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden. (Mt 1, 21)
Der zweite Name, „Immanuel”, bedeutet „Gott ist mit uns”. Dieser Name taucht zwar nur einmal im Neuen Testament auf, und zwar im Matthäus-Evangelium, zwei Verse weiter von der Stelle, die ich gerade zitiert habe. Aber der Name hat eine Geschichte in der Christenheit, was wir z.B. am Weihnachtsoratorium erkennen können, wo er reflektiert wird mit den Worten:

„Immanuel, o süßes Wort!
Mein Jesus heißt mein Hort,
Mein Jesus heißt mein Leben.
Mein Jesus hat sich mir ergeben,
Mein Jesus soll mir immerfort
Vor meinen Augen schweben.
Mein Jesus heißet meine Lust,
Mein Jesus labet Herz und Brust.”

Höre also, liebe Gemeinde, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Lass den Namen Gottes in deinem Herzen klingen, vergiss ihn nicht. Denn dies ist dein Gott, der dich nicht allein lassen will, der immer an deiner Seite ist, der dich trägt, wenn du selbst nicht mehr weiter kannst, und der dir vergibt, wenn du ihn doch vergessen hast.
Und das behalte nicht für dich, sondern sage es deinen Kindern, schärfe es ihnen ein und rede von dem, was Du mit Gott erlebt hast – nicht nur vor deinen Kindern, sondern vor allen Menschen, denen du begegnest.
Denn wie kann Glaube wachsen, wenn nicht durch das Zeugnis derer, die erlebt haben, was das bedeutet: der „Ich bin da” ist der einzige, auf den Verlass ist.

Allerdings wird man sich fragen müssen, ob das auch z.B. die Flüchtlinge sagen können, die in ihrem eigenen Land nicht bleiben können, aber nirgends Aufnahme finden.
Oder die Menschen, für die ärztliche Versorgung unerreichbar ist.
Oder die Menschen, die durch Krieg alles verloren haben, auch ihre Familie.
Was soll man ihnen sagen? Verzage nicht, denn Gott ist mit dir? Ist das genug?
Das Merkwürdige ist, dass man bei solchen Menschen, denen es abgrundtief schlecht geht, oftmals einen tiefen Glauben beobachten kann; denn das ist der einzige Halt, den sie noch haben: Gott.
Sie vertrauen darauf, dass Gott ihnen helfen wird. Darum wagen sie sich in aussichtslose Situationen hinein, wohl wissend, dass sie zumindest damit rechnen müssen, zu sterben. Sie hoffen auf die Hilfe Gottes, dass er sie am Leben erhält.
Und diese Hilfe kommt nicht etwa von oben auf sie herab, sondern sie kommt von anderen Menschen, die das Elend dieser Menschen wahrnehmen und zu ihrem eigenen Anliegen machen.
Und damit sind natürlich auch wir gemeint, denn wir gehören zum Volk Gottes, das sich nicht als exklusives Volk versteht, welches mit den anderen Völkern nichts zu tun haben will, sondern im Gegenteil: Als Volk Gottes wirken wir in die Welt hinein, wir sind Zeugen der Barmherzigkeit und der Güte Gottes nicht nur mit unseren Worten, sondern auch mit unseren Taten.
Indem wir anderen Menschen beistehen und sie unterstützen, machen wir sicht- und spürbar, was der Gottesname bedeutet: Ich bin da.
Gott wirkt durch uns, er braucht unsere Hände, damit denen, die in Not sind, geholfen wird. Zum Beispiel durch die Organisation „Ärzte ohne Grenzen”, die dort, wo keine medizinische Versorgung möglich ist, unterstützend eingreift – z.B. in den Flüchtlingslagern im Tschad.
Oder durch die Organisation „Pro Asyl”, die sich für die Rechte von Asylbewerbern einsetzt – z.B. für die Menschen, die aus Syrien geflohen sind, weil der Bürgerkrieg dort ein Leben in Sicherheit unmöglich gemacht hat.
Meist können wir nicht direkt helfen, aber indem wir solche Organisationen unterstützen, können wir etwas Hoffnung vermitteln, und vor allem: wir machen deutlich, dass unser Gott ein Gott ist, der hilft.
Aber manchmal erleben wir das auch direkt an uns selbst, dass Gott rettet, wie z.B. ein Mann aus Köln in das Buch hier unten beim Kerzenleuchter, der den Brennenden Dornbusch darstellen soll, aus seiner eigenen Lebensgeschichte geschrieben hat. Wo Menschen längst aufgegeben hatten, da hat Gott geholfen.
So Höre, du Volk Gottes, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst. Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein, und du sollst sie schreiben auf die Pfosten deines Hauses und an die Tore.
Amen


Liedvorschläge zur Predigt:

*Nun bitten wir den Heiligen Geist (EG 124)
*Gott der Vater steh uns bei (EG 138)
*Gelobet sei der Herr (EG 139)
Allein Gott in der Höh sei Ehr (EG 179)
*Dir, dir, o Höchster, will ich singen (EG 328)
Großer Gott, wir loben dich (EG 331)
Herzlich lieb hab ich dich, o Herr (EG 397)
*Ich will dich lieben, meine Stärke (EG 400)
*Komm in unsre stolze Welt (EG 428)
Gott des Himmels und der Erden (EG 445)

Predigtvorschläge zu den Marginaltexten:
Pred 12, 1-8 (nicht in Rev. 2014)
Rev. 2014: Jer 23, 16-29
Weish 15, 1-3 (auch in Rev. 2014)
Sir 41, 1-7 (auch in Rev. 2014)
2. Tim 3, 14-17 (auch in Rev. 2014)

zu Prediger 12, 1-8:

Liebe Gemeinde,

Das Buch des Predigers Salomo ist bekannt dafür, dass es eine recht düstere Lebensphilosophie entwickelt, wobei es vor allem Lebenserfahrungen auswertet und darum zu dem Schluss kommt: Es ist alles ganz eitel.
Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht, und das ist auch der Grund, warum das Buch immerhin 12 Kapitel umfasst, denn es gibt mehr zu sagen als nur dies, dass des Menschen Tun ja doch vergeblich ist und man sich abmühen kann wie man will und sich trotzdem nichts ändert.
Der bekannteste Abschnitt aus diesem Buch ist wohl die Liste gegensätzlicher Dinge unter der Überschrift: „Alles hat seine Zeit.”
Aber heute befassen wir uns mit der anderen Aussage, dass alles ganz eitel ist. Diese Aussage stellt gewissermaßen den Rahmen des Buches dar, denn zu Beginn, im 2. Vers des 1. Kapitels, heißt es schon: „Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, es ist alles ganz eitel.”
Unser Predigttext steht am Ende des Buches, obwohl noch einige Verse nachgeschoben werden, die sich aber selbst als „Nachworte” zu erkennen geben.
Was bedeutet dieses Wort „eitel” eigentlich? Wir gebrauchen es heute überwiegend für eine Person, die sehr viel Wert auf ihr Äußeres legt und alles tut, anders zu scheinen, als sie tatsächlich ist. Es bezeichnet die Selbstverliebtheit einer Person.
Zu Luthers Zeiten stand das Wort „eitel” allerdings für „bedeutungslos”, „nichtig” oder „leer”.
Und das ist also die Aussage, die das ganze Buch des Predigers umklammert: „Alles ist nichtig”, oder: „Alles ist bedeutungslos”.
Der Autor mahnt uns zunächst, an unseren Schöpfer zu denken, solange wir jung sind und es uns gut geht: keine Gebrechen, die das Alter so mit sich bringt, keine Gelenkschmerzen, keine Vergesslichkeit, keine Probleme mit den Augen oder Ohren usw., sondern Energie, den Willen, die Welt zu erobern und was einem noch so alles in den Sinn kommt, solange man jung ist.
Es kommen Tage, so sagt der Prediger, über die man sagen wird: „Sie gefallen mir nicht”. Das sind die Tage des Alters, wenn Krankheit und Gebrechen den Alltag bestimmen, und der Prediger beschreibt diese Tage in Bildern, die uns nicht so leicht zugänglich sind.
Sonne und Mond und Sterne werden finster, weil die Kraft der Augen nachlässt; wiederkehrende Wolken nach dem Regen sollen ebenfalls auf das nachlassende Augenlicht hindeuten.
Sich schließende Türen, das Verstummen der Mühle und des Gesangs, all das sind Zeichen für den Lebensabend, wo das Alltägliche immer schwieriger wird.
Ich will die Worte des Predigers noch etwas erläutern:
„die Hüter des Hauses” - damit sind die Arme und Hände gemeint. Im Alter beginnen sie, zu zittern, man kann die Hand nicht mehr ruhig halten, was es einem schwer macht, manche Tätigkeiten zu verrichten.
Das Haus selbst ist der menschliche Leib, und wenn es heißt, dass die Müllerinnen müßig stehen, dann sind damit die Zähne gemeint, die weniger werden und nicht mehr in der Lage sind, richtig zu kauen.
Die „Starken” sind die Beine, die sich krümmen, weil die Gelenke steifer werden und das Laufen dadurch schwerer machen.
Wenn es heißt, dass die Stimme der Mühle leiser wird, ist das Gehör gemeint, das nachlässt.
Der alt und gebrechlich gewordene Mensch hat Angst, hinauszugehen, denn er fürchtet die Dinge, die er nicht bewältigen kann. Wie oft höre ich es bei Besuchen, dass ein Mensch nicht mehr zum Gottesdienst gehen kann, weil er zum Beispiel fürchtet, auf die Toilette gehen zu müssen, oder weil das längere Sitzen auf harten Bänken Schmerzen bereitet.
Solche Furcht wird hier angesprochen, wenn es heißt: „wenn man vor Höhen sich fürchtet und sich ängstigt auf dem Wege”.
Merkwürdig ist dann der 6. Vers, wo es heißt: „ehe der silberne Strick zerreißt und die goldene Schale zerbricht und der Eimer zerschellt an der Quelle und das Rad zerbrochen in den Brunnen fällt.
Da, wo Luther „Brunnen” übersetzt, könnte auch „Grube” übersetzt werden, und dann wird schon deutlich, dass es hier um den Tod geht. Das wird dann auch im 7. Vers weiter ausgeführt: „Der Staub muss wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist.” Aber dabei bleibt es nicht, sondern da ist noch mehr: „und der Geist” muss „wieder zu Gott” kommen, „der ihn gegeben hat”.
Da wird dann ja doch erkennbar, dass mit dem Tod nicht alles aus ist, dass das Leben ein Ziel hat, nämlich die Geborgenheit in Gott. Dennoch folgen dann die letzten Worte: Es ist alles ganz eitel, spricht der Prediger, ganz eitel.
Die Resignation, die aus diesen letzten Worten spricht, wird trotz allem durchdrungen von der Gewissheit, dass Gott ist. Der Prediger rechnet fest mit der Gegenwart Gottes, und darum mahnt er auch immer wieder, dass wir uns dessen bewusst sein sollen. Ja, er kann es auch mit Gewissheit sagen, dass wir uns dessen bewusst sind, wenn er im 3. Kapitel ausruft: Gott hat die Ewigkeit in des Menschen Herz gelegt, nur dass er nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.
Das ist wohl auch der Grund für die Resignation, dass wir nicht wissen, worauf es hinaus will mit uns. Wir können den Plan Gottes nicht durchschauen, und so sind wir manchmal ratlos, z.B. wenn Menschen heimatlos werden, Kinder verhungern oder Alte jahrelang leiden, bevor sie endlich durch den Tod erlöst werden.
Nur eins wissen wir, und das soll uns doch auch Hoffnung machen: Gott hält diese Welt und uns in seiner Hand. Wenn wir darauf vertrauen, wenn wir das fest glauben, dann werden wir am Ende doch Gott danken können für alles, was uns in unserem Leben bisher widerfahren ist, und froh und voller Hoffnung in die Zukunft blicken.
Amen

Zuletzt überarbeitet: 17 Juni 2017
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