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1. Sonntag nach Trinitatis
Apostel und Propheten - Predigtanregung

Proprium | Predigtanregung | Predigttext | Liedvorschläge | Gebete | Predigten

Der 1. Sonntag nach Trinitatis hat die Apostel und Propheten zum Thema. Gott sendet und wählt einzelne Personen, die er mit einem Auftrag ausstattet. Diese Personen sollen Gottes Botschaft weitertragen. Oft ist diese nicht einfach, sondern anstössig, so dass die Personen immer wieder auf Widerstand stoßen. Dennoch oder eher gerade deswegen gehören Apostel und Propheten zum Gesamtbild des christlichen Glaubens, denn sie helfen, sich auf Gottes Willen zu besinnen. Allerdings muss man sich hüten vor "falschen Propheten", die den Glauben an die Existenz solcher Menschen mißbrauchen und schamlos ausnutzen.

IV - Jer 23, 16-29
Rev. 2014: Jona 1(-2)

So spricht der HERR Zebaoth: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen! Sie betrügen euch; denn sie verkünden euch Gesichte aus ihrem Herzen und nicht aus dem Mund des HERRN. 17 Sie sagen denen, die des HERRN Wort verachten: Es wird euch wohlgehen -, und allen, die nach ihrem verstockten Herzen wandeln, sagen sie: Es wird kein Unheil über euch kommen. 18 Aber wer hat im Rat des HERRN gestanden, dass er sein Wort gesehen und gehört hätte? Wer hat sein Wort vernommen und gehört? 19 Siehe, es wird ein Wetter des HERRN kommen voll Grimm und ein schreckliches Ungewitter auf den Kopf der Gottlosen niedergehen. 20 Und des HERRN Zorn wird nicht ablassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat; zur letzten Zeit werdet ihr es klar erkennen.
21 Ich sandte die Propheten nicht, und doch laufen sie; ich redete nicht zu ihnen, und doch weissagen sie. 22 Denn wenn sie in meinem Rat gestanden hätten, so hätten sie meine Worte meinem Volk gepredigt, um es von seinem bösen Wandel und von seinem bösen Tun zu bekehren.
23 Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR, und nicht auch ein Gott, der ferne ist? 24 Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe? spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt? spricht der HERR.
25 Ich höre es wohl, was die Propheten reden, die Lüge weissagen in meinem Namen und sprechen: Mir hat geträumt, mir hat geträumt. 26 Wann wollen doch die Propheten aufhören, die Lüge weissagen und ihres Herzens Trug weissagen 27 und wollen, dass mein Volk meinen Namen vergesse über ihren Träumen, die einer dem andern erzählt, wie auch ihre Väter meinen Namen vergaßen über dem Baal? 28 Ein Prophet, der Träume hat, der erzähle Träume; wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen? spricht der HERR. 29 Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?

[Die Perikopenrevision von 2014 sieht folgenden Text vor:] Jona 1(-2)
1, 1 Es geschah das Wort des HERRN zu Jona, dem Sohn Amittais: 2 Mache dich auf und geh in die große Stadt Ninive und predige wider sie; denn ihre Bosheit ist vor mich gekommen.
3 Aber Jona machte sich auf und wollte vor dem HERRN nach Tarsis fliehen und kam hinab nach Jafo. Und als er ein Schiff fand, das nach Tarsis fahren wollte, gab er Fährgeld und trat hinein, um mit ihnen nach Tarsis zu fahren und dem HERRN aus den Augen zu kommen.
4 Da ließ der HERR einen großen Wind aufs Meer kommen, und es erhob sich ein großes Ungewitter auf dem Meer, dass man meinte, das Schiff würde zerbrechen. 5 Und die Schiffsleute fürchteten sich und schrien, ein jeder zu seinem Gott, und warfen die Ladung, die im Schiff war, ins Meer, dass es leichter würde. Aber Jona war hinunter in das Schiff gestiegen, lag und schlief.
6 Da trat zu ihm der Schiffsherr und sprach zu ihm: Was schläfst du? Steh auf, rufe deinen Gott an! Ob vielleicht dieser Gott an uns gedenken will, dass wir nicht verderben. 7 Und einer sprach zum andern: Kommt, wir wollen losen, dass wir erfahren, um wessentwillen es uns so übel geht. Und als sie losten, traf's Jona. 8 Da sprachen sie zu ihm: Sage uns, warum geht es uns so übel? Was ist dein Gewerbe und wo kommst du her? Aus welchem Lande bist du und von welchem Volk bist du? 9 Er sprach zu ihnen: Ich bin ein Hebräer und fürchte den HERRN, den Gott des Himmels, der das Meer und das Trockene gemacht hat.
10 Da fürchteten sich die Leute sehr und sprachen zu ihm: Warum hast du das getan? Denn sie wussten, dass er vor dem HERRN floh; denn er hatte es ihnen gesagt. 11 Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir denn mit dir tun, dass das Meer stille werde und von uns ablasse? Denn das Meer ging immer ungestümer. 12 Er sprach zu ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird das Meer still werden und von euch ablassen. Denn ich weiß, dass um meinetwillen dies große Ungewitter über euch gekommen ist.
13 Doch die Leute ruderten, dass sie wieder ans Land kämen; aber sie konnten nicht, denn das Meer ging immer ungestümer gegen sie an. 14 Da riefen sie zu dem HERRN und sprachen: Ach, HERR, lass uns nicht verderben um des Lebens dieses Mannes willen und rechne uns nicht unschuldiges Blut zu; denn du, HERR, tust, wie dir's gefällt.
15 Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. Da wurde das Meer still und ließ ab von seinem Wüten. 16 Und die Leute fürchteten den HERRN sehr und brachten dem HERRN Opfer dar und taten Gelübde.
2, 1 Aber der HERR ließ einen großen Fisch kommen, Jona zu verschlingen. Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte.
2 Und Jona betete zu dem HERRN, seinem Gott, im Leibe des Fisches 3 und sprach:
Ich rief zu dem HERRN in meiner Angst
und er antwortete mir. Ich schrie aus dem Rachen des Todes und du hörtest meine Stimme.

4 Du warfst mich in die Tiefe, mitten ins Meer,
dass die Fluten mich umgaben. Alle deine Wogen und Wellen gingen über mich,

5 dass ich dachte, ich wäre von deinen Augen verstoßen,
ich würde deinen heiligen Tempel nicht mehr sehen.

6 Wasser umgaben mich und gingen mir ans Leben,
die Tiefe umringte mich, Schilf bedeckte mein Haupt.

7 Ich sank hinunter zu der Berge Gründen,
der Erde Riegel schlossen sich hinter mir ewiglich.
Aber du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, HERR, mein Gott!

8 Als meine Seele in mir verzagte,
gedachte ich an den HERRN, und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel.

9 Die sich halten an das Nichtige,
verlassen ihre Gnade.

10 Ich aber will mit Dank dir Opfer bringen.
Meine Gelübde will ich erfüllen dem HERRN, der mir geholfen hat.

11 Und der HERR sprach zu dem Fisch und der spie Jona aus ans Land.

Der Text wendet sich gegen falsche Propheten, lässt aber scheinbar offen, wie sie zu erkennen sind. Der letzte Vers scheint jedoch ein Werkzeug an die Hand zu geben: Es ist die Wirkung des Wortes dieser Propheten. Denn wenn sie das Wort Gottes verkündigen, so wirkt es "wie ein Feuer... und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt." Wenn sie aber ihre Träume verkündigen, so geschieht, kann man zumindest annehmen, nichts.
Man kann viel über falsche Propheten sagen, der Text bietet zahlreiche Ansatzpunkte. Natürlich geht er von der Situation in Israel aus, wo sich das Volk von Gott abgewandt hatte. Die "Berufspropheten" redeten dem Volk nach dem Mund und mahnte es nicht, sich wieder Gott zuzuwenden. Das kennzeichnet sie wohl auch: ihre Rede geht leicht ein, sie schmeichelt, man fühlt sich nicht herausgefordert, sondern bestätigt.
Interessant ist der Vers 23, der im Raum zu schweben scheint. Er betont, dass Gott auch ferne sein kann. In dem Zusammenhang dürfte dies wohl darauf hinweisen, dass es Zeiten geben kann, in denen es keine Propheten gibt, weil Gott nicht mit den Menschen reden will. Dieser Vers sollte jedenfalls heute nicht herausgenommen und in den Vordergrund gestellt werden, weil das vom kirchenjahreszeitlichen Zusammenhang ablenken würde.
Da man Propheten in der Regel im religiösen Umfeld sucht, wäre es also möglich, die christliche Verkündigung unter die Lupe zu nehmen. Heute tendiert man ja dahin, den "lieben Gott" in den Vordergrund zu stellen, was durchaus richtig, aber nur ein Aspekt Gottes ist. Auch wenn uns unsere Übertretungen vergeben sind, verzichtet Gott nicht auf unsere Mithilfe bei der Ausbreitung seines Reiches. Natürlich muss man aufpassen, nicht in die Gesetzlichkeit abzugleiten, aber es ist wichtig, die Spannung immer im Blick zu behalten: Erlösung durch Glaube, ja, aber Glaube ohne Werke ist tot. Beides gehört zusammen, denn wer erlöst ist, kann ja schwerlich vor sich hin dämmern.
Der kirchenjahreszeitliche Zusammenhang ist deutlich: Es geht um die Apostel und Propheten, und dieser Text befasst sich mit den Propheten, wobei er den negativen Aspekt prophetischer Verkündigung in den Vordergrund stellt. Wovor wir uns hüten müssen, wissen wir jetzt.
Der Text gilt beiden, Predigern und Hörern. Dies kann in der Predigt auch zum Ausdruck kommen. Eine Predigt könnte versuchen, den mahnenden Charkter des Textes nachzuempfinden. Diese Perikope stellt den Prediger/die Predigerin vor die große Aufgabe, zu prüfen, inwieweit die eigene Predigt Wort Gottes ist.

Liedvorschläge zur Predigt:


Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort (EG 193)
Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ (EG 246)
*Sonne der Gerechtigkeit (EG 262)
Ach Gott, vom Himmel sieh darein (EG 273)
Ich freu mich in dem Herren (EG 349)
Ist Gott für mich, so trete (EG 351)
Er weckt mich alle Morgen (EG 452)
Fürchte dich nicht (EG 612)
zu Jona 1(-2):
O Mensch, bewein dein Sünde groß (EG 76)
Wir danken dir, Herr Jesu Christ (EG 79)
Christ ist erstanden (EG 99)
Wir wollen alle fröhlich sein (EG 100)
Jesu Christus, unser Heiland (EG 102)
Wir danken dir, Herr Jesu Christ (EG 107)
Mit Freuden zart zu dieser Fahrt (EG 108)
Auf, auf, mein Herz, mit Freuden (EG 112)
Herr, mach uns stark im Mut, der dich bekennt (EG 154)
Und suchst du meine Sünde (EG 237)
Wenn wir in höchsten Nöten sein (EG 366)
Gib dich zufrieden und sei stille (EG 371)
Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen (EG 518)

Die Anregungen für alle Predigtreihen

Buchempfehlungen:

Zuletzt überarbeitet: 17 Juni 2017
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